Übersicht einblenden
Scheinwerfer
Scheinwerfer an Kraftfahrzeugen haben primär die Aufgabe, die Fahrbahn optimal auszuleuchten, um so eine ermüdungsfreie und sichere Fahrt zu ermöglichen. Scheinwerfer einschließlich ihrer Lichtquellen sind damit sicherheitsrelevante Fahrzeugteile, die einer behördlichen Zustimmung bedürfen und an denen nicht manipuliert werden darf. Durch die Gesetzgebung sind Art und Anbauort der Lichtfunktionen am Fahrzeug sowie deren Aufbau, Lichtquellen, Farben und die lichttechnischen Werte reglementiert.
Bei aktuellen Fahrzeugen gibt es folgende Scheinwerfer-Systeme:
Halogenscheinwerfer
Scheinwerfer mit H3-, HB3-, H7- und H9-Lampen sind der Klassiker bei der Fahrzeugbeleuchtung. Denn auch heute noch erfreuen sich Halogenscheinwerfer großer Beliebtheit. Aufgrund der ausgereiften Halogen-Technologie ist das Preis-/Leistungsverhältnis bei Halogenscheinwerfern als Erstausstattung sehr gut.
Xenon-Scheinwerfer
Xenon-Licht hat gegenüber dem Licht herkömmlicher Halogen-Glühlampen zwei entscheidende Vorteile: Einerseits liefert eine Xenon-Lampe mehr als doppelt soviel Licht wie eine moderne H7-Lampe, benötigt dafür aber nur etwa 2/3 der elektrischen Leistung. Zum anderen verfügt das Xenon-Licht über eine dem Tageslicht ähnliche Lichtfarbe. Durch das Mehr an Licht wird die Straße heller und breiter ausgeleuchtet. Besonders Gefahren an den Fahrbahnrändern, aber auch auf der Straße, werden früher erkannt. Die bessere Straßenausleuchtung und die Tageslichtqualität des Xenon-Lichts kommen dabei den natürlichen Sehgewohnheiten des Menschen entgegen – er ermüdet langsamer und fährt entspannter. Bei der Xenon-Technologie erzeugt – an Stelle einer Glühwendel der herkömmlichen Glühlampe – ein intensiver Lichtbogen das Licht in der Xenon-Lampe. Die zur Zündung der Xenon-Lampe notwendige Hochspannung von 20.000 V liefert ein elektronisches Vorschaltgerät.
Voll-LED-Scheinwerfer
LEDs, also Licht emittierende Dioden, setzen sich aufgrund ihrer Energieeffizienz und Wirtschaftlichkeit in allen Bereichen der Fahrzeugindustrie durch. Führenden Zulieferunternehmen ist es gelungen, für Fahrzeuge aller Art das Spektrum der Anwendungsmöglichkeiten rasant zu erweitern. Zuverlässigkeit, Wirtschaftlichkeit und Designvielfalt sind die überzeugenden Argumente für LEDs im Alltagsbetrieb.
Wenn es in die dunkle und kalte Jahreszeit geht, die geprägt ist von schlechtem Wetter mit Regen, Nebel und Sturm, ist es wichtig, dass man gut sieht und gut gesehen wird. Und für Autofahrer bedeutet das: gutes Licht! Nur mit gutem Licht lassen sich Gefahren im Straßenverkehr rechtzeitig sehen und somit auf Aquaplaning, Rutschgefahr oder Hindernisse auf der Straße reagieren. Gleichermaßen lassen sich auch Fußgänger, Radfahrer und andere Verkehrsteilnehmer rechtzeitig erkennen.
Leider ist gutes Licht und somit Sicherheit immer noch nicht selbstverständlich: Nach neuesten Studien sind durchschnittlich 35 Prozent der Autofahrer mit mangelhaftem Licht unterwegs – und schaffen so Sicherheitsrisiken für sich selbst und andere. „Sehen und gesehen werden“ ist die lebenswichtige Devise für alle vorausschauenden, verantwortungsvollen Autofahrer.
Der Siegeszug der LEDs ist bei Hauptscheinwerfern und Heckleuchten nicht mehr aufzuhalten. Bereits heute gibt es sowohl Scheinwerfer als auch Heckleuchten, die nur auf LEDs als Lichtquelle zurückgreifen. Rechnet man die extreme Langlebigkeit von LEDs ein, sowie ihre Wartungsfreiheit, gibt es eigentlich keine Zweifel mehr – LED-Lichttechnik ist in Punkto Umweltbeitrag die optimale Empfehlung.
Dank langlebiger LED-Technologie gehören häufige Glühlampenwechsel der Vergangenheit an. Vergleichsrechnungen zeigen, dass sich der Einsatz der LED-Technologie gegenüber konventionellen Glühlampen in der Regel bereits nach dem ersten Glühlampenwechsel rentiert. Es entstehen keine Folgekosten durch den Austausch defekter Leuchten oder Glühlampen. LED-Leuchten sind verschleiß- und wartungsfrei und tragen so maßgeblich zum Werterhalt des Fahrzeugs bei.
