Motorüberhitzung: Ursachen und wie man sich am besten verhält

Kommen hohe Außentemperatur und eine Störung im Motorkühlsystem zusammen, droht eine Motorüberhitzung. Der Motor fängt an zu qualmen oder geht sogar in Flammen auf. Im folgenden Artikel erklären wir, wie Sie sich bei einer Motorüberhitzung richtig verhalten, um einen Motorschaden zu vermeiden.

Wie funktioniert die Motorkühlung?

Im Verbrennungsmotor wird ein großer Teil der Energie, die im Kraftstoff enthalten ist, in Wärme umgewandelt. Diese Wärme muss umgeleitet werden. Dafür ist die Motorkühlung zuständig. Diese gibt die überschüssige Energie an die Außenluft ab und sorgt so dafür, dass der Motor nicht überhitzt.

Ablauf der Motorkühlung: Die durch die Verbrennung des Kraftstoffes entstandene Wärme geht auf die Bauteile des Motors über und wird anschließend an die Kühlflüssigkeit abgegeben. Dieses zirkuliert und transportiert die Wärme somit zum Kühler, wo sie an die Außenluft abgeführt wird. Zusätzliche Lüfter unterstützen diesen Vorgang.

Im Autolexikon erfahren Sie noch mehr über die Abläufe in der Motorkühlung.

Wie stellt man eine Motorüberhitzung fest?

Ein Motorkühlsystem hat seine Grenzen. Gerade im Sommer kommt es häufig vor, dass es seiner Funktion nicht mehr zu 100% nachkommt. Auch Stau oder stockender Straßenverkehr können Ursache für eine Motorüberhitzung sein. Hier fehlt der nötige Fahrtwind, der zusätzlich für die Motorkühlung sorgt.

Damit Sie nicht mit qualmenden Motor am Straßenrand stehen, sollten Sie auf auffällige Anzeichen achten. Denn mit ein wenig Achtsamkeit kann ein solcher Motorschaden verhindert werden. Was hilft, ist ein regelmäßiger Blick auf die Wassertemperaturanzeige. Bewegt sich der Zeiger im roten Bereich, deutet das auf eine Motorüberhitzung hin. Der Motor wird nicht mehr ausreichend gekühlt und die Temperatur schießt in die Höhe.

Damit Ihnen solche Szenarien erspart bleiben, sollten Sie immer einen Blick auf die Wassertemperaturanzeige werfen und die vom Fahrzeughersteller vorgegebenen Wartungsintervalle einhalten.

Bei Motorüberhitzung ist eine schnelle Reaktion erforderlich

Sollten Sie feststellen, dass der Motor Ihres Wagens überhitzt, ist eine schnelle Reaktion gefragt. Folgende Schritte sollten dabei erfolgen:

  1. Fahren Sie an den Straßenrand
  2. Schalten Sie den Motor ab
  3. Öffnen Sie die Motorhaube, damit die Hitze entfliehen kann

  

Nicht vergessen: Um andere Verkehrsteilnehmer nicht in Gefahr zu bringen und auf Sie aufmerksam zu machen, ist das Warnblinklicht anzuschalten und das Warndreieck aufzustellen!

Geben Sie dem Motor etwa eine Viertelstunde Zeit für das Abkühlen. Kontrollieren Sie, ob Kühlflüssigkeit oder Dampf austritt. Sollte das der Fall sein, ist es ratsam, den Pannendienst zu rufen. Sollten Sie nichts dergleichen feststellen, ist beim Abkühlungsprozess stets die Wassertemperaturanzeige im Blick zu behalten. Bewegt sich der Zeiger wieder nach links, kann die Fahrt mit einer angemessenen Geschwindigkeit aufgenommen werden. Sollte der Zeiger jedoch erneut in den roten Bereich wandern, ist das Fahrzeug abzustellen und der Pannendienst zu rufen. 

Bei einer Motorüberhitzung sollten Sie niemals kaltes Wasser auf die heiße Fläche kippen. Außerdem sollte erst Kühlflüssigkeit nachgefüllt werden, nachdem der Motor komplett abgekühlt ist.

Motorbrand: So verhalten Sie sich richtig

Im schlimmsten Fall kann ein überhitzter Motor zum Motorbrand führen. Auch hier gilt: Fahren Sie sofort an den Fahrzeugrand, schalten Sie das Warnblinklicht an und den Motor ab. Sorgen Sie dafür, dass alle Fahrzeuginsassen in Sicherheit gebracht werden, und rufen Sie sofort die Feuerwehr. Von eigenen Löschversuchen ist bei einem Motorbrand abzuraten um sich nicht unnötig in Gefahr zu bringen.

Artikel vom 28.04.2016 aus der Kategorie: Sommer-Special Quelle: mein-autolexikon.de