Sicher im Straßenverkehr

Fahrradunfall: Risiken vermeiden

Fahrrad gegen Auto

Die Temperatur steigt, endlich scheint die Sonne mal, und … ach, das schreit doch nach dem alten Drahtesel. Schnell raufgeschwungen, kann es auch schon losgehen. Noch ahnt der Gelegenheitsradler nicht, welchen Stein er da ins Rollen bringt. Jedes Jahr aufs Neue entfacht der Frühling einen Kampf auf Deutschlands Straßen.

Fahrradunfall - Wer ist Schuld?

Trotz Statistik, laut welcher die Sensibilität für das Thema Sicherheit gestiegen ist, kommt es jedes Jahr im Frühling zu einem Anstieg der Fahrradunfälle. Schuld ist: natürlich der Fahrradfahrer. Quatsch, natürlich der Autofahrer! – Aber wer ist denn jetzt Schuld? Die übliche Diskussion entbrennt und niemals findet sie ein Ende. Auch tückisch: Mit dem Wechsel des Fahrzeuges wechselt der gemeine Fahrer auch seine Meinung.

So können beide Seiten Unfälle vermeiden

Unterschätzen Sie Müdigkeit am Steuer nicht

Bis zu 50% der Deutschen leiden an der Frühjahrsmüdigkeit. Veränderte Licht- und Temperaturverhältnisse machen dem Körper zu schaffen und führen, trotz ausreichend Schlaf, zu ständiger Müdigkeit und Abgeschlagenheit. Müdigkeit wirkt auf die Konzentration nämlich ähnlich wie ein Schwips. Sobald Ihnen die Augen zufallen oder Sie aus einem Sekundenschlaf hochschrecken, haben Sie schon die gefährlichste Stufe erreicht.

Ignorieren Sie Ihre innere Uhr nicht

Die meisten Menschen haben zwischen 2.00 und 5.00 Uhr, sowie gegen 14.00 Uhr ihr biologisches Tief. Verlassen Sie sich nicht zu sehr auf Kaffee, denn Koffein in Getränken ist kein Garant dafür, nicht einzuschlafen. Auch ein offenes Fenster oder laute Musik helfen nur im ersten Moment, können aber nichts gegen die Müdigkeit an sich tun. Nur Schlaf hilft wirklich.

Erkennen Sie die Zeichen

Wenn Sie das Gefühl haben, dass die Straße enger wird, Sie über den Randstreifen fahren oder Sie plötzlich ihr Tempo wechseln, ohne es zu wollen, dann ist es höchste Zeit für eine Pause! Schlafmangel macht auch reizbar, aggressiv und genervt. So erklärt sich vielleicht die ein oder andere Auseinandersetzung zwischen Fahrern.

Abstand halten

Auch für Fahrradfahrer gilt: Überschätzen Sie sich nicht. Einer der Hauptgründe für Fahrradunfälle ist oft die mangelhafte Beachtung der Verkehrsregeln auf Fahrradfahrer-Seite. Das fängt bei der Ampel-Ignoranz an und hört bei der falschen Fahrtrichtung auf. Sie gefährden vor allem sich selbst, denn auf zwei Rädern haben Sie definitiv den Kürzeren gezogen. 

Nehmen Sie sich den Platz und Abstand, den Sie auf der Straße brauchen. Sie sollen sich sicher fühlen und nicht bedrängen lassen. Sorgen Sie dafür, dass Ihr Fahrrad verkehrstauglich ist und bleiben Sie berechenbar.

Zu guter Letzt...

Generell lohnt es sich, sowohl auf Auto-, als auch auf Fahrradfahrer-Seite einen angemessen Abstand zu halten, sowie vorsichtiger und aufmerksamer zu fahren. Genau so, wie man es sich selbst aus der anderen Perspektive wünschen würde.

Artikel vom 20.05.2014 aus der Kategorie: Tipps & Tricks Quelle: mein-autolexikon.de