Checkliste Sommerurlaub 2019

Machen sie ihr Auto fit für die Sommerreise

Pärchen im Auto bei Sonnenschein

Fahren auch Sie dieses Jahr mit Ihrem Auto in den Urlaub? Mit dieser Checkliste können Sie Ihr Auto einfach und schnell auf den nahenden Sommer und den nächsten Urlaub vorbereiten, unangenehme Überraschungen verhindern und sich einfach erholen.

Bereits zum Frühling hin gibt es einiges am Auto zu tun: Neben einer gründlichen Reinigung, die unbedingt stattfinden sollte, müssen vor allem Reifen, Batterie, Bremsen, Licht und Motor gecheckt werden. Wenn Sie ihr Fahrzeug nach dem Winter gründlich hinsichtlich dieser Punkte untersucht haben, sollte Ihr Wagen grundsätzlich bestens für den Sommer und lange Fahrten gerüstet sein. Vor einer längeren Urlaubsreise bei hohen Temperaturen mit dem Auto lohnt es sich dennoch, ein paar zusätzliche Dinge zu beachten.

1. Klima- und Scheibenwischanlage

Gerade in der Sommerhitze ist eine funktionierende Klimaanlage Gold wert – eine lange Autobahnfahrt in sengender Hitze ohne funktionierende Klimaanlage ist mit das schlimmste, was Urlaubsfahrer sich vorstellen können. Besonderer Aufmerksamkeit bedarf in diesem Zusammenhang die regelmäßige Wartung des Pollenfilters. Ist er verdreckt, wirkt sich dies negativ auf die Leistung der Klimaanlage aus.

2. Stoßdämpfer und Federung

Die Stoßdämpfer und die Federung schultern das Fahrzeuggewicht und bändigen die aus Fahrzeugmasse und Federung resultierenden Schwingungen. Auf langen Reisen, gerade mit schwer bepacktem Wagen, sollte sichergestellt werden, dass die Stoßdämpfer und die Federung einwandfrei funktionieren.

Blindflug durch verschmierten Insektenschmutz auf der Windschutzscheibe ist lebensgefährlich. Deshalb sollte vor der Reise unbedingt der Füllstand der Scheibenreinigungsanlage geprüft werden. Außerdem sollte ein der Jahreszeit angemessener Sommer-Scheibenreiniger eingefüllt werden.

3. Motor-Flüssigkeiten

Wie für den menschlichen Körper Wasser zum überleben essentiell wichtig ist, so benötigt der Motor eines Autos unter anderem ausreichend Motoröl. Es ist normal, dass Motoren über einen längeren Zeitraum Öl verbrauchen. Daher sollte regelmäßig, besonders aber vor längeren Strecken der Ölstand kontrolliert werden. Um ein genaues Messergebnis zu erzielen, sollten Sie die Messung bei Betriebstemperatur durchführen. Fahren Sie dazu mindestens 10 Kilometer und parken Sie ihr Fahrzeug auf einer ebenen Fläche. Anschließend warten Sie ca. 2 Minuten, damit das warme Motoröl sich in der Ölwanne sammeln kann. Jetzt können Sie den Ölstand kontrollieren. Welches Motoröl Sie bei Bedarf verwenden können, finden Sie in der Betriebsanleitung Ihres Autos.

Ebenfalls sollte die Überprüfung der Kühlflüssigkeit nicht vernachlässigt werden. Diese ist für die Kühlung des laufenden Motors zuständig und bei hohen Sommertemperaturen extrem wichtig. Achten Sie darauf, dass Sie die Menge der Kühlflüssigkeit nicht bei heißem Motor prüfen. Für den Winter ist es wichtig, dass zusätzlich zum Kühlmittel Frostschutzmittel hinzugefügt wird.

4. Pannenhilfe und Autoschutzbrief

Da es gerade auf langen Fahrten trotz allen Sicherheitsvorkehrungen zur Panne kommen kann, ist es sinnvoll, gut abgesichert zu sein – eine Pannenhilfe wird schnell zum großen Kostenfaktor, insbesondere wenn man sich nicht in der Nähe des Wohnortes oder gar im Ausland befindet. Wenn Sie im Falle einer Panne nicht bereits durch ihre Versicherung abgesichert sind, lohnt es sich, sich über verschiedene Angebote für einen Schutzbrief inklusive Pannenhilfe schlau zu machen. Diese Versicherungspakete können eine Pannenhilfe für ganz Europa enthalten, den Transport Ihres Wagens zur Werkstatt Ihrer Wahl und vieles mehr. Letzteres ist etwas, das Sie in Erwägung ziehen sollten, wenn Sie mit Ihrem Auto häufig auf Reisen sind.

5. Warnwesten und Warndreieck

Sollte es tatsächlich zur Panne kommen, ist es für die ersten Maßnahmen wichtig, das nötige Zubehör an Bord zu haben. In mehreren europäischen Ländern, wie zum Beispiel in Deutschland, sind Sie dazu verpflichtet, Warnwesten im Auto mitzuführen. Diese müssen mit der EN 471 Klasse 2 gekennzeichnet sein. In bestimmten Ländern müssen Sie nur eine Weste für den Fahrer dabeihaben, während andere Länder eine für jeden Insassen im Fahrzeug verlangen. Daher sollten Sie am besten eine Warnweste pro Person mitführen. Überprüfen Sie, ob Sie ein Warndreieck in Ihrem Auto haben und ob dieses auch funktionsfähig ist. In bestimmten Ländern müssen Sie sogar immer zwei Warndreiecke mitführen.

6. Erste-Hilfe-Ausrüstung

Eine Erste-Hilfe-Ausrüstung im Fahrzeug dabei zu haben, ist nicht nur sinnvoll, sondern in einigen Ländern zwingend erforderlich. Dies gilt unter anderem für Österreich und Tschechien. Prüfen Sie deshalb vor Abreise, ob Sie einen Erste-Hilfe-Kasten in Ihrem Auto haben und ob dieser laut des Verfallsdatums noch benutzt werden darf.

7. Plaketten

Wenn Sie in große deutsche Städte fahren möchten, in denen es einige Umweltzonen gibt, müssen Sie eine sogenannte “Umweltplakette” oder “Feinstaubplakette” an Ihrer Windschutzscheibe anbringen. Anderenfalls droht Ihnen ein Bußgeld.

Prüfen Sie außerdem, ob sich auf Ihrer Reiseroute mautpflichtige Straßen befinden, für die Sie sich eine entsprechende Vignette besorgen müssen. Häufig kommt das beispielsweise in Österreich, der Schweiz, Tschechien und Kroatien vor. Allerdings wird auf die Vignettenpflicht auch auf der Autobahn hingewiesen – wenn Sie aufmerksam fahren, können Sie im Notfall auch erst auf der Autobahn eine Vignette kaufen. Die Kosten für solche Vignetten sind mancherorts nicht unerheblich und sollten in Ihrem Trip finanziell eingeplant werden.

8. Navigation

Ein Navigationsgerät mit alten Karten kostet Nerven und führt schnell in die Irre. Deshalb sollte man die Software vor der Fahrt in den Urlaub aktualisieren. Wenn man sich vor dem Aufbruch die Strecke auf der Karte anschaut, ist man auch für den Ausfall des Navigationsgeräts gerüstet, beugt Streitereien über den richtigen Weg vor und kann im Falle eines Staus besser entscheiden, ob eine Umfahrung Sinn macht.

9. Beladung

Eine falsche Beladung des Autos kann fatale Folgen haben, denn beim Bremsen kann sich das Gepäck in gefährliche Wurfgeschosse verwandeln. Deshalb ist es wichtig, Schweres wie Koffer hinter der Rücksitzbank möglichst mittig zu verstauen und leichte Gegenstände darauf zu packen. Das bringt auch ein besseres Fahrverhalten. Bei Kombis sichert man alles zusätzlich mit einem Trenngitter.

Anschließend sollte der Reifendruck an die höhere Last angepasst werden. Vorsicht auch vor Überladung: Die zulässige Gesamtmasse des Fahrzeugs müssen Sie unbedingt einhalten. Abhilfe bei zu wenig Platz kann leicht mit einem Dachträger geschafft werden. Auch hier sollte sich im Vorfeld über die Vorgaben informiert werden – wer es mit den Gesetzesvorgaben nicht so genau nimmt und dagegen verstößt, riskiert nicht nur einen Unfall, sondern muss mit einem Bußgeld und im Falle einer Gefährdung des Straßenverkehrs auch mit Punkten in Flensburg rechnen. Achtung: An Warndreieck und Verbandkasten sollten Sie trotz des Gepäcks jederzeit gut herankommen!

10. Papiere und Notrufnummern

Fertigen Sie zur Sicherheit Kopien Ihrer Unterlagen an und bewahren Sie diese an einem sicheren Ort auf. Am besten ist es, sich die Unterlagen digital als E-Mail zu schicken, damit sind diese an jedem Ort mit Internetanschluss bei Bedarf aufrufbar. Vor dem Urlaub sollten Sie sich eine Liste mit Notfallnummern zusammenstellen – dazu gehört unter anderem die Nummer Ihrer Pannenversicherung und Notrufnummern der jeweiligen Länder, die sie bereisen oder auf Ihrer Fahrt durchqueren.

Artikel vom 05.07.2019 aus der Kategorie: Tipps & Tricks Quelle: Tipps & Tricks für Autofahrer