Fahrzeugbeleuchtung

Wie Autofahrer legal auf moderne LED-Technik umrüsten können

LED-Scheinwerfer erfreuen sich immer größerer Beliebtheit. War die Technologie früher ausschließlich Oberklasse-Modellen vorbehalten, ist die LED-Technik längst auch in der unteren Mittelklasse angekommen und für viele Modelle optional erhältlich. Und jetzt können Autofahrer die Technologie sogar legal nachrüsten.

Warum die LED-Technik so beliebt ist? In einem großen Test legte sich der ADAC bereits 2016 fest: „Neben der längeren Haltbarkeit der Dioden gegenüber Glühbirnen und Gasentladungslampen (Xenonlicht) sprechen vor allem der geringere Energieverbrauch sowie die dem Tageslicht ähnliche Lichtfarbe für LED-Scheinwerfer.“ Autofahrer können mit LED-Technologie also nicht nur sparen, sie tun auch der Umwelt etwas Gutes. Und noch wichtiger: LED-Lampen stellen einen signifikanten Sicherheitsgewinn dar.

Bereits seit Jahren sind LED-Kits auf dem Markt erhältlich, mit denen Autofahrer LED-Licht bei ihren konventionellen Scheinwerfern nachrüsten können. Insbesondere in der Tuning-Szene haben entsprechende Nachrüstsätze in den letzten Jahren einen kleinen Siegeszug hingelegt. Das Problem dabei: Sämtliche Nachrüstsätze von LED-Ersatzlampen waren illegal. Die Folge: Autos, die mit nicht zugelassenem LED-Licht unterwegs sind, verlieren ihre Betriebserlaubnis.

Inzwischen allerdings sind die ersten legalen LED-Nachrüstlampen auf dem Markt erhältlich. Hersteller wie Osram und Philips bieten zugelassene Autonachrüstlampen auf LED-Basis für den deutschen Markt an. Die Straßenzulassung war dabei der wichtigste Schritt, auf den die Hersteller über Jahre hingearbeitet haben. Nach umfangreichen Prüfverfahren gab das Kraftfahrbundesamt seinen Segen und erteilte die Zulassung für den Einsatz in ausgewählten Fahrzeugmodellen. Autofahrer können bei einer Vielzahl von Fahrzeugmodellen und durch einen oftmals einfachen Lampenwechsel an ihren Halogenscheinwerfern auf das LED-Licht umsteigen.

Autofahrer dürfen dann mit signifikanten Vorteilen rechnen. So soll die LED-Nachrüstlösung mit einer bis zu über 200 Prozent stärkeren Helligkeit im Vergleich zu den gesetzlichen Mindestanforderungen punkten. Zudem sollen die LED-Nachrüstlampen über eine bis zu sechs Mal höhere Lebensdauer verfügen und müssen entsprechend seltener getauscht werden.

Je nach Produkt sollte der Lampentausch von Halogen zu LED bestenfalls von einer Fachwerkstatt vorgenommen werden. Denn bei einigen auf dem Markt erhältlichen Modellen müssen spezielle Adapter installiert werden, die von den Anbietern zwar passend bereitgehalten werden. Doch eine gewisse Fachkenntnis wird bei der Montage dennoch vorausgesetzt. Der Einbau in einer Fachwerkstatt wird auch deshalb dringend empfohlen, weil dort die notwendige Überprüfung und eventuell notwendige Einstellung der Scheinwerfer erfolgen kann.

Artikel vom aus der Kategorie: Tipps zur Autotechnik