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Keilrippenriemen
Der Keilrippenriemen stellt eine Weiterentwicklung des Keilriemens dar und arbeitet nach dem gleichen Prinzip: Er dient als Treibriemen, verbindet Keilrippenriemenscheiben miteinander und überträgt die Kraft vom Motor auf die Nebenaggregate wie z.B. den Generator, die Hydraulikpumpe der Servolenkung, den Klimaanlagenkompressor, den Lüfter und die Wasserpumpe.
In einem Verbrennungsmotor werden durch die Verbrennung des Luft-Kraftstoffgemisches Kolben angetrieben, deren geradlinige Bewegung über Pleuel in eine rotierende Bewegung der Kurbelwelle umgesetzt wird. Der Keilriemen nutzt die Kraft der Drehbewegung (Drehmoment) der Kurbelwelle und treibt über Keilrippenriemenscheiben zusätzliche Aggregate an. Er sorgt somit für die korrekte Funktion des Motors und einen hohen Fahrkomfort. Der Keilrippenriemen hat gegenüber dem Keilriemen den Vorteil, dass er das Drehmoment des Motors auf mehrere Aggregate gleichzeitig übertragen kann.
Mit dem Antrieb der Nebenaggregate wird dem Autofahrer ein hohes Maß an Komfort und Sicherheit gewährleistet. Der Keilrippenriemen sorgt dafür, dass der Klimakompressor angetrieben wird und somit die Temperatur im Fahrzeuginnern reguliert werden kann. Ferner sorgt er dafür, dass die Servolenkung den Fahrer beim Lenken unterstützt. Durch den Antrieb der Lichtmaschine (Generator) werden einerseits der Motor mit der benötigten elektrischen Energie versorgt (z.B. für den Zündfunken oder die Einspritzanlage) und andererseits elektrische Verbraucher wie die Heckscheibenheizung, das Licht, die Sitzheizung, das Navigationssystem und auch ABS und ESP mit Strom gespeist. Die angetriebene Wasserpumpe sorgt dafür, dass das Kühlmittel im Motor zirkuliert, wodurch eine unangenehme Panne durch Motorüberhitzung vermieden wird.
Der Keilrippenriemen ist flacher und breiter als ein Keilriemen. Er besitzt mehrere Längsrippen und kann somit höhere Kräfte übertragen. Außerdem lassen sich mit dem Keilrippenriemen geringe Umschlingungswinkel realisieren. Seit Ende der 1980er bzw. Anfang der 1990er Jahre wurden Keilriemen durch Keilrippenriemen im Pkw-Bereich fast vollständig ersetzt. Denn ein Keilriemen kann in der Regel nur ein oder zwei Aggregate antreiben. Außerdem kann er aufgrund mangelnder Rückenflexibilität keinen serpentinenähnlichen Trieb abbilden. Zum Antreiben mehrerer Aggregate mit Keilriemen wäre ein Mehrriementrieb notwendig. Der hat allerdings einen hohen Platzbedarf. Mit Keilrippenriemen lässt sich trotz hoher Anzahl an Nebenaggregaten ein Einriementrieb realisieren. Dadurch können bei der Entwicklung des Riementriebes und in der Produktion Ressourcen eingespart und die Umwelt geschont werden.
Niemand möchte aufgrund eines gerissenen Keilrippenriemens mit seinem Pkw liegen bleiben, weil der Motor nicht mehr mit Strom versorgt werden kann oder der Motor aufgrund einer ausgefallenen Wasserpumpe überhitzt. Keilrippenriemen sind kraftschlüssige Antriebsprodukte. Ihr Funktionsprinzip beruht auf Reibung. Deshalb sind sie einem Verschleißprozess ausgesetzt. Aus diesem Grund sollten die Service- bzw. Wechselintervalle der Fahrzeughersteller beachtet und der Keilrippenriemen gegebenenfalls gewechselt werden, zumal die Kosten in der Regel überschaubar sind. Nur bei regelmäßiger Wartung können die volle Funktionsfähigkeit des Motors und ein angenehmer Fahrkomfort sicher gestellt werden.
