Fahrwerk und Lenkung
Stoßdämpfer
Die Weiterentwicklung moderner Automobile und vor allem die zunehmende Motorleistung und Geschwindigkeit machte die Fahrwerkstechnik in den letzten Jahren zu einem wichtigen Entwicklungsschwerpunkt. Der Stoßdämpfer ist ein wichtiges Bauteil des Fahrwerks. Eigentlich ist seine handelsübliche Bezeichnung „Stoßdämpfer“ irreführend. Denn er dämpft nicht die Stöße, sondern hat die Aufgabe, die Schwingungen der Fahrzeugfeder zu reduzieren und abzubremsen. Die Federn und die Stoßdämpfer bilden gemeinsam das Verbindungsglied zwischen Radaufhängung und Karosserie und gleichen in Teamarbeit die Fahrbahnunebenheiten aus. Vom Rad ausgehende Schwingungen sind in ihrer Frequenz etwa zehn Mal so hoch wie die Schwingungen der Karosserie – im Fachjargon: gefederte Masse. Der Stoßdämpfer bewirkt, dass diese Schwingungen gedämpft werden. Fachlich handelt es sich also nicht um einen Stoß- sondern um einen Schwingungsdämpfer.
Energieumwandler
Der Schwingungsdämpfer ist im Prinzip ein Energieumwandler. Er transformiert die Bewegungsenergie der Feder durch Flüssigkeitsreibung in Wärme. Dies geschieht, indem der Dämpferkolben in einem mit Öl gefüllten Zylinder auf und ab bewegt wird. Genau definierte Ventildurchgänge im Dämpferkolben und/oder ein Bodenventil bremsen dabei die Bewegung des Dämpferkolbens so stark ab, dass die Federschwingung direkt im Ansatz reduziert wird.
Beim Überfahren eines Hindernisses ist zunächst die Feder gefordert. Sie darf beim Einfedern vom Dämpfer – der in dieser Phase zusammengedrückt wird (Druckstufe) – nicht behindert werden. Nachdem die Feder das Hindernis ausgeglichen hat, muss der Stoßdämpfer, die sich mit großer Kraft entspannende Feder in der Bewegung abbremsen. Bei diesem Vorgang wird er auseinandergezogen (Zugstufe). In der Zugstufe hat der Schwingungsdämpfer eine höhere Dämpfkraft als in der Druckstufe. Bei dieser Dämpfungsarbeit kann sich der Dämpfer je nach Straßenzustand, gefahrener Geschwindigkeit und Außentemperatur auf bis zu 120 °C erwärmen. Gute Schwingungsdämpfer sind auf diese thermische Belastung ausgelegt.
Gasdruckdämpfer
Die Einführung aufwendiger Fahrwerksysteme erfordert die präzise Abstimmung der Schwingungsdämpfer. Schraubenfedern haben eine geringe Eigenreibung, so dass der Schwingungsabbau der Dämpfer für die Fahrsicherheit von entscheidender Bedeutung ist. Automobile, die in Großserie produziert werden, haben heute Gasdruckstoßdämpfer in der einfacheren Zweirohrtechnik oder der aufwändigeren Einrohrtechnik an Bord.
Früher wurden Fahrzeuge teilweise serienmäßig mit Ölstoßdämpfern ausgerüstet. Dadurch ergab sich ein systembedingter Nachteil: Die Kavitationsneigung (Ölverschäumung), die bei der Dämpfungsarbeit auftritt. Im Dämpferöl sind ca. zehn Prozent Gasanteile molekular gebunden. Durch die Bewegungen des Dämpferkolbens innerhalb des Öls kommt es zu Druckdifferenzen oberhalb und unterhalb des Dämpferkolbens. Diese führen dazu, dass sich das Gas aus der Flüssigkeit löst und kleine Bläschen bildet. Auf längeren Fahrstrecken wird die Verschäumung des Dämpferöls so groß, dass die Dämpfkraft messbar abnimmt. Bei längeren Fahrtstrecken auf Landstraßen oder Autobahnen ist ein Dämpfkraftverlust von bis zu 35 Prozent möglich. Das heißt, die Fahrt wurde mit voller Dämpfleistung begonnen. Diese nimmt aber bei zunehmender Belastung des Dämpfers langsam ab und in Folge die Bodenhaftung der Räder. Bei längeren Pausen bzw. im Ruhezustand des Fahrzeugs wird die volle Dämpfkraft durch den Rückgang der Ölverschäumung wieder erreicht.
Diese ständigen Dämpfkraftänderungen gibt es beim Gasdruckstoßdämpfer nicht. Das mit dem Öl zusammen im Dämpfer befindliche Gas (Stickstoff) hält das Öl unter Druck und verhindert damit ein Freiwerden der im Dämpferöl gebundenen Gasmoleküle. Bei Gasdruckstoßdämpfern kann die Ölverschäumung im Fahrbetrieb also mit Sicherheit ausgeschlossen werden. Da Feder- und Dämpfercharakteristik auch auf längeren Fahrtstrecken und unter höchster Belastung konstant bleiben, ist es möglich, mit Gasdruckstoßdämpfern das Fahrwerk exakt abzustimmen. Besonders beim Fahrwerktuning (tiefergelegte Fahrzeuge) ist es wichtig, dass bei dem verbleibenden Restfederweg eine exakte Schwingungsdämpfung erfolgt.
Fahrwerk und Lenkung
Fahrwerksfedern
Fahrwerksfedern stellen das Bindeglied zwischen Räder und Karosserie dar. Sie haben einerseits die Aufgabe, Fahrbahnunebenheiten auszugleichen und somit einen hohen Fahrkomfort zu gewährleisten. Andererseits sind sie dafür verantwortlich, dass die Räder unabhängig der Fahrbahnbeschaffenheit stets einen sicheren Bodenkontakt haben. Nur so lassen sich Antriebs-, Brems- und Querkräfte sicher übertragen. Damit zählen die Fahrwerksfedern zu den sicherheitskritischsten Komponenten eines modernen Fahrzeugs. Sie beeinflussen das Handling, die Straßenlage und das Bremsverhalten.
Von der konstruktiven Seite her betrachtet gibt es Fahrwerksfedern mit linearer und progressiver Federrate. Bei linearen Federn steigt die Federkraft im gleichen Verhältnis wie der Weg, um den sie zusammengedrückt wird. Progressive Federn haben Anfangs eine weiche Kennlinie und werden dann mit zunehmendem Weg härter. Je nach Vorgabe der Fahrzeughersteller werden Fahrwerksfedern aus konstantem Draht (gleicher Drahtdurchmesser über die gesamte Federlänge) oder inkonstantem Draht (wechselnder Drahtdurchmesser über die Federlänge) hergestellt.
Bei der Feder aus inkonstantem Draht existieren sozusagen zwei Federn in einer: Eine weiche und eine starke. So bieten beispielsweise die progressiven Miniblock-Federn einen hohen Fahrkomfort wenn das Fahrzeug nur leicht beladen ist und geringes Einfedern bei voller Beladung. Die Feder ist also „weich“, wenn das Fahrzeug leicht beladen ist und „stark“, wenn es voll beladen ist.
Bei gängigen Automobilen werden überwiegend folgende Federarten verbaut:
– Zylindrische Fahrwerksfedern
Hierbei handelt es sich um konventionelle, zylindrische Fahrwerksfeder mit einer linearen Federrate.
– Fahrwerksfedern aus inkonstantem Draht
Bei dieser Federart verringert sich der Durchmesser des verwendeten Drahtes zum Ende der Fahrwerksfeder. Bei normalen Straßenverhältnissen und ebensolcher Belastung gewährleisten die weichen Federenden sehr komfortable Fahreigenschaften. Das wirkt sich entlastend auf die gesamte Radaufhängung und alle Lenkungsteile aus und steigert den Fahrkomfort.
– Miniblock-Feder
Miniblock-Federn sind tonnenförmig gebaut und werden aus verjüngtem Federdraht hergestellt. Damit erzeugen sie eine progressive Federrate. Die Gestaltung der Feder-Enden vermeidet einen direkten Kontakt von Windung zu Windung. Das Hauptmerkmal der in den 1970-er Jahren entwickelten Miniblock-Feder aus inkonstantem Draht ist, dass sich die Windungen der Enden unter Last ineinander legen ohne sich zu berühren. Wenn die Enden der Miniblock-Feder zusammengedrückt sind und flach auf den Federtellern aufliegen (die normalerweise aus einem Gummiblock bestehen), reduziert sich die Anzahl der aktiven Windungen und die Federrate steigt.
– Bananenförmige „Side load“ Federn
Diese Federvariante steuert die Kräfteverteilung der gesamten Radaufhängung. Damit reduziert sie die Reibung zwischen der Kolbenstange des Stossdämpfers und deren Dichtung. Dies trägt zu einem besseren Stossdämpfer-Ansprechverhalten bei.
Fahrwerk und Lenkung
Lenkung
Das Lenksystem hat die Aufgabe, das Fahrzeug in die vom Fahrer gewünschte Richtung zu lenken. Dabei soll es feinfühlig sein und ein präzises Fahren ermöglichen. Die Lenkung ist ein Teil des Fahrgestells, genauer gesagt des Fahrwerks. Dieses wiederum setzt sich außer der Lenkung aus Radaufhängung, Federung, Bremse, Dämpfung, Radträger und Hilfsrahmen zusammen und hat die Aufgabe, einen stabilen Geradeauslauf und dynamische Fahrmanöver zu ermöglichen und gleichzeitig Fahrbahnstöße abzudämpfen.
Die Bewegungen des Lenkrades werden über das Lenkgetriebe, das Lenkgestänge und die Lenkhebel auf die Achsschenkel und somit auf die Vorderräder übertragen und beeinflussen deren Einschlagwinkel. Dieser wiederum bestimmt, in welche Richtung das Fahrzeug fährt. Das Lenkverhalten des Fahrzeugs wird aber nicht nur von der Stellung des Lenkrades bestimmt. Auch Antriebs- und Bremskräfte oder das Einfedern beim Überfahren von Bodenwellen können die vom Fahrer gewünschte Richtung beeinflussen. Um diese Störeinflüsse so gering wie möglich zu halten, haben die Fahrzeughersteller gemeinsam mit der Zulieferindustrie ausgeklügelte Achskonstruktionen entwickelt. Dadurch lassen sich moderne Fahrzeuge selbst bei schlechten Straßen- und Witterungsverhältnissen und unabhängig davon, ob der Autofahrer beschleunigt oder bremst sicher lenken.
Fahrwerk und Lenkung
Radaufhängung
Die Radaufhängung ist ein Teil des Fahrwerks. Dieses wiederum setzt sich aus folgenden Komponenten zusammen: Räder, Radträger, Radlager, Bremse, Radaufhängung, Achsträger, Federung (einschließlich Stabilisator), Dämpfung, Lenkgetriebe, Lenksäule, Aggregatelagerung (z.B. Motor- und Getriebelager), Seitenwellen, Achsgetriebe und Fahrwerkregelsysteme. Bei einem Mittelklassefahrzeug machen diese Komponenten circa 20 Prozent des Gesamtgewichtes aus.
Die genannten Funktionsgruppen sind einerseits in sich geschlossene Systeme. Andererseits müssen sie präzise aufeinander abgestimmt sein, damit eine optimale Funktion des Gesamtfahrwerks gewährleistet ist.
Innerhalb des Fahrwerks hat die Radaufhängung die Aufgabe, für eine optimale Radführung zu sorgen. Sie stellt also die Verbindung zwischen der Radaufstandsfläche und der Fahrzeugkarosserie dar und überträgt alle Kräfte und Bewegungen vom Radträger an die Karosserie. Dies muss im Sinne eines sicheren Fahrverhaltens unverzüglich und schnell erfolgen. Dafür werden innerhalb der Radaufhängung Lenker mit Gelenken eingesetzt.
Die Lenker übernehmen sowohl die radführenden Aufgaben als auch häufig die Übertragung von Feder-, Dämpfungs-, und Stabilisatorkräften. Sie werden aus Stahl (geschmiedet, gegossen, Blech) oder Aluminium (geschmiedet, Druckguss) hergestellt. Entsprechend den konstruktiven Anforderungen kommen Zwei-, Drei oder Vierpunktlenker zum Einsatz. Die Anzahl der Punkte bezieht sich dabei auf die Verbindungsstellen, die ein Lenker besitzt.
Für die Verbindung des Radträgers mit der Karosserie an der Vorderachse (VA) werden immer Lenker mit Kugelgelenken eingesetzt. Sie ermöglichen die notwendige Bewegungsfreiheit zum Lenken des Rades. Für die Radführung werden mindestens drei Lenker benötigt: Ein unterer Lenker, ein oberer Lenker und die Spurstange. Bei Achskonstruktionen mit Federbeinen reichen für die Radführung auch zwei Lenker und der Dämpfer. Es gibt aber auch Achsbauweisen, bei denen bis zu fünf Lenker eingesetzt werden. Bei diesen speziellen Konstruktionen werden die eingeleiteten Kräfte auf die Lenker aufgeteilt.
An der Hinterachse (HA) sind Kugelgelenke nicht zwingend notwendig. Deshalb sind hier meist Gummilager oder Hülsengelenke eingebaut. Für eine optimale Hinterachsführung sind fünf Gelenke und fünf Zweipunktlenker notwendig.
Lenkerarten
Entsprechend der Einbaurichtung unterscheidet man Lenker in:
- Querlenker. Sie sind quer zur Radebene positioniert.
- Längslenker. Sie sind in Fahrtrichtung eingebaut.
- Verbundlenker. Hierbei handelt es sich um zwei Längslenker, die mit einer Quertraverse verbunden sind.
Je nach Aufgabe sind die Lenker in drei Kategorien eingeteilt:
- Führungslenker. Sie übernehmen die Führung des Rades ohne das Fahrzeuggewicht abzustützen. An den Gelenken der Führungslenker werden hauptsächlich waagrechte Kräfte eingeleitet.
- Traglenker. In diese Kategorie fallen Lenker, die zusätzliche Krafteinleitungspunkte für Feder- und Dämpferkräfte aufweisen, die senkrecht einwirken und größer sind als die waagrechten Kräfte. Die Gelenke – auch Traggelenke genannt – sind deshalb größer und stabiler ausgelegt als die Führungsgelenke. Prinzipiell kann jeder Führungslenker durch entsprechende Auslegung der Krafteinleitungspunkte und Verstärkung als Traglenker eingesetzt werden.
- Hilfslenker. Sie haben die Aufgabe, die Führungs- und Traglenker untereinander oder bei speziellen Achskonstruktionen auch mit dem Radträger zu verbinden.
Die Gelenke der Lenker
Jeder Lenker ist mit mindestens zwei Gelenken ausgestattet. Bei karosserieseitigen Gelenken werden Gummilager verwendet, di in die vorgesehenen Bohrungen des Lenkers eingepresst sind. Die Bewegungen finden im Gummi statt. Dabei dürfen sich sowohl der Außenring als auch die Innenhülse des Gummilagers nicht drehen. Dies setzt eine fehlerfreie Verbindung zwischen dem Gummi (Elastomerkörper) und dem Metall voraus. Bei diesen Gelenken ist die Drehbewegung auf einen Winkel von circa ± 20 Grad und eine Hoch- beziehungsweise Querbewegung auf einen Weg von ±1 Millimeter beschränkt. Die Vorteile dieser Gelenkbauart beruhen vor allem auf den schwingungs- und schalldämpfenden Eigenschaften des Gummis.
Radseitige Gelenke stellen die Verbindung zwischen Lenker zum Radträger über Kugelgelenke her, die am Lenker vernietet, verschraubt oder in ein Topfgehäuse eingepresst sind. Bei angeflanschten Kugelgelenken kann ein Austausch ohne Lenkerwechsel erfolgen. Dadurch werden die Reparaturkosten gesenkt. Gebaute Kugelgelenke sind in die Lenker integriert und müssen deshalb komplett mit dem Lenker ausgetauscht werden. Der Vorteil dieser Bauart liegt in der Gewichtsersparnis, Bauraumreduktion und höheren Funktionssicherheit, da Schnittstellen entfallen.
Kugelgelenke an der Vorderachse ermöglichen die freie Auf- und Abwärtsbewegung des Rades und das Ändern des Nachlaufes. Somit können Zug-, Druck- und Querkräfte aufgenommen und an die Lenker weitergeleitet werden.
Da Kugelgelenke alle auftretenden Radkräfte – außer den Antriebs- und Bremskräften – aufnehmen müssen, werden höchste Anforderungen an sie gestellt.
Diese sind:
- gleich bleibende Drehmomente
- kein Spiel (Spiel führt zum „Klappern“)
- wartungsfrei
- Übertragen von hohen Kräften
- kompakt, klein, leicht
- Sicherheitsvorschriften erfüllen
- Umwelteinflüssen standhalten, das heißt Temperatur von etwa -40 °C bis +80 °C, Schmutz, Salz, Steinschlag und Rost.
Fahrwerk und Lenkung
Radlager
Radlager haben die Aufgabe, Wellen und Achsen zu führen und abzustützen. Sie sind Teil des Fahrwerks, führen die Räder und nehmen Axial- und Radialkräfte auf. Radialkräfte sind Umfangskräfte, die durch die Drehbewegung entstehen. Sie wirken im rechten Winkel zur Längsachse auf das Radlager. Axialkräfte hingegen sind Kräfte, die in Richtung der Längsachse auf das Radlager einwirken. Sie entstehen beispielsweise durch Kurvenfahrten. Gerade hierbei werden die Radlager in hohem Maße beansprucht.
Radlagerausführungen
In modernen Pkw kommen je nach Anforderung zwei Arten von Radlagern zum Einsatz: Kegelrollen- und Kugellager. Sie werden je nach Anwendung und Belastung in verschiedenen Varianten eingesetzt.
Grundsätzlich bestehen Radlager aus einem Außen- und einem Innenring, den Rollkörpern und einem Käfig, der die Rollkörper umgibt. Die Rollkörper haben je nach Lagerbauart die Form einer Kugel oder einer Rolle. Sie wälzen sich auf den Laufbahnen der beiden Laufringe ab und haben die Aufgabe, die auf das Lager wirkende Kraft von einem Lagerring auf den anderen zu übertragen.
Schmierung
Da beim Drehen des Radlagers eine hohe Reibung entsteht, müssen die Rollkörper geschmiert werden. Dies geschieht mit Schmierstoffen, etwa Schmierfett oder Schmieröl. Ohne Schmierstoff ist das Lager nicht funktionsfähig. Die meisten in modernen Pkw eingesetzten Radlager sind so konstruiert, dass sie absolut wartungsfrei sind. Dies wird mit einer Fettfüllung realisiert, die über die gesamte Lebensdauer des Radlagers eine ausreichende Schmierung der Rollkörper gewährleistet. Aufwändig gestaltete Dichtungen sorgen dafür, dass weder Wasser noch Schmutz in das Radlager eintreten kann. Bei modernen Radlagern sind in den Dichtringen oft magnetische Impulsgeber integriert, die im Raddrehzahlsensor das Drehzahlsignal für das ABS-System erzeugen.
Bremse
Bremsbelag
Die Fahrzeugbremsen haben die Aufgabe, das Fahrzeug sicher und komfortabel zu verzögern und gegebenenfalls zum Stillstand zu bringen. Dies geschieht, indem die Bewegungsenergie durch Reibung zwischen den Bremsbelägen und den Bremsscheiben bzw. –trommeln in Wärmeenergie umgewandelt wird. Auf diese Weise wird die Geschwindigkeit des Fahrzeugs dem Fahrerwunsch entsprechend verringert. Hierbei spielen die Bremsbeläge, auch Reibbeläge genannt, eine sehr wichtige Rolle. Damit die Reibbeläge unter wechselnden Betriebszuständen bestmögliche Bremsergebnisse erzielen, ist ein komplexer Werkstoff erforderlich, der aus unterschiedlichsten Bestandteilen hergestellt wird (Kompositwerkstoff). Er darf unter keinen Umständen versagen. Im Sinne einer hohen Sicherheit müssen Bremsbeläge einen gleichbleibenden Reibwert (Reibungskoeffizient) aufweisen, mechanisch hoch belastbar und temperaturbeständig sein. Neue Bremsbeläge erreichen ihre volle Bremsleistung erst nach einer bestimmten „Einfahrzeit“. Während dieser Phase gleicht sich die Belagoberfläche an die Scheiben-/Trommeloberflächen an. Erst danach wird eine optimale Verbindung zwischen den Reibpaaren (Bremsbelag/Scheibe, Bremsbelag/Trommel) und somit beim Bremsen die maximale Verzögerung erreicht.
Aufbau eines Scheibenbremsbelags
Bremsbeläge sind sandwichartig aufgebaut (siehe Abbildung 1).
Die Belagträgerrückenplatte (blau dargestellt) bildet die Basis des Bremsbelages. Sie hat die Aufgabe, den Bremsbelag im Bremssattel zu führen und die Temperatur an die angrenzenden Bauteile weiterzuleiten. Die meisten Bremsbeläge verfügen an der Rückseite über eine Dämpfungsmaßnahme (in schwarz dargestellt) Hierbei handelt es sich um Federn, Folien, Bleche oder Lacke, welche die Aufgabe haben, die Geräuschbildung beim Bremsvorgang zu reduzieren. Zur Bremsscheibe hin ist auf der Belagträgerrückenplatte die Bremsbelag-Zwischenschicht (grün dargestellt – auch Underlayer genannt und ca. zwei bis vier Millimeter dick) und das eigentliche Reibmaterial aufgebracht (grau dargestellt). Zwischen Belagträgerrückenplatte und Underlayerbefindet sich zusätzlich eine wenige µm dicke Kleberschicht. Diese gewährleistet eine sichere Verbindung zwischen Trägerplatte und Zwischenschicht/Reibmaterial. Als Zwischenschicht-Alternative oder zusätzliche Maßnahme zur Erhöhung der mechanischen Festigkeit bei der Trägerplattenanbindung können Streckmetall, Sinterrauhgrund, eine „gekämmte Platte“ oder Stiftverankerungen zum Einsatz kommen.
Motor
Zündkerze
Betrachtet man die Grundkonstruktion der Zündkerze, so gab es in den vergangenen 50 Jahren keine tiefgreifende Veränderung. Sie besteht nach wie vor aus einem Metallkern, der in einem keramischen Isolator untergebracht ist. Dieser ist wiederum von einem Metallmantel umgeben, der aus einem Gewinde besteht, das in den Zylinderkopf gedreht wird und oben in der Regel einen Sechskantbereich aufweist, der den Zündkerzenstecker aufnimmt und das Ein- oder Ausbauen der Zündkerzen mit einem Zündkerzenschlüssel ermöglicht. Der Hauptzweck der Konstruktion liegt darin, zu gewährleisten, dass der elektrische Stromkreis bei hoher Spannung an der Zündkerze durch einen Funken geschlossen wird, der von der Mittelelektrode zur Masseelektrode springt.
Die Zündkerze spielt im Ottomotor eine wesentliche Rolle. Sie ist für die Entflammung des Luft-Kraftstoff-Gemisches verantwortlich. Die Güte dieser Entflammung beeinflusst viele Faktoren, die für den Fahrbetrieb und die Umwelt von enormer Bedeutung sind. Hierzu gehören etwa Laufruhe, Leistungsfähigkeit und Effizienz des Motors ebenso wie der Schadstoffausstoss. Bedenkt man, dass sie zwischen 500 und 3500 Mal pro Minute zünden muss, wird klar, wie groß der Beitrag einer modernen Zündkerzentechnik etwa zur Einhaltung aktueller Schadstoffnormen und zur Reduzierung des Kraftstoffverbrauchs ist.
Aufbau
Der Anschluss ist als SAE-Anschluss oder als 4 mm-Gewinde ausgeführt. An ihm wird das Zündkabel oder eine Stabzündspule aufgesteckt. In beiden Fällen muss von hier eine anliegende Hochspannung zum anderen Ende der Zündkerze transportiert werden. Der keramische Isolator hat zwei Aufgaben. Er dient im Wesentlichen zur Isolation, verhindert somit einen Überschlag der Hochspannung auf die Fahrzeugmasse (= minus) und leitet Verbrennungswärme an den Zylinderkopf ab. An der Außenseite des Isolators verhindern die wellenförmigen Kriechstrombarrieren den Abfluss der Spannung auf die Fahrzeugmasse. Sie verlängern den hierzu zurückzulegenden Weg und erhöhen so den elektrischen Widerstand. So ist gewährleistet, dass die Energie den Weg mit geringerem Widerstand nimmt - den Weg durch die Mittel-Elektrode.
Um die elektromagnetische Verträglichkeit (EMV) und damit den störungsfreien Betrieb der Bordelektronik sicherzustellen, kommt im Innern der Zündkerze eine Glasschmelze als Entstörwiderstand zum Einsatz. Die Mittel-Elektrode einer Standardzündkerze besteht meist aus einer Nickellegierung. Vom Ende dieser Elektrode muss der Funke zur Masse-Elektrode überspringen. Das Metallgehäuse ist mittels Gewinde fest mit dem Zylinderkopf verbunden und spielt hierdurch bei der Wärmeableitung eine wichtige Rolle, denn es leitet über diese Verbindung den größten Teil der Verbrennungswärme ab. Der Dichtring verhindert, dass selbst bei hohen Verbrennungsdrücken kein Verbrennungsgas an der Zündkerze vorbei austreten kann. So beugt er Druckverlusten vor. Darüber hinaus leitet er Wärme an den Zylinderkopf ab und gleicht das unterschiedliche Ausdehnungsverhalten von Zylinderkopf und Zündkerzengehäuse aus. Die inneren Dichtungen stellen eine gasdichte Verbindung zwischen Isolator und Metallgehäuse her und sorgen so für optimale Abdichtung. Die Masse-Elektrode einer Standard-Zündkerze ist aus einer Nickellegierung gefertigt. Sie stellt bei normaler Funktion den Gegenpol dar.
Temperatur und Wärmefluss
Individuell zugeschnitten auf die unterschiedlichen Motorkonstruktionen und Fahrbedingungen muss eine zeitgemäße Zündkerze sein. So kann es eine Zündkerze, die in allen Motoren problemlos funktioniert, nicht geben. Da die Temperaturentwicklung der jeweiligen Motoren im Brennraum unterschiedlich ist, braucht man Zündkerzen mit unterschiedlichen Wärmewerten. Ausgedrückt wird dieser Wärmewert durch die so genannte Wärmewertkennzahl. Diese Wärmewerte stellen eine auf Elektroden und Isolator gemessene, jeweils der Motorbelastung entsprechende, mittlere Temperatur dar.
Zündkerzen benötigen ein spezielles Temperaturfenster, um optimal arbeiten zu können. Die Untergrenze dieses Fensters liegt bei 450 °C Zündkerzentemperatur, der so genannten Selbstreinigungstemperatur. Ab dieser Temperaturschwelle werden angesammelte Rußpartikel auf der Isolatorspitze verbrannt. Liegt die Betriebstemperatur dauerhaft darunter, können sich elektrisch leitende Rußpartikel ablagern, bis die Zündspannung über die Rußschicht auf die Fahrzeugmasse abfließt, statt einen Funken zu bilden. Ab einer Zündkerzentemperatur von 850 °C erhitzt sich der Isolator so stark, dass es an seiner Oberfläche zu unkontrollierten Zündungen kommen kann, den Glühzündungen. Solche unkontrollierten, abnormalen Verbrennungen können zu Motorschäden führen.
Die Wärmeentwicklung variiert stark von Motor zu Motor. So laufen beispielsweise turbogeladene Aggregate wesentlich heißer als nicht aufgeladene Motoren. Daher gibt es für jeden Motor eine Zündkerze, die ein genau definiertes Maß an Wärme an den Zylinderkopf abgeben kann und gewährleistet, dass das optimale Temperaturfenster eingehalten wird. Auskunft über die Temperaturbelastbarkeit einer Zündkerze gibt der so genannte Wärmewert, dessen Kennzeichnung bei allen Zündkerzenherstellern unterschiedlich ist.
Die Wärmeableitung erfolgt zu annähernd 60 % über das Zündkerzengehäuse und Gewinde. Etwas weniger als 40 % gibt der Dichtring an den Zylinderkopf ab. Die wenigen, zu 100 % fehlenden Anteile fließen über die Mittelelektrode ab. Der Isolator nimmt die Hitze im Brennraum auf und führt sie ins Innere der Zündkerze. Überall dort, wo er Kontakt mit dem Gehäuse hat, wird Wärme abgegeben. Indem man diese Kontaktfläche also vergrößert oder verkleinert, kann man bestimmen, ob die Zündkerze mehr oder weniger Wärme über das Gehäuse abführt.
Bei Zündkerzen mit höherer Temperaturbelastbarkeit ist die Kontaktfläche größer. Bei Zündkerzen mit niedrigerer Temperaturbelastbarkeit ist sie kleiner.
Motor
Zündmodule
Für die Funktion eines Ottomotors ist es notwendig, dass zum Zünden des vom Kolben verdichteten Benzin- Luftgemisches, zum richtigen Zeitpunkt ein Zündfunke zwischen den Elektroden der Zündkerzen erzeugt wird. Dieser Zündfunke muss eine ausreichend hohe Energie haben. Um einen Funken zwischen den Elektroden der Zündkerze erzeugen zu können, werden je nach Erfordernis Spannungen zwischen ca. 28.000 Volt und ca. 35.000 Volt benötigt. Da die Fahrzeugbatterie bei einem PKW jedoch nur eine Spannung von 12 Volt hat, muss die erforderliche Hochspannung durch Transformieren erzeugt werden.Diese Funktion des Transformierens von 12V auf die erforderliche Hochspannung übernimmt im Fahrzeug eine Zündspule / ein Zündtransformator. Für die Steuerung dieses Vorgangs wird z. B. ein Zündmodul benötigt.
Die Funktion ist relativ einfach. Die Zündspule hat eine Primärwicklung (wenige Windungen) und eine Sekundärwicklung (sehr viele Windungen). Das Verhältnis der Windungen zwischen Primär- und Sekundärwicklung bestimmt die Höhe der am Ausgang entstehenden Hochspannung. Wird über einen Schalter die Primärwicklung der Zündspule auf die 12 V Batteriespannung des Fahrzeuges gelegt, fließt ein Strom durch die Primärwicklung, wodurch ein Magnetfeld in der Zündspule aufgebaut wird, das auch auf die Sekundärwicklung wirkt. Wird nun der Schalter wieder geöffnet, kann über die Primärwicklung kein Strom mehr fließen. Die Energie, die nun aber als Magnetfeld innerhalb der Zündspule gespeichert ist, sucht einen Ausgleich und erzeugt in der Sekundärwicklung eine Hochspannung die hoch genug ist, um die Luftbrücke zwischen den Elektroden der Zündkerze zu überwinden. Dadurch kann die Energie über die Zündkerze abfließen und erzeugt dabei einen Funken (der Funke entsteht also beim Öffnen des Schalters). Dieser Schalter war in älteren Fahrzeugen ein mechanischer Kontakt, der über eine „Nase“ auf der Nockenwelle betätigt wurde (Unterbrecherkontakt). Die Funktion dieses Unterbrecherkontaktes wurde später durch Zündmodule (Zündschaltgeräte) ersetzt. Innerhalb eines Zündmodules befindet sich u. a. ein Transistor, der die Funktion des Schalters übernimmt. Dieser Transistor ersetzt also den Schalter > er schaltet den Strom durch die Primärwicklung ebenso ein und aus, nur schneller/exakter. Die Vorteile liegen auf der Hand: Kein mechanischer Verschleiß oder Kontaktprobleme bei Feuchtigkeit und eine genauere Steuerung der Zündzeitpunkte. Außerdem haben die meisten Zündmodule eine automatische Strombegrenzung, die verhindert, dass die Zündspule überlastet und dadurch zerstört wird. Der Zeitpunkt, wann die Schaltvorgänge stattfinden sollen, wird natürlich auch beim Einsatz eines Zündmoduls weiterhin von den Vorgängen im Motor, genauer gesagt von der Stellung der Kolben innerhalb der Zylinder, bestimmt. Hierfür benötigt das Zündmodul ein Steuersignal, das von einem Sensor geliefert wird.
Es gibt unterschiedliche Sensoren:
Induktiver Sensor (pick up):
In diesem Sensor befindet sich eine kleine Spule, an der ein Dauermagnet (durch die Drehbewegung der Nockenwelle) vorbeigeführt wird. Dadurch wird in der Spule ein elektrischer Impuls erzeugt, der an das Zündmodul weitergeleitet wird und dieses steuert.
Hall Sensor:
Dieser Sensor beinhaltet einen elektronischen Schalter, der auf Magnetfelder reagiert. Bei diesem Sensor ist ein Dauermagnet an einer festen Position zum Sensor montiert.
Zwischen Sensor und Dauermagnet rotiert eine Schlitzscheibe aus Eisen. Die Schlitzscheibe lässt das Magnetfeld des Dauermagneten entweder bis zum Sensor durch oder sperrt es. Dadurch entsteht am Sensor ein exaktes Rechtecksignal, mit dem das Zündmodul angesteuert wird. Die zeitlichen Abläufe lassen sich mit einem Hall Sensor wesentlich genauer steuern als mit einem „Pick up“.
Zündwinkel / Zündzeitpunktverstellung
Für den Aufbau der magnetischen Energie innerhalb der Zündspule wird eine gewisse Zeit benötigt. Deshalb muss der Zeitpunkt für das Einschalten des Primärstromes, an die sich verändernde Drehzahl des Motors, angepasst werden. Diese Funktion wurde früher mit einem Fliehkraftregler realisiert. Bei Fahrzeugen mit Zündmodul übernimmt diese Zeitverstellung das Zündmodul. Bei neueren Fahrzeugen wird die Berechnung des Zündzeitpunktes durch das Motorsteuergerät durchgeführt. In diesem Fall ist das Zündmodul von der Funktion her nur noch ein einfacher Schalter ohne Zeitsteuerung (Endstufe). Bei einigen Fahrzeugtypen wird auch die Schaltfunktion ebenfalls im Motorsteuergerät untergebracht. Somit gibt es kein externes Zündmodul mehr im Fahrzeug, sondern die Zündspule hat eine direkte Verbindung zum Motorsteuergerät.
Zündmodule haben je nach Fahrzeughersteller unterschiedliche Gehäuse und sind an unterschiedlichen Stellen im Motorraum verbaut: z.B. auf dem Chassis aufgeschraubt, im Zündverteiler integriert, außen am Zündverteiler angeschraubt oder aber sie bilden mit der Zündspule zusammen eine Einheit.
Motor
Zündspule
Die Zündspule hat die Aufgabe, die vorhandene niedrige Batteriespannung des Fahrzeuges auf die erforderliche hohe Zündspannung zu transformieren – und die in ihr gespeicherte Energie an die Zündkerze abzugeben. Bei Zündspulen mit Zündverteiler gelangt die erzeugte Hochspannung von der Zündspule in den Zündverteiler. Der Zündverteiler verteilt diese Hochspannung an die entsprechenden Zündkerzen. Dies trifft auf Einzelfunkenzündspulen und Becherzündspulen zu. Im Zuge der vollelektronischen Zündung werden Zündspulen ohne Zündverteiler direkt vom entsprechenden Steuergerät angesteuert. Dies trifft auf Kerzenschachtzündspulen, Steckerzündspulen, Zündspulenleisten und Blockspulen zu.
Konventionelle Spulenzündung SZ-ROV (rotierende Hochspannungsverteilung)
Die Verteilung der Hochspannung an die jeweilige Zündkerze wird durch einen rotierenden Verteilerfinger vorgenommen, der sich im Zündverteiler befindet. Der für die Umsetzung der ROV erforderliche Zündverteiler besteht aus zahlreichen Bauteilen, unter anderem aus einem mechanisch betätigten und dadurch verschleißintensiven Unterbrecherkontakt. Bedingt durch die Mechanik (und der damit verbundenen Trägheit) ist die Kapazität der Schaltvorgänge begrenzt – und die Schaltzeitpunkte können nicht immer exakt eingehalten werden.
Transistorzündung TZ-ROV (rotierende Hochspannungsverteilung)
Mit dem Einzug der kontaktgesteuerten Transistor-Zündung wird zunächst die Verschleißanfälligkeit des mechanischen Unterbrecherkontaktes deutlich reduziert. Später dann wird der Unterbrecherkontakt durch ein Transistorschaltgerät ersetzt. Die Ansteuerung des Transistorschaltgerätes erfolgt nun in der Regel durch einen Hall- oder Induktionsgeber, der sich im Zündverteiler befindet.
Elektronische Zündung EZ-ROV
Die Hochspannungsverteilung erfolgt noch mechanisch. Die mechanische Zündwinkelverstellung ist jedoch bereits ersetzt, sodass keine Unterdruckdose mehr am Zündverteiler benötigt wird. Die erforderlichen Parameter wie Drehzahl und Last werden bereits elektronisch erfasst und mit einem abgelegten Zündwinkelkennfeld verglichen. Die Ansteuerung der Zündspule erfolgt durch ein Zündungssteuergerät.
Vollelektronische Zündung VZ-RUV
Es ist kein Zündverteiler mehr erforderlich. Die Spannungsverteilung erfolgt auf elektronischem Wege in einem Zündungssteuergerät („ruhende Hochspannungsverteilung“).
Becherzündspulen
Becherzündspulen kommen vor allem bei älteren Fahrzeugmodellen zum Einsatz. Diese bieten durch die trockene und damit auslaufsichere Isolierung zwischen Spulenwicklung und Bechergehäuse deutlich mehr Sicherheit. Die von Billiganbietern gefertigten Becherzündspulen sind oftmals mit Öl gefüllt – das bei einem Defekt oder Unfall auslaufen und zu einem Fahrzeugbrand führen kann.
Verteilerzündspulen
Verteilerzündspulen sind mit einem Hochspannungsdom versehen, der durch ein Hochspannungskabel mit dem Zündverteiler verbunden ist. Sie kommen hauptsächlich in Fahrzeugen mit rotierender Hochspannungsverteilung zur Anwendung.
Blockzündspulen
In einer Blockzündspule sind mehrere Zündspulen zusammengefasst und steuern mehrere Zündkerzen über Zündleitungen an. Blockzündspulen gibt es mit und ohne integrierter Endstufe und in Einzel- oder Doppelfunkentechnik.
Kerzenschacht-/Steckerzündspulen
Kerzenschacht- oder Steckerzündspulen (mit Einzel-und Doppelfunkentechnik) werden direkt auf die Zündkerze aufgesteckt. Dadurch kann die Zündenergie praktisch ohne Leistungsverluste direkt an die Zündkerze übertragen werden. Weiterer Vorteil: Der bereits vorhandene Zündkerzenschacht kann, je nach Bauform als Montageraum für die Zündspule genutzt werden. Kerzenschacht- und Steckerzündspulen werden in Fahrzeugen mit vollelektronischer Zündung eingesetzt, z. B. von BMW, Fiat, Mercedes-Benz, Porsche, Renault oder VW.
ZündspulenleistenIn einer Zündspulenleiste sind mehrere Einzelzündspulen zusammengefasst. Diese werden direkt auf die Zündkerzen gesteckt. Zur frühzeitigen Erkennung von Fehlzündungen, klopfender Verbrennung und Zündaussetzern können die Spulen außerdem mit einer integrierten Ionenstrommessung ausgestattet sein, die die optimale Gemischverbrennung überwacht. Die Zündspulen werden z.B. von VW, Opel, Peugoet, Citreon und Skoda verbaut.
Motor
Zündkabel
Die Zündleitungen sind dafür verantwortlich, die benötigte Spannung (U) möglichst verlustfrei zur Zündkerze zu leiten. Dies geschieht - je nach Bauart des Fahrzeugs - unter Verwendung:
– eines mechanischen Zündverteilers und Verteilerkappe,
– eines vollelektronischen Zündmoduls,
– einer vollelektronischen Semi-Direkt-Zündung bzw. Doppelfunkenzündspule.
Da die Zündspannung (U) sich im Hochspannungsbereich mit bis zu 36.000 Volt befindet, müssen die Zündleitungen entsprechend durchschlagssicher sein. Die Zündspannung darf die Ummantelung in keinem Fall durchdringen und auf die Fahrzeugmasse abfließen - sonst kommt es zu Zündaussetzern. Bei allen Zündleitungssystemen werden Widerstände verwendet, obwohl grundsätzlich eine verlustarme Übertragung angestrebt wird. Ein Ausblick in die Elektrotechnik macht deutlich, dass darin kein Widerspruch liegen muss. Alle elektrisch betriebenen Geräte erzeugen mehr oder minder starke elektromagnetische Felder. Diese sind in den meisten Fällen zwar unbedenklich, können unter Umständen aber unerwünscht (z. B. Störung des Rundfunkempfangs) sein. Die Zündanlage erfordert eine optimale Nahentstörung, um den Betrieb von Radios, Kommunikationselektronik, Motor- oder Getriebesteuergeräten störungsfrei zu gewährleisten. Die Annahme, dass Widerstände die Zündenergie und damit die Motorleistung reduzieren, erweist sich als Irrtum. Die verwendeten Widerstände sind so dimensioniert, dass sie vernachlässigt werden können. Die von Markenherstellern angebotenen Zündleitungssysteme bieten beste Entstörung bei optimaler Zündleistung. Die Einheit zur Messung des Widerstands (R) ist Ohm. Bei Zündleitungen liegt dieser Wert im Bereich einiger tausend Ohm oder "Kiloohm". Zweck dieses Widerstands ist es, wie bereits beschrieben, die störende elektromagnetische Strahlung zu verringern. Das wird dadurch erreicht, dass der Strom (I) durch die Zündleitung begrenzt wird, und gleichzeitig dafür gesorgt wird, dass die Zündkerze weiterhin die benötigte Spannung (U) erhält. Die mathematische Formel dafür lautet U = R * I
Vereinfacht kann man sich die Nahentstörung so vorstellen: Die Zündanlage besteht aus einer Spule und Kondensatoren, elektrotechnisch auch "Schwingkreis" genannt. In den Zündkreis integrierte Entstörwiderstände (meistens 1-5 kOhm) reduzieren diese elektromagnetischen Schwingungen und sorgen für das störungsfreie Zusammenwirken der unterschiedlichen Geräte. Dies wird als "elektromagnetische Verträglichkeit" (EMV) bezeichnet. Eine Besonderheit weisen Zündleitungen mit induktivem Blindwiderstand auf: bei dieser Ausführung ändert sich der Widerstand abhängig von der Zündfrequenz (Motordrehzahl). Hier baut sich, bedingt durch die Drahtspule, bei höheren Drehzahlen ein größerer (induktiver) Widerstand auf. Wo Strom fließt, bilden sich elektromagnetische Felder, wie man sie von Mobiltelefonen und Radiowellen kennt. Solche elektromagnetischen Felder entstehen auch bei der Zündung. Ihre Intensität nimmt zum Zeitpunkt eines jeden "Funkenabrisses" an den Mittelelektroden der Zündkerze erheblich zu - es kommt zu starken Spannungsspitzen entlang der Zündleitung. Da zu starke elektromagnetische Felder Störungen in elektronischen Geräten hervorrufen können - z. B. bei Radios, dem ABS, Motor- oder Getriebe-Steuergeräten - müssen sie innerhalb eines nicht schädlichen Bereichs gehalten werden. Hierzu verfügen Zündleitungen über elektrische Widerstände. Diese begrenzen die Spannungsspitzen beim Funkenabriss und bei der Entladung der Zündspule. Dabei wird die Energie aus anliegender Spannung und Stromstärke in ein anderes Energie-Zeitverhältnis gesetzt.
Motor
Motoren-Dichtungstechnik
Dichtungen sind hoch technische und komplexe Motorenbauteile, die in modernen Verbrennungsmotoren und Aggregaten (Getriebe, Achsen, etc.) in vielen Varianten und Werkstoffen eingesetzt sind. Als Schlüsselkomponenten tragen Dichtungen zu einem effizienten, sicheren und wirtschaftlichen Motorbetrieb bei. Sie sind hauptsächlich dafür da, die verschiedenen Medien Brenngas, Wasser und Öl im Motor voneinander und nach außen abzudichten. Als Kraftübertragungsglied zwischen Kurbelgehäuse und Zylinderkopf haben z.B. Zylinderkopfdichtungen einen erheblichen Einfluss auf die Kraftverteilung innerhalb des gesamten Verspannungs¬systems und die dadurch verursachten Bauteilverformungen. Die modernen Hochleistungs-Dichtungssysteme arbeiten sehr zuverlässig. Mit hohem Entwicklungsaufwand werden Produktlösungen geschaffen, die eine sichere Funktion auch unter kritischen Randbedingungen, wie z.B. aggressiven Medien, hohen Drücken und Temperaturen, ein Autoleben lang sicherstellen. Üblicherweise wird man auf die meist unscheinbaren Konstruktionselemente der Motoren-Dichtungstechnik erst aufmerksam, wenn sie versagen. In diesen Fällen ist jedoch meist nicht ein Dichtungsdefekt der Grund sondern ein Schaden im Umfeld, der z.B. zur Überhitzung des Motors führt und dadurch den Defekt an der Dichtung erst auslöst. Je nach Belastung des Motors kann das schlagartig oder aber auch erst nach einer gewissen Zeit erfolgen.
Motor
Kettentrieb
Die Steuerkette hat ihre Funktion im Ventiltrieb von Verbrennungsmotoren. Sie verbindet die Kurbelwelle mit der Nockenwelle. Schon seit Beginn des 20. Jahrhunderts ist die Steuerkette standardmäßig in Motoren verbaut. Seit den 1980er Jahren hat sich zunehmend der Riementrieb durchgesetzt. Bestimmte Hersteller wie Mercedes und BMW setzen traditionell weiter auf den Kettentrieb. Bei Pkw-Motoren treiben Steuerketten über Kurbelwellen die Nockenwellen im Zylinderkopf an. Nach längerem Betrieb müssen sie neu gespannt werden, daher werden sie werksseitig bereits vorgelängt. Es gibt einfache (Simplex-) und doppelte (Duplex-) Rollenketten sowie invertierte Zahnketten. Mit Ketten können große Abstände zwischen Bauteilen überbrückt werden und sie machen große Kraftübertragungen möglich. Nachteile sind in der höheren Geräuschentwicklung zu sehen (was durch Gleitschienen und Kettenspanner gemildert wird) sowie im Kettengewicht und in der verhältnismäßig langen Austauschdauer.
Typische Verschleißteile des Kettentriebes, deren Qualität und Verarbeitung entscheidend für die Sicherheit sind, sind Steuerketten, Gleit- und Spannschienen, Kettenspanner und Kettenräder.
Motor
Zahnriemen
Der Zahnriemen steuert den präzisen Verbrennungsvorgang im Motor. Er wird von der Kurbelwelle angetrieben und steuert die Nockenwelle, welche die Ventile betätigt. Diese müssen im richtigen Moment geöffnet und wieder geschlossen werden. Über die Ventile erfolgt die Versorgung des Brennraums mit dem Luft-Kraftstoffgemisch, durch dessen Verbrennung die Kolben des Motors angetrieben werden. Da sich die Kolben im Motor auf und ab bewegen, muss das korrekte Ansteuern der Ventile gewährleistet sein, um eine Kollision von Kolben und Ventilen im engen Brennraum zu verhindern. Ferner können Zahnriemen für den Antrieb von Einspritzpumpen und Ausgleichswellen oder auch Wasserpumpen eingesetzt werden. Neben Zahnriemen finden auch Steuerketten Verwendung in PKW-Motoren, seltener Stirnräder oder Königswellen. Im Gegensatz zu Keil- und Keilrippenriemen übertragen Zahnriemen die Kraft über ihre Zähne, das heißt es handelt sich um formschlüssige Antriebselemente.
Motor
Keilriemen
Der Keilriemen dient als Treibriemen. Er verbindet Keilriemenscheiben miteinander und überträgt somit Kraft vom Motor auf Nebenaggregate wie bspw. den Generator, die Hydraulikpumpe der Servolenkung, den Klimaanlagenkompressor, den Lüfter und die Wasserpumpe. In einem Motor werden durch die Verbrennung des Luft-Kraftstoffgemisches Kolben angetrieben, deren geradlinige Bewegung über Pleuel in eine rotierende Bewegung der Kurbelwelle umgesetzt wird. Der Keilriemen nutzt die Kraft dieser Drehbewegung (Drehmoment) der Kurbelwelle und treibt über Keilriemenscheiben zusätzliche Aggregate an. Er sorgt somit für die korrekte Funktion des Motors und einen angenehmen Fahrkomfort. Ein Keilriemen kann ein bis zwei Zusatzaggregate antreiben.
Motor
Keilrippenriemen
Der Keilrippenriemen stellt eine Weiterentwicklung des Keilriemens dar und arbeitet nach dem gleichen Prinzip: Er dient als Treibriemen, verbindet Keilrippenriemenscheiben miteinander und überträgt somit Kraft vom Motor auf Nebenaggregate wie bspw. den Generator, die Hydraulikpumpe der Servolenkung, den Klimaanlagenkompressor, den Lüfter und die Wasserpumpe. In einem Motor werden durch die Verbrennung des Luft-Kraftstoffgemisches Kolben angetrieben, deren geradlinige Bewegung über Pleuel in eine rotierende Bewegung der Kurbelwelle umgesetzt wird. Der Keilrippenriemen nutzt die Kraft dieser Drehbewegung (Drehmoment) der Kurbelwelle und treibt über Riemenscheiben zusätzliche Aggregate an. Er sorgt somit für die korrekte Funktion des Motors und einen angenehmen Fahrkomfort. Der Vorteil des Keilrippenriemens liegt darin, dass er das Drehmoment des Motors auf mehrere Aggregate gleichzeitig übertragen kann.
Motor
Riementriebkomponenten
Die Nockenwelle kann entweder über Steuerketten oder über Zahnriemen angetrieben werden. Zum Riementrieb zählen die Komponenten Zahnriemen, Riemenspanner, Spann- und Umlenkrollen sowie Riemenscheiben. Der Zahnriemen besteht aus Synthesekautschukmischungen und eingebetteten Glascordzugsträngen. Die Kraftübertragung erfolgt ohne Schlupf über seine Zähne. Es haben sich unterschiedliche Zahnformen etabliert.
Von Riementriebkomponenten werden in jedem Fahrzeug Höchstleistungen gefordert. Nur der optimale Lauf der Riementriebkomponenten gewährleistet den einwandfreien Betrieb der Nebenaggregate. Neben Zahnriemen gibt es Keil- bzw. Keilrippenriemen, die Nebenaggregate wie Lüfter, Generatoren, Kompressoren oder Hydraulikpumpen antreiben. Durch die zu übertragenden Drehmomente, dynamische Belastungen und wechselnde Temperaturen werden Keilrippenriemen stark beansprucht.
Motor
Steuertrieb
Der Steuertrieb ist für die Steuerung der Ventile zuständig und kann über einen Zahnriemen, eine Steuerkette oder Stirnräder erfolgen. Diese Varianten der Steuerung übertragen die Drehbewegung der Kurbelwelle auf die Nockenwelle
im Verhältnis 2:1. Somit steuert er das zeitlich aufeinander abgestimmte Zusammenspiel (Steuerzeiten) zwischen Kolbenbewegung und Ventilsteuerung.
Im Steuertrieb mittels Zahnriemen werden Spann- und Umlenkrollen benötigt. Die Spannrollen sorgen für eine konstante Spannung des Zahnriemens und übertragen die Kraft vom Zahnriemenspanner auf den Zahnriemen. Umlenkrollen verändern den Verlauf des Zahnriemens entsprechend der Anordnung der anzutreibenden Wellen und dienen oft auch als Beruhigungsrollen, um ein Flattern des Zahnriemens zu verhindern.
Motor
Aggregatetrieb
Im Aggregatetrieb werden Nebenaggregate wie der Generator, die Lenkhilfepumpe, die Wasserpumpe oder der Klimakompressor von Keil- bzw. Keilrippenriemen angetrieben. Durch den gestiegenen Komfortanspruch an die heutigen Kraftfahrzeuge hat immer mehr Elektronik Einzug in moderne Fahrzeuge gehalten. Ein Keilriemen reicht dadurch oftmals nicht mehr aus, um die stärkeren Generatoren und weitere Nebenaggregate wie Klimakompressor oder Lenkhilfepumpe, anzutreiben. Hier kommt der Keilrippenriemen zum Einsatz, mit dem kleinere Umschlingungsradien und damit größere Übersetzungsverhältnisse möglich sind. Auf engstem Raum angeordnete Nebenaggregate lassen sich durch die Vorder- und Rückseite des Keilrippenriemens antreiben.
Die Spannrollen im Aggregatetrieb sorgen für eine konstante Spannung des Riemens und übertragen die Kraft vom Riemenspanner auf den Riemen. Umlenkrollen verändern den Verlauf des Riemens entsprechend der vorhandenen Nebenaggregate und dienen oft auch als Beruhigungsrollen, um ein Flattern des Riemens zu verhindern.
Motor
Freilauf-Riemenscheiben
Der Generatorfreilauf befindet sich im Aggregatetrieb und ist auf der Antriebswelle des Generators verbaut. Er entkoppelt den Generator von den Schwingungen der Kurbelwelle und führt dadurch zur Beruhigung des Riementriebes. Aufgrund dessen verringert der Generatorenfreilauf das Geräuschverhalten im Riementrieb und verlängert die Lebensdauer des Riemens.
Motor
Spann- und Umlenkrollen
Spann- und Umlenkrollen stellen innerhalb des Riementriebs (Steuer- und Nebentrieb) die für den optimalen Betrieb erforderliche Riemenspannung sicher.
Motor
Motorsteuerung
Der Motor ist das eigentliche Herzstück des Autos. Autos haben entweder Otto-Motoren, die mit Benzin funktionieren, oder Dieselmotoren. Das Kernstück des Dieselmotors besteht aus dem Zylinderblock in dem je nach Bauart zwei, drei, vier, fünf, sechs oder mehr Zylinder sitzen. In diesen Zylindern bewegt sich der so genannte Kolben.
Am Kopf des Zylinders ist die Einspritzdüse angebracht, durch die der Diesel-Kraftstoff mit hohem Druck in den Verbrennungsraum gespritzt wird. Ebenso sitzen am Zylinderkopf zwei Ventile, das Einlassventil und das Auslassventil. Bewegt sich der Kolben im Zylinder nach unten, so kommt Luft durch das Einlassventil in den Zylinder. Kommt nun der Diesel-Kraftstoff durch die Einspritzdüse in den Zylinder, so entzündet er sich bei diesen hohen Temperaturen sofort und explodiert. Der Kolben saust nach unten. Das verbrannte Luft- Dieselgemisch, die Abgase, müssen natürlich aus dem Zylinder verschwinden, damit wieder frische Luft hinein kann. Als Motorsteuerung bezeichnet man die Regelung des Zustroms von Frischgas und die Abfuhr von Altgas, sodass in den einzelnen Betriebszuständen bestimmte Abgas-, Verbrauchs- und Drehmomentanforderungen präzise erfüllt sind.
Dies geschieht beim Otto-Motor durch das Öffnen und Schließen der Ein- und Auslassventile bei Viertaktmotoren, durch eine oder zwei oben liegende Nockenwellen. Der Otto-Motor unterscheidet sich von dem Diesel-Motor dadurch, dass das Benzin durch einen elektrischen Funken entzündet wird. Dieser Funken wird von der Zündkerze erzeugt. Da die Entzündung des Kraftstoffes von außen erfolgt, muss auch kein hoher Druck im Zylinder aufgebaut werden. Der Dieselmotor kommt ohne diese Zündhilfe aus und der Kraftstoff entzündet sich von selbst. Deshalb bezeichnet man den Dieselmotor auch als Selbstzünder.
In der Motorsteuerung unterscheidet man grundsätzlich zwischen Steuerketten- und Zahnriemenantrieb. Typische Verschleißteile der Baugruppe Motorsteuerung sind Nockenwellen, Ölpumpen, Riementriebkomponenten oder Ventile.
Sicherheitszubehör
Hörner
Hörner und Fanfaren dienen zur Alarmierung bei drohenden Gefahrensituationen oder als Hinweis auf die Position und Bewegungsrichtung eines Fahrzeuges. Es gibt Normaltonhörner, Starktonhörner und elektropneumatischen Fanfaren, sowie Druckluft- und Kompressorfanfaren.
Motor
(Abgas-) Turbolader
Bei der Abgasturboaufladung wird ein Teil der an sich verlorenen Abgasenergie zum Antrieb einer Turbine genutzt.
Auf der Welle der Turbine sitzt auch ein Verdichter, der die Verbrennungsluft ansaugt und sie dem Motor verdichtet zuführt. Eine mechanische Kopplung mit dem Motor besteht nicht. Der Turbomotor hat gegenüber einem gleich starken Saugmotor einen geringeren Verbrauch, weil ein sonst nicht genutzter Teil der Abgasenergie zur Leistung des Motors beiträgt. Die Reibungs- und Wärmeverluste des hubraumkleineren Turbomotors sind geringer.
Ein Abgasturbolader besteht aus einem Verdichter und einer Turbine, die durch eine gemeinsame Welle miteinander verbunden sind. Die Turbine liefert, angetrieben von den Abgasen des Motors, die Antriebsenergie für den Verdichter.
Für Turbolader werden in den meisten Fällen Radialverdichter und Zentripetalturbinen eingesetzt. Die Verdichter der meisten Turbolader sind Radialverdichter.
Dieser Verdichtertyp besteht aus drei wichtigen Bestandteilen: dem Verdichterrad, dem Diffusor und dem Spiralgehäuse. Durch die Drehzahl des Rades wird Luft axial angesaugt und im Rad auf hohe Geschwindigkeiten beschleunigt. Die Luft verlässt das Verdichterrad in radialer Richtung. Im Diffusor wird die Geschwindigkeit der Luft weitgehend verlustfrei verringert. Die Folge davon ist, dass Druck und Temperatur ansteigen. Der Diffusor wird aus der Verdichterrückwand
und einem Teil des Spiralgehäuses gebildet. Im Spiralgehäuse wird die Luft gesammelt und die Geschwindigkeit bis zum Verdichteraustritt weiterhin reduziert.
In Pkw- sowie in Nutzfahrzeug- und Industriemotoren sind ausschließlich Radialturbinen zu finden. Eine solche Radial- oder auch Zentripetalturbine wandelt den Druck des Abgases innerhalb des Spiralgehäuses in kinetische Energie um und führt das Abgas über dem Radumfang mit konstanter Geschwindigkeit dem Turbinenrad zu. Bei Abgasturboladern ist es gelungen, diese Umsetzung in leitringlosen Turbinengehäusen zu realisieren. Dadurch verbessert sich das Durchflussverhalten der Turbine, zugleich verringert sich der Wirkungsgrad geringfügig.
Die Umsetzung von kinetischer Energie in Rotationsenergie der Welle erfolgt im Turbinenrad. Das Rad ist so ausgelegt, dass am Radaustritt nahezu die gesamte kinetische Energie umgesetzt ist. Die einfachste Form der Ladedruckregelung ist der turbinenseitige Bypass. Die Turbine wird dabei so klein gewählt, dass die Anforderungen an das Drehmomentverhalten bei niedrigen Drehzahlen erfüllt werden und eine gute Fahrbarkeit des Motors erreicht wird. Bei einer solchen Auslegung wird der Turbine kurz vor Erreichen des maximalen Drehmomentes mehr Abgas zugeführt, als für die Erzeugung des Ladedruckes notwendig ist. Deshalb wird nach dem Erreichen des erforderlichen Ladedruckes ein Teil der Abgasmenge durch einen Bypass hindurch um die Turbine herum geleitet. Die Ladedruckregelklappe, die den Bypass öffnet und schließt, wird in Abhängigkeit vom Ladedruck durch eine federbelastete Membrane angesteuert. Die verstellbare Turbinengeometrie ermöglicht es, den Strömungsquerschnitt der Turbine in Abhängigkeit des Motorbetriebspunktes zu verstellen. Dadurch wird die gesamte Abgasenergie genutzt und der Strömungsquerschnitt der Turbine kann für jeden Betriebspunkt optimal eingestellt werden, sodass gegenüber der Bypassregelung der Wirkungsgrad des Turboladers und damit der des Motors verbessert wird.
Die verstellbare Turbinengeometrie (VTG) mit drehbaren Leitschaufeln ist heute bei modernen Pkw-Dieselmotoren Stand der Technik. Die ständige Anpassung des Turbinenquerschnittes an den Fahrzustand des Motors bewirkt eine Verminderung des Verbrauches und der Emissionen. Das bereits bei niedrigen Drehzahlen hohe Drehmoment des Motors und eine sorgfältig abgestimmte Regelstrategie bewirken eine spürbare Verbesserung des dynamischen Fahrverhaltens.
Motor
Abgasrückführung
Übersicht
Die Abgasrückführung (AGR) ist eine bewährte und erprobte Methode zur Schadstoffreduzierung:
Hinter den Zylindern wird Abgas entnommen und der Ansaugluft wieder zugemischt. Dadurch wird der Sauerstoffanteil im Kraftstoff-Luft-Gemisch verringert und so die Verbrennungstemperatur in den Zylindern abgesenkt. Da schädliche Stickoxide (NOx) vorwiegend bei hohen Temperaturen und Drücken entstehen, können so die NOx-Konzentrationen, die in die Umwelt abgegeben werden, um bis zu 50% reduziert werden.
Bei Dieselmotoren wird außerdem die Bildung von Rußpartikeln um ca. 10% gesenkt.
AGR-Ventil
Das AGR-Ventil dosiert die Menge des zurückgeführten Abgases. Es ist entweder am Abgaskrümmer oder am Ansaugtrakt angebaut, oder es sitzt in einer hitzebeständigen Abgasleitungen, die den Abgaskrümmer mit dem Ansaugtrakt verbindet.
Pneumatische AGR-Ventile werden mittels Unterdruck über elektromagnetische Ventile betätigt:
Der Unterdruck zur Ansteuerung wird aus dem Saugrohr abgegriffen oder durch eine Vakuumpumpe erzeugt.
Elektrische oder elektromotorische AGR-Ventile werden direkt vom Steuergerät angesteuert und benötigen keinen Unterdruck und kein Magnetventil. AGR-Ventile in Dieselfahrzeugen haben aufgrund der hohen Rückführraten große Öffnungsquerschnitte. Bei AGR-Ventilen im Ottomotor sind die Querschnitte deutlich kleiner. AGR-Ventile in Dieselfahrzeugen haben aufgrund der hohen Rückführraten große Öffnungsquerschnitte.
Regelklappe (Diesel)
Da bei Dieselfahrzeugen die Druckdifferenz zwischen Abgas- und Saugseite für die hohen Abgasrückführraten nicht ausreicht, werden "Regelklappen" im Saugrohr eingesetzt, um den nötigen Unterdruck zu erzeugen.
Elektroumschaltventil (EUV)
Bei einfachen Systemen mit einem Elektroumschaltventil (EUV) hat das AGR-Ventil lediglich eine Auf-Zu-Funktion.
Der Unterdruck zur Ansteuerung wird aus dem Saugrohr abgegriffen oder durch eine Vakuumpumpe erzeugt.
Elektropneumatischer Wandler (EPW)
Bei Systemen mit einem elektropneumatischen Wandler (EPW) kann das AGR-Ventil stufenlos verstellt werden.
Der Unterdruck zur Ansteuerung wird aus dem Saugrohr abgegriffen, oder durch eine Vakuumpumpe erzeugt.
Sicherheitszubehör
Wischblätter
Die Wischblätter am Fahrzeug haben die Aufgabe, die gesetzliche Forderung nach stets ausreichender Rundumsicht zu erfüllen und so die Fahrsicherheit bei den verschiedenen Fahrsituationen zu gewährleisten. Daraus ergeben sich folgende Anforderungen an die Wischblätter:
– Sie müssen die Frontscheibe von Regen, Schnee und Schmutz reinigen. Dabei muss das Wischfeld eine bestimmte, gesetzlich vorgeschriebene Größe haben, um eine ausreichende Sicht bis zum Fahrbahnrand auf Verkehrszeichen und Ampelanlagen zu gewährleisten.
– Die Wischqualität muss sicherstellen, dass Streulicht und die damit verbundene Blendwirkung durch entgegenkommende Fahrzeuge möglichst vermieden wird.
Das sind sehr hohe Anforderungen wenn man bedenkt, dass das Wischblatt neben der mechanischen Beanspruchung auch extremsten Umwelteinflüssen wie Hitze, Kälte, Chemikalien und Salznebel ausgesetzt ist. Deshalb können hier nur qualitativ hochwertige Markenprodukte für dauerhaft gute Wischergebnisse und langfristige Sicherheit sorgen.
Der aktuelle Entwicklungstrend geht eindeutig zum gelenkfreien Wischblatt. Die Verteilung der Auflagekraft auf den Wischgummi übernehmen hier nicht mehr die Krallen der Wischblattbügel, sondern zwei speziell auf die Scheibe abgestimmte, vorgebogene Federschienen. Sie bewirken einen noch gleichmäßigeren Anpressdruck der Wischlippe gegen die Scheibe. Dies mindert einerseits den Verschleiß der Wischlippe und erhöht die Wischqualität.
Mit dem Wegfall des Bügelsystems tritt außerdem kein Gelenkverschleiß mehr auf und es sind wesentlich geringere Bauhöhen realisierbar. Überdies wird das Wischblatt durch den Verzicht auf die Metallbügel besser gegen Vereisen geschützt und somit eine optimale Wintereignung erreicht. Viele Hersteller bieten bei für die Befestigung der Wischblätter einen Universaladapter an, der bis zu vier verschiedene Original-Adapter ersetzt.
Wichtigstes Element der Wischeranlage ist der Wischgummi. Seine Mikro-Doppelkante berührt mit einer Breite von nur 0,01…0,015mm die Scheibe. Der Wischer ist so aufgebaut, dass sie im gesamten Wischfeld unter etwas 45° über die Scheibe gezogen wird. Spezielle Wischer mit einem Zwei-Komponenten-Wischgummi aus synthetischem Kautschuk bestehen aus einer besonders harten, abriebfesten Wischlippe, die in einen extraweichen Wischrücken übergeht. Der weiche Rücken sorgt bei jeder Temperatur für optimales Umlegeverhalten und ruhigen Lauf.
Motor
Glühzeitrelais
Dieselmotoren werden als „Selbstzünder“ bezeichnet. Das Luft / Diesel–Gemisch wird durch den Kolben derart hoch verdichtet, dass alleine durch die Kompression eine hohe Temperatur entsteht und diese dann das Gemisch entzündet und zur Explosion bringt. Dieser Vorgang läuft jedoch nur bei einem heißen Motor problemlos ab. Bei kalten Temperaturen ist das Luft / Diesel-Gemisch nicht so zündfreudig und es braucht eine Unterstützung.
Als Zündhilfe werden daher in Dieselmotoren Glühkerzen (je Zylinder 1 x) verbaut. Vor dem Starten des Motors wird im Brennraum des Zylinders durch die Glühkerze die Temperatur erhöht und das Luft / Diesel –Gemisch durch die hohe Temperatur an ihrer glühenden Spitze (bis zu 1000° C) sicher zum Explodieren gebracht.
Die Zeiten für das „Vorglühen“ sind je nach verwendeter Glühkerze unterschiedlich. Es gibt Schnellglühkerzen, die nur eine Vorglühzeit von wenigen Sekunden benötigen, aber auch Glühkerzen, die bei niedrigen Umgebungstemperaturen 15 Sekunden vorgeglüht werden müssen. Das Ein- und Ausschalten des Stromes für die Glühkerze und die erforderliche Zeitsteuerung übernimmt das Glühzeitrelais.
Das Glühzeitrelais (Steuergerät, Glühzeit) hat zunächst einmal die Funktion, den Strom für die Glühkerzen ein- und auszuschalten. Glühkerzen benötigen, wenn sie bereits heiß sind, einen Strom von ca. 10 Ampere. In der Einschaltphase (bei kalter Glühwendel) ist der Strom jedoch wesentlich höher. Die dafür erforderlichen Schalter innerhalb der Glühzeitrelais sind Leistungsrelais. Bei einem 4-Zylinder Motor müssen diese Relais- Ströme bis zu 80 Ampere schalten können. Bei 6 oder 8-Zylinder Motoren entsprechend mehr. Oft werden deshalb die anzusteuernden Glühkerzen auf zwei Stromzweige aufgeteilt und innerhalb des Glühzeitrelais befinden sich dann (bei 6 / 8Zylindern) zwei Leistungsrelais.
Eine weitere Funktion ist die Zeitsteuerung. Wichtig hierbei ist es, dass es bei der Zeitsteuerung mehrere Phasen gibt:
– Zunächst die Vorglühzeit, welche abhängig vom Motor–Typ und den verwendeten Glühkerzen ist. Außerdem ist sie abhängig von den über einen Sensor gemessenen Umgebungstemperaturen. Die Sensoren können sich je nach Relaistyp sowohl im Relais selbst, als auch extern z. B. im Kühlmittelkreislauf befinden. Im Winter, bei Minusgraden, ist die Vorglühzeit wesentlich länger als im Sommer bei z. B. + 30°. Während die Vorglühzeit abläuft, leuchtet die Kontrolllampe im Armaturenbrett (bei einigen Fahrzeugen beginnt die Vorglühzeit bereits, wenn der Fahrer die Fahrertür geöffnet hat).
– Danach beginnt die Bereitstellungszeit. Die Kontrolllampe geht nun aus, die Glühkerzen jedoch bleiben für weitere Sekunden eingeschaltet (in dieser Zeit sollte der Motor vom Fahrer gestartet werden).
– Bei neueren Fahrzeugen wurde die Nachglühzeit eingeführt. Erforderlich wurde dies durch die immer strengeren Abgasnormen und der damit notwendigen Optimierung der Verbrennungsabläufe im Zylinder.
Die Glühkerzen bleiben während der Nachglühzeit auch bei laufendem Motor weiter eingeschaltet. Die Länge der Nachglühzeit ist abhängig vom Motor–Typ und der Temperatur. Für diese Funktion kommen nur spezielle „nachglühfähige“ Glühkerzen zum Einsatz.
Auch wenn die technische Grundfunktion immer die Gleiche ist, gibt es Glühzeitrelais in vielen unterschiedlichen Varianten. Sowohl die Größen der Gehäuse, die Anschlussstecker als auch die Befestigungsart sind unterschiedlich. Weit über 100 verschiedene Relaistypen gibt es alleine nur für die in Europa hergestellten Fahrzeuge. Bei einer weiteren Variante wird die Zeitsteuerung vom Motorsteuergerät übernommen und nur das Schalten der erforderlichen hohen Ströme, wird durch ein einfaches Leistungsrelais übernommen.
Vollelektronische Glühzeitrelais >On Board Diagnose (OBD) fähig<:
Bei diesen modernen Typen der Glühzeitrelais ist alles anders. Zunächst einmal sind diese Steuergeräte über einen Daten-Bus mit dem Motorsteuergerät verbunden.Das Motorsteuergerät gibt in diesem Fall die Befehle für das Ein/ Ausschalten. Außerdem wird gemessen, ob nach dem Einschalten einer Glühkerze tatsächlich ein genügend hoher Strom fließt. Dies wird dann über ein Quittungssignal dem Motorsteuergerät zurückgemeldet. Sollte ein zu hoher Strom (z. B. bei einem Kurzschluss im Kabel oder Glühkerze selbst) erkannt werden, wird der entsprechende Stromzweig abgeschaltet, um eine Zerstörung der Elektronik zu verhindern.
Eine weitere Besonderheit ist, dass keine Relais mehr zum Ein/ Ausschalten verwendet werden, sondern Leistungstransistoren (Elektronische Schalter). Dadurch kann der Strom für die Glühkerzen nicht nur ein/ ausgeschaltet werden, sondern auch die Stromstärke kann verändert werden. Dieses geschieht durch ein veränderbares Tastverhältnis.
Wird innerhalb einer Regelperiode der Strom für lange Zeit eingeschaltet und nur für kurze Zeit ausgeschaltet, erhält die Glühkerze mehr Leistung und wird heißer. Umgekehrt wird die Glühkerze weniger heiß, wenn der Strom nur kurz eingeschaltet und für lange Zeit ausgeschaltet wird.
Glühzeitrelais befinden sich an den unterschiedlichsten Stellen im Fahrzeug. Steckrelais sind vorwiegend im zentralen Relaiskasten zu finden. Relais, die keine Steckkontakte für die Zuleitung zu den Glühkerzen haben, sondern Kabelschuhe die angeschraubt werden, sind im Motorraum zu finden. Diese Relais sind direkt am Blech oder mit speziellen Befestigungswinkeln an der Karosserie angeschraubt.
Hinweis:
Bitte immer nur Glühzeitrelais mit den passenden Referenz - Nummern gegeneinander tauschen. Auch wenn das Gehäuse und der Stecker inklusiv Anzahl der Kontakte gleich sind, kann die interne Funktion anders sein.
Als Beispiel die Vorglühzeiten:
Für Schnellglühkerzen sind wesentlich kürzere Zeiten vorgesehen als für normale Glühkerzen. Bei Einbau eines falschen Relais können deshalb die Glühkerzen beschädigt werden.
Motor
Sekundärluftsystem
Die Sekundärlufteinblasung ist eine bewährte Methode zur Reduzierung der Kaltstartemission. Für den Kaltstart eines Ottomotors ist ein "fettes Gemisch" erforderlich, d.h. ein Gemisch mit Kraftstoffüberschuss. Bis der Katalysator seine Betriebstemperatur erreicht hat und die Lambdaregelung einsetzt, entstehen dadurch große Mengen an Kohlenmonoxid und unverbrannten Kohlenwasserstoffen.
Zur Reduzierung dieser Schadstoffe wird während der Kaltstartphase sauerstoffreiche Umgebungsluft ("Sekundärluft") direkt hinter den Auslassventilen in den Abgaskrümmer geblasen.
Dadurch kommt es zu einer Nachoxidation ("Nachverbrennung") der Schadstoffe zu Kohlendioxid und Wasser. Die dabei entstehende Wärme heizt den Katalysator zusätzlich auf und verkürzt die Zeit bis zum Einsetzen der Lambdaregelung.
Sekundärluftpumpe
Die Sekundärluftpumpe saugt Umgebungsluft an und bläst sie in den Abgaskrümmer hinter den Auslassventilen. Erfolgt die Luftansaugung nicht aus dem Ansaugtrakt sondern direkt aus dem Motorraum, ist ein eigener Luftfilter integriert.
Sekundärluftventil
Sekundärluftventile sind zwischen Sekundärluftpumpe und Abgaskrümmer verbaut. Es gibt sie in unterschiedlichen Ausführungen. Das Sekundärluft-Rückschlagventil verhindert, dass Abgas, Kondensat oder Druckspitzen im Abgasstrang (z.B. Fehlzündungen) Schäden in der Sekundärluftpumpe verursachen. Das Sekundärluft-Abschaltventil sorgt dafür, dass die Sekundärluft nur in der Kaltstartphase zum Abgaskrümmer gelangt.
Sie werden entweder durch Unterdruck betätigt, der durch ein Elektroumschaltventil gesteuert wird, oder öffnen durch den Druck der Sekundärluftpumpe. Bei Sekundärluftventilen neuerer Generation sind Abschalt- und Rückschlagfunktion in einem „abschaltbaren Rückschlagventil“ vereinigt.
Die neuste Entwicklung sind elektrische Sekundärluftventile. Sie verfügen über kürzere Öffnungs- und Schließzeiten als pneumatisch angesteuerte Ventile. Durch höhere Stellkräfte sind sie resistenter gegen Verklebungen durch Ruß oder Schmutz. Zur Überwachung durch die On-Board-Diagnose (OBD) können elektrische Sekundärluftventile mit einem integrierten Drucksensor ausgestattet sein.
Motor
Diesel-Einspritzsystem
CR Systeme CRS2 mit 1 600 bis 2 000 bar und Magnetventil-Injektoren
– Steigende Kraftstoffpreise und zunehmend schärfere Abgasgrenzwerte machen moderne, sparsame und umweltfreundliche Dieselmotoren zum Antrieb der Wahl. Die Common Rail Systeme der Serie CRS2 sind die kostengünstige und leistungsoptimierte Lösung, um den Kraftstoffverbrauch und damit die Betriebskosten der Fahrzeuge weiter zu senken.
Zentraler Bestandteil dieser Systeme sind ihre schnell schaltenden Magnetventil-Injektoren mit kurzen Einspritzabständen. Die Serie CRS2 ist für Dieselmotoren mit bis zu acht Zylindern und einem weiten Leistungs- und Drehmomentspektrum geeignet. Die modularen Systeme lassen sich an eine Vielzahl von Motorentypen anpassen.
Der gesteigerte Druck dieser Systeme und technische Modifikationen erlauben das Erfüllen heutiger und zukünftiger Emissionsziele. Darüber hinaus steigern höhere Einspritzdrücke die Freiheit des Motorenherstellers bei der Konzeption von Basismotor und Abgasnachbehandlung. Das CRS2 gibt es in Varianten für leichte Nutzfahrzeuge und mit entsprechender Anpassung auch für den Off-Highway-Bereich.
Die leistungsfähigen Magnetventil-Injektoren der zweiten Generation bieten den Motorenentwicklern einen hohen Freiheitsgrad bei der Gestaltung des Einspritzverlaufs. In einem engen Zeitfenster werden bis zu acht Einzeleinspritzungen pro Arbeitstakt abgedeckt. Die Fähigkeit zur Mehrfacheinspritzung trägt dazu bei, den Kraftstoffverbrauch und damit die CO2-Emissionen sowie Schadstoff- und Geräuschemissionen des Triebwerks weiter zu reduzieren. Das System besteht jeweils aus einer Hochdruckpumpe, dem Hochdruck-Rail, einem Injektor für jeden Zylinder sowie der elektronischen Steuerung. Der optimierte Magnetkern des Injektors CRI2-16 erreicht hohe Kräfte beim Öffnen des Magnetventils. Das zweiteilige Ankermodul ermöglicht höhere Dynamik bei der Ansteuerung der Düsennadel und sehr kurze Abstände zwischen den Einspritzungen. Der Injektor des Systems CRS2-18 hat ein druckausgeglichenes Magnetventil.Somit kann eine weitere Erhöhung des Systemdrucks realisiert werden.
Der CRI2-20 mit druckausgeglichenem Magnetventil hat ein integriertes zusätzliches Railvolumen, das Druckschwingungen reduziert. Die hydraulische Effizienz wird durch eine verringerte Rücklaufmenge gesteigert. Die elektronische Dieselregelung EDC regelt sowohl den gesamten Einspritzvorgang als auch Ladedruck und Abgasrückführung.
CR Systeme CRS3 mit 1800 bis 2000 bar und Piezo-Injektoren
Der Kraftstoffverbrauch ist eine wichtige Größe für die Wirtschaftlichkeit und damit den Markterfolg eines Fahrzeugs, besonders bei hohen Laufleistungen. Weitere wichtige Faktoren sind die Emissionen, das Betriebsgeräusch und die Leistungsabgabe des Motors. Die modernen Common Rail Systeme CRS3-18 mit 1800 bar und CRS3-20 mit 2 000 bar Systemdruck ermöglichen dank ihrer Piezo-Injektoren die Konstruktion von Motoren mit den idealen Eigenschaftsprofilen.
Eine Herausforderung für jedes Einspritzsystem sind die unterschiedlichen Kraftstoffqualitäten. Dank ihres robusten Piezo-Aktors sind die Injektoren des CRS3-18/-20 dafür bestens vorbereitet. Der Piezo-Aktor entwickelt im Vergleich zu einem Magnetventil eine rund zehnmal höhere Kraft und ist dadurch unempfindlicher gegen kleine Verunreinigungen im Kraftstoff. Die Piezo-Injektoren CRI3-18 und -20 sind bei Mehrfacheinspritzungen führend bezüglich der minimalen Voreinspritzmenge, der schnellen Abfolge der Einspritzungen und der Mengenstabilität über Laufzeit.
Da der Piezo-Aktor in das Gehäuse integriert ist, sind die Piezo-Injektoren schlank und benötigen deutlich weniger Bauraum als Injektoren mit Magnetventil. CRS3-18 und CRS3-20 werden im höchsten Leistungsbereich des Light-Duty-Segments im On-Highway-Betrieb und für Pkw eingesetzt.
Der Piezo-Aktor ermöglicht Mehrfacheinspritzungen mit minimalen Abständen. Da der Aktor die Düsennadel unmittelbar ohne hydraulischen Regelkreis ansteuert, ermöglicht er kürzere Reaktionszeiten. Optimierte Injektorkennlinien ohne Plateaus ermöglichen Mengenkorrekturen über die Lebensdauer hinweg mittels Lernfunktionen, die als Software im elektronischen Steuergerät hinterlegt sind.
Das System besteht jeweils aus einer Hochdruckpumpe, dem Hochdruck-Rail, einem Injektor für jeden Zylinder sowie der elektronischen Steuerung. Die Piezo-Injektoren CRS3-18/-20 erreichen mit ihrer hohen Schaltgeschwindigkeit sehr kleine Voreinspritzmengen. Die reduzierte hydraulische Verlustleistung führt zu einer geringeren Kraftstofftemperatur, so dass keine zusätzliche Kraftstoffkühlung erforderlich ist.
Motor
Hybrid
Die Serienreife der ersten Fahrzeuge mit Hybrid-Antrieb ist das Resultat aus der perfekten Kombination modernster Technologien. Durch das Zusammenspiel von modernsten Systemkomponenten ist es gelungen, den Hybrid-Antrieb in alltagstaugliche Serienfahrzeuge mit beeindruckender Reichweite und hohem Wirkungsgrad zu integrieren. Der Hybrid-Antrieb kombiniert den Verbrennungsmotor mit einer elektrischen Antriebsmaschine.
Aufbau und Funktion
Ein Hybrid-Fahrzeug setzt sich generell aus folgenden Systemkomponenten zusammen:
- E-Maschine
- Inverter
- Kooperatives Regeneratives Bremssystem
- Hochvolt-Batterie
Nachfolgend werden die Systemkomponenten erklärt.
Die E-Maschine
Herzstück eines modernen Fahrzeuges mit Hybrid-Antrieb ist die so genannte E-Maschine. Sie hat zwei Funktionen:
Als Motor treibt sie das Fahrzeug elektrisch an. Als Generator hilft sie, Bewegungsenergie beim Bremsen in elektrische Energie umzuwandeln.
Inverter
Die Leistungselektronik ist das Bindeglied zwischen der Batterie und der E-Maschine. Sie wandelt die Gleichspannung der Hochleistungsbatterie in die Wechselspannung, die zum Betrieb der E-Maschine gebraucht wird.
Kooperatives Regeneratives Bremssystem
Beim herkömmlichen Bremsen geht Bewegungsenergie verloren, die vorher aus dem Kraftstoff erzeugt wurde.
Das Kooperative Regenerative Bremssystem stellt sicher, dass möglichst viel Bremsenergie zurück gewonnen und als elektrische Energie gespeichert wird. Dazu wird der Generator genutzt, um das Fahrzeug zu verzögern. Sobald die Bremsanforderung die Fähigkeit des Generators übersteigt, kommen die klassischen Radbremsen zum Einsatz. Dabei erfüllt das Kooperative Regenerative Bremssystem die selben Sicherheitsanforderungen wie konventionelle Bremssysteme.
Hochvolt-Batterie
Die Batterie versorgt die E-Maschine beim elektrischen Fahren mit elektrischer Energie. Beim Fahren mit Verbrennungsmotor und beim regenerativen Bremsen wird sie von der E-Maschine aufgeladen. Hierzu kommen sichere, leistungsfähige und qualitativ hochwertige Lithium-Ionen-Batterien mit einem Batterie-Management-System zum Einsatz.
Systemarten
Entsprechend der Auslegung der Leistungsstärke werden Hybridantriebe oft wie folgt bezeichnet:
– Mild Hybrid: nützt die gemeinsame Leistung von Verbrennungsmotor und Elektroantrieb als „boost-Funktion“.
Purer elektrischer Antrieb ist nicht möglich.
– Strong Hybrid: über kurze Strecken ist ein rein elektrischer Fahrbetrieb möglich
– Plug-in Hybrid: hier ist ein elektrischer Fahrbetrieb auch über weitere Strecken möglich
Antriebsarten
Für Fahrzeuge mit Hybrid-Antrieb bieten sich mehrere Optionen der Antriebsart. Hier die drei möglichen Antriebsarten auf einen Blick.
Serieller Antrieb
Der Verbrennungsmotor treibt einen Generator an. Der Elektromotor nutzt die elektrische Energie des Generators zum Fahrzeugantrieb. Der Leistungsfluss findet in Serie statt (Verbrennungsmotor, Generator, Motor).
Paralleler Antrieb
Sowohl der Verbrennungsmotor als auch der Elektromotor treiben die Antriebsräder an. Es findet eine Leistungsaddition der Antriebsaggregate statt. Der Leistungsfluss erfolgt parallel aus Verbrennungsmotor und / oder Elektromotor.
Leistungsverzweigter Antrieb
Beim leistungsverzweigten Antrieb werden das serielle und das parallele Konzept kombiniert. Hier kann der Antrieb entweder nur durch Elektromotor (seriell Energiewandlung mittels Verbrennungsmotor und Generator) erfolgen oder durch den Elektromotor mit parallelem Verbrennungsmotor.
Der Range Extender als wertvolle Option
Eine weitere Möglichkeit der Hybrid-Technologie ist der Einsatz eines Range Extenders. Bei Fahrzeugen mit Range Extender ist der Elektro-Antrieb noch leistungsfähiger und ermöglicht rein elektrisches Fahren. Die Reichweite ist dabei groß genug, um den durchschnittlichen täglichen Mobilitätsbedarf zu decken. Im Bedarfsfall kann elektrische Energie onboard durch den Range Extender generiert werden. Die Reichweite beim rein elektrischen Fahren liegt bei rund 80 km. Auf längeren Strecken sorgt der Range Extender durch Nachladen der Batterie für höhere Reichweite.
Komponenten für Elektro-Fahrzeuge mit Range Extender sind:
– Elektrischer Achsantrieb
– Inverter
– Ladegerät
– Kooperatives Regeneratives Bremssystem
– Hochvolt-Batterie
– Range Extender (Verbrennungsmotor – häufig als Wankelmotor ausgelegt)
Kundennutzen des Range Extenders:
– Reduziert den Kraftstoffverbrauch um bis zu 90 %
– Reduziert den CO2-Ausstoß um bis zu 90 %
– Mobilitätsgarantie durch Range Extender
– Mehr Fahrspaß durch den Boost-Effekt des Elektro-Motors
– Bremsenergie-Rückführung
– Keine Lärmemission
Motor
Gleitlager
Gleitlager unterstützen die sich bewegenden Teile im Automobil. Sie nehmen die Axial- und Radialkräfte auf und leiten diese an das Lagergehäuse weiter. Gleitlager stützen rotierende Wellen wie die Kurbelwelle, Nockenwelle, Kipphebelwelle oder die Ausgleichswelle im Motorgehäuse bzw. im Pleuel ab.
Weiterhin haben sie die wichtige Aufgabe: die Aufnahme und das Einbetten des Abriebs. Dieser Abrieb entsteht beim normalen Motorbetrieb und besteht aus Teilen, die so klein sind, dass sie nicht über den Ölfilter separiert werden können, die jedoch groß genug sind, um – wenn sie nicht eingebettet werden – zu erhöhtem Verschleiß zu führen. Diese Schlüsselfunktion des Gleitlagers für Rundlauf und verschleißarmen Betrieb des Motors bedingt eine besondere Konstruktion.
Motor
Ventile
Ventile dichten den Brennraum ab und sorgen für optimalen Gaswechsel. Da sie ständig in Bewegung sind und das bei schwierigen tribologischen Verhältnissen und unter der Einwirkung aggressiver Gase bzw. Abgase, sind sie natürlichem Verschleiß unterworfen. Dieser kann beschleunigt werden durch Extremsituationen wie mechanische oder thermische Überlastung. Daher müssen Ventile bei einem sichtbaren Schaden grundsätzlich ausgetauscht werden.
Durch die Auf- und Abwärtsbewegung des Ventils wird der Verbrennungsraum des Motors geöffnet und geschlossen. Einlassventile öffnen und schließen den Einlass für die Frischluft (oder Luft-Kraftstoffgemisch, je nach Motor). Auslassventile öffnen und schließen den Auslass für die Abgase. Die Ventile werden über die Nockenwelle betätigt, die wiederum von der Kurbelwelle angetrieben wird und somit synchron zur Kolbenbewegung die Ventile öffnet und schließt. Verbrennungstemperaturen werden über die Ventile an den Zylinderkopf und somit an den Kühlmittelkreislauf abgegeben.
Motor
Zylinder
Zylinder führen Kolben in der Auf- und Abwärtsbewegung. Im Zylinder befindet sich der Kolben. Öl an der Zylinderwand sorgt für ausreichende Schmierung des Kolbens mit den Kolbenringen. Zylinder sind je nach Bauart aus Grausguss oder Aluminium mit jeweils sehr vielen verschiedenen Legierungen.
Je nach Motor haben die Zylinder direkten Kontakt zu der Wasserkühlung, metallischen Kontakt zum Motorblock oder werden fest eingegossen. Durch die Materialauswahl wird sichergestellt, dass ausreichend Wärme an den Motorblock oder an das Kühlwasser abgegeben werden kann.
Kraftuebertragung
Antriebswellen
Gleichlauf-Antriebswellen übertragen die Drehmomente vom Differential auf das Rad und sind daher ständigen Höchstbelastungen im Fahrbetrieb ausgesetzt. Seitenwellen für frontgetriebene Pkw setzen sich in der Hauptsache aus dem radseitigen Festgelenk, dem differenzialseitigen Verschiebegelenk und der Profilwelle zusammen. Dazu kommen Elemente wie der Anti-Blockier-Systemring und der Schwingungsdämpfer. Die grundsätzliche Konstruktion des radseitigen Kugel-Festgelenks, des so genannten Rzeppa-Gelenks, stammt aus den 1930er Jahren.
Die Aufgabe der Antriebswelle ist es, die von Motor und Getriebe erzeugte Leistung in Form von Drehmomenten auf die Räder zu übertragen, in verschiedensten Drehzahl- und Geschwindigkeitsbereichen. Zusätzlich müssen sie alle Winkel- oder Längenveränderungen durch Lenkbewegungen sowie Aus- oder Einfederbewegungen ausgleichen. Dafür müssen sämtliche Komponenten wartungsfrei sein und mit zuverlässigem Gleichlauf die geforderten Drehmomente übertragen - im Idealfall während der gesamten Lebensdauer des Fahrzeugs.
Beleuchtung
Scheinwerferlampen
Seit der Einführung der H1 im Jahre 1960 sind Halogenlampen aus der Scheinwerferbeleuchtung nicht mehr wegzudenken. Auch wenn in der Zwischenzeit die deutlich lichtstärkere Xenon HID-Technologie im oberen und mittleren Fahrzeugsegment einen immer größeren Anteil einnimmt und auch LEDs langsam Einzug halten, ist die überwiegende Mehrheit der Autofahrer mit Halogenlampen unterwegs. Da gute Beleuchtung ein wesentliches Sicherheitselement darstellt, arbeiten die Lampenhersteller auch im Halogenbereich kontinuierlich an Weiterentwicklungen und Verbesserungen.
Ein Schwerpunkt liegt dabei auf Lampen für den Ersatzteilmarkt, die mehr Licht auf die Straße bringen als die in der Erstausrüstung eingesetzten Standardlampen. Da die Gesamtlichtmenge in den ECE-Vorschriften für den jeweiligen Lampentyp genau festgelegt ist und nicht über die zulässigen Toleranzgrenzen hinaus erhöht werden darf, muss die höhere Beleuchtungsstärke auf eine andere Art und Weise erreicht werden. Lampen, die mehr Licht auf die Straße bringen, haben eine kompaktere, dafür aber hellere Glühwendel, als eine Standardlampe. Damit kann der Scheinwerfer die zur Verfügung stehende Lichtmenge besser und gezielter in den wichtigen Fernbereich auf der Straße lenken.
Die besten Halogenlampen erreichen heute eine bis zu 100% höhere Beleuchtungsstärke im Fernbereich zwischen 50 und 75 Metern auf der rechten Fahrbahn. Daneben gibt es bläulich beschichtete Lampen, die eine ähnlich hell-weiße Lichtfarbe wie beim Xenon-Licht erzeugen oder spezielle LongerLife-Lampen, die dann eingesetzt werden, wenn die Glühwendel durch eine erhöhte Bordspannung im Fahrzeug besonders stark beansprucht wird.
Kraftuebertragung
Kupplung
Die Kupplung ist eine trennbare Verbindung der Kraftübertragung zwischen Motor und Getriebe und ermöglicht dadurch das Anfahren und das Wechseln der Gänge. Sie wird über das Kupplungspedal und das Ausrücksystem betätigt. Im unbetätigten Zustand presst die Tellerfeder im Kupplungsautomaten die Kupplungsscheibe über die Druckplatte gegen die Schwungscheibe. Damit ist eine kraftschlüssige Verbindung hergestellt und das Motordrehmoment wird zum Getriebe übertragen.
Wird das Ausrücksystem über das Kupplungspedal betätigt, hebt sich die Anpressplatte der Druckplatte gegen die Federkraft von der Kupplungsscheibe ab. Die kraftschlüssige Verbindung ist unterbrochen und es wird kein Motordrehmoment zum Getriebe übertragen. Durch die Abnutzung der Kupplungsscheibe erhöht sich die Pedalkraft zum Betätigen der Kupplung. Bei der selbstnachstellenden SAC- Kupplung (Self Adjusting Clutch) werden durch die automatische Verschleißnachstellung in der Kupplungs-Druckplatte gleichbleibende Pedalkräfte über die gesamte Lebensdauer der Kupplung erreicht.
Eine weitere Bauart ist die Doppelkupplung, die zwei in Öl laufende Lamellen- oder zwei trockene Tellerfederkupplungen in einem Modul vereint. Sie wird in Doppelkupplungsgetrieben verbaut, wobei eine Kupplung für die geraden Gänge und eine Kupplung für die ungeraden Gänge genutzt wird. Dies ermöglicht schnelle Gangwechsel ohne Zugkraftunterbrechung.
Kraftuebertragung
Zweimassenschwungrad
Das ZMS ist ein Schwungrad mit integriertem Drehschwingungsdämpfer. Es verhindert, dass Drehschwingungen des Hubkolbenmotors auf den Antriebsstrang übertragen werden. Ein ZMS entkoppelt die motorseitige primäre Schwungmasse und die getriebeseitige sekundäre Schwungmasse über ein Feder-Dämpfungssystem. Dadurch werden Drehschwingungen und die daraus resultierenden Geräusche im Antriebsstrang fast vollständig absorbiert. Fahrzeuge mit ZMS haben dadurch einen größeren Geräusch-und Fahrkomfort.
Beleuchtung
Zusatzscheinwerfer
Zusatzscheinwerfer sind die optimale Verbesserung der Lichtperformance bei schlechten Lichtverhältnissen. Während bei häufig schlechter Umgebungsbeleuchtung Zusatzfernscheinwerfer die richtige Wahl sind, benötigt man als Autofahrer bei Nebel zusätzliche Nebelscheinwerfer zur Erhöhung der Sicherheit. Zusatzfernscheinwerfer können nachträglich montiert werden und schalten sich mit dem serienmäßigen Fernlicht ein. Zusatznebelscheinwerfer werden über einen Schalter in Verbindung mit der Nebelschlussleuchte aktiviert.
Öl und Filter
Ölfilter
Damit die modernen Verbrennungsmotoren reibungslos funktionieren, müssen sie erstklassig geschmiert werden. Bei zunehmender Leistungsfähigkeit der Motoren und immer längeren Serviceintervallen steigen dabei nicht nur die Anforderungen an Motoröle. Vor allem die Qualität der eingesetzten Filter spielt eine zentrale Rolle, um Schäden durch Schmutzpartikel, Ruß oder unverbrannten Kraftstoff im Öl zu vermeiden.
Während des Verbrennungsvorgangs gelangen sowohl Schmutzpartikel als auch Verbrennungsrückstände wie Staub, Metallabrieb, Ölkohle oder Ruß ins Öl und verschmutzen und verdicken es. Eine optimale Ölversorgung und damit ein bestmöglicher Korrosionsschutz sind dadurch nicht mehr gegeben. Erhöhter Kraftstoffverbrauch und vorzeitiger Verschleiß sind die Folgen. Im schlimmsten Fall droht sogar ein Motorschaden. Nur ein absolut sauberes Öl bringt dauerhaft eine gleich bleibende Motorleistung. Der Ölfilter reinigt das Motoröl über die gesamte Einsatzdauer hinweg konstant und zuverlässig.
Steigende Motorleistungen bei sinkendem Kraftstoffverbrauch, Hochleistungsschmieröle und immer neue Herausforderungen im Automobilbau stellen zusätzliche Anforderungen an die Ölfilter. Entwicklungstrends führen zunehmend zu kompakten, in den Motor integrierten Ölfiltermodulen, die neben der Filtration eine Reihe weiterer Aufgaben übernehmen. Darin kommen metallfreie Ölfilterelemente aus modernsten Filtermedien zum Einsatz, die auch bei langen Wechselintervallen dauerhaft und sicher höchste Leistungswerte erreichen.
Funktionsseitig lassen sich zwei Gruppen von Ölfiltern unterscheiden:
Hauptstromfilter und kombinierte Haupt-/Nebenstromfilter. Hauptstromfilter werden so in den Ölkreislauf eingebaut, dass die gesamte zu reinigende Ölmenge bei jedem Umlauf durch den Filter geführt wird. Bei den kombinierten Haupt-/Nebenstromfiltern werden etwa 90 bis 95 Prozent der Flüssigkeit durch den Papierstern des Hauptstromfilters geführt, während etwa fünf bis zehn Prozent durch den Nebenstromfilter oder die Nebenstromzentrifuge fließen. Nebenstromfilter sind mit feineren Filtermedien ausgestattet und bewirken damit eine kontinuierliche Feinstfiltration.
Da die Einsatzgebiete der Ölfilter und die Anforderungen, die an sie gestellt werden, unterschiedlich sind, gibt es diese Filter in verschiedenen Bauformen:
Ölwechselfilter (Anschraubölfilter):
Dank effizienter Filterleistung, Zuverlässigkeit und einfacher Installation ist der so genannte Anschraub-Ölfilter seit vielen Jahren eine wichtige Komponente in der Ölfiltration. Anschraub-Ölfilter lassen sich sowohl bei Hauptstromfiltration als auch bei Nebenstromfiltration einsetzen.
Kompakte Ölfiltermodule:
Für die Zuverlässigkeit und Lebensdauer moderner Motoren spielen sowohl die Reinheit als auch die Temperatur der Schmierstoffe eine wichtige Rolle. Zur permanenten Überwachung dieser beiden Faktoren werden zunehmend kompakte Ölfiltermodule entwickelt, die neben der Filtration auch die Kühlfunktion übernehmen. Solche Ölfiltersysteme werden an die jeweilige Motorumgebung angepasst und können darüber hinaus eine Reihe weiterer Aufgaben übernehmen. Fest in diese Module integriert sind beispielsweise ein Bypass-Ventil, ein Rücklaufsperrventil (zum Beispiel im Deckel), ein Ölrippenkühler, ein elektrisch gesteuertes Kühlwasserthermostat, die Vorbereitung für die Lichtmaschinenabkühlung, ein Öl-Nachfüllstutzen oder ein Öldruckschalter. Dank Verwendung moderner Hochleistungskunststoffe spart die kompakte Bauweise Bauraum und Gewicht ein und hilft, den Kraftstoffverbrauch zu senken. Die Bauart des Moduls erfordert vom Filterhersteller eine enge Zusammenarbeit mit den Motorentwicklern, um eine optimale Integration des Filters in den Motorblock zu erzielen.
Austauschbare Ölfilter-Elemente:
Sie sind das eigentliche Wechselteil in einem Ölfiltermodul. Während das Modul mit seinen Anbauteilen fest mit dem Motorblock verbunden ist und permanent als Lebensdauerteil am Fahrzeug bleibt, wird das Element im vorgeschriebenen Wartungsintervall ausgetauscht. Hierbei handelt sich es um eine besonders umweltfreundliche Variante, da das Element selbst voll veraschbar ist. Es kann im Gegensatz zum Anschraub-Ölfilter mit seinem Metallgehäuse rückstandsfrei verbrennen.
Spezielle Bauformen:
Für Sonderanwendungen wie Getriebeölfilter.
Öl und Filter
Luftfilter
Motorluftfilter und die dazu gehörenden Luftfilterelemente sind wesentliche Bestandteile eines jeden Verbrennungsmotors. Denn die Luftfilter versorgen den Motor mit gereinigter Luft, die für einen einwandfreien Verbrennungsprozess notwendig ist. Je nach Leistung saugt der Motor bei voller Beanspruchung zwischen 200 m³ und 500 m³ Luft pro Stunde an. Diese Luft ist mit Schmutz- und Staubpartikeln belastet.
Wie stark, das hängt von verschiedenen Faktoren ab: von der Jahreszeit, der Witterung, der Beschaffenheit des Straßenbelags oder von der Umgebung. In Innenstädten ist die Belastung in der Regel deutlich höher als auf dem Land. Werden diese Verunreinigungen nicht zuverlässig herausgefiltert, kann es zu Schäden am Motor kommen. Außerdem entsteht durch das Ansaugen der Luft ein hoher Geräuschpegel, den es zu kontrollieren gilt. Motorluftfilter erfüllen in puncto Luftmanagement im Fahrzeug also eine ganze Reihe von Funktionen:
– Filtration der Motorsaugluft
– Verbesserung der Luftströmung für eine optimale Verbrennung und Motorakustik – etwa die Dämpfung von Ansauggeräuschen
– Integration diverser weiterer Bauteile – zum Beispiel Luftmassenmesser, Ladeluftführungen oder Roh- und Reinluftführungen
– Schutz von nachgelagerten Motorteilen – beispielsweise eines Turboladers vor Partikelbeschuss
Zu den wichtigen Qualitätskriterien beim Filterelement zählen eine hohe Filtrationsleistung, also das Abscheiden von großen und kleinen Partikeln sowie eine ausreichend hohe Staubaufnahmekapazität. Lässt das Filterelement nicht genügend Luft passieren, kann der Motor seine volle Leistungsfähigkeit nicht entfalten. Moderne Filtermedien müssen in der Lage sein, Wechselintervalle von mindestens 20.000 Kilometern oder einem Jahr problemlos zu verkraften.
Dank ihrer Forschungs- und Entwicklungsarbeit verbessern die Erstausrüster die Qualität und Zusammensetzung ihrer Filtermedien kontinuierlich und erzielen dadurch immer längere Laufleistungen, durchaus bis zu einer Leistung von 50.000 Kilometern.
Öl und Filter
Innenraumfilter
Ob Schmutzpartikel, Staub, Reifenabrieb, Ruß, Pollen oder Stickoxide. Ob Ozon, Kohlenwasserstoffe oder Schwefeldioxide, die Konzentration von Schadstoffen im Straßenbereich hat sich deutlich erhöht. Im Wageninneren ist die Belastung noch einmal deutlich höher als in der direkten Umgebungsluft, denn wie bei einem Staubsauger sammelt die Frischluftzufuhr oder Klimaanlage des Autos die verunreinigte Luft und verteilt sie im Innenraum.
Hochwertige Innenraumfilter sind in der Lage, Schadstoffe fast jeder Art aus der Umgebungsluft zu entfernen und zu reduzieren. Selbst bei extremen Wetterlagen im Winter oder Sommer, während der Pollenflugzeit, in dichtem Verkehr, im Tunnel, in Abschnitten mit Baustellenbetrieb oder im Stau. Der Innenraumfilter bringt gereinigte Luft und damit ein komfortables Reisen.
Die Leistungsfähigkeit eines Innenraumfilters lässt allerdings mit der Zeit nach. Mit steigender Staubbeladung setzt sich der Filter langsam zu. Zwischen den einzelnen Falten bildet sich dann ein so genannter Filterkuchen, der den Luftdurchsatz blockiert. Deshalb ist es wichtig, den Innenraumfilter regelmäßig zu wechseln, alle 15.000 Kilometer – jedoch mindestens einmal im Jahr.
Bei den Innenraumfiltern gibt es zwei Arten: Partikelfilter und Kombifilter.
Der Partikelfilter:
Seine Aufgabe ist es, partikelförmige Verunreinigungen aus der Straßenluft aufzunehmen und die einströmende Luft hiervon zu befreien. Partikelförmige Luftverunreinigungen existieren in unterschiedlichster Größe und Herkunft, in flüssigem und festem Zustand, beispielsweise in Form von Pollen, Straßenstaub, Abrieb von Bremsen, Reifen oder Kupplung, als Ruß oder Industriestäube. Bei einem Partikelfilter besteht das Zick-Zack-förmig gefaltete Filtermedium, teils auch Filterpapier genannt, aus einem synthetischen Hochleistungsvlies, das meist elektrostatisch aufgeladen wird/ist. Die Abscheidung erfolgt entweder mechanisch oder elektrostatisch. Die mechanische Abscheidung wird durch den mehrlagigen Faseraufbau erreicht – ähnlich einem Spinnennetz. Dabei bleiben die Partikel aus der Luft beim Durchströmen des Filters an dessen feinen Fasern haften. Die elektrostatische Aufladung ermöglicht selbst das Abscheiden kleinster Partikelgrößen (<5 µm). Diese Funktionsweise ähnelt einem Magneten. Kleine Partikel werden dabei durch statische Anziehung der Fasern abgeschieden. Mit diesen Eigenschaften filtern qualitative Partikelfilter Staub und Partikel fast zu 100 Prozent aus der Luft heraus.
Der Kombifilter:
Kombinationsfilter, oder kurz Kombifilter, weisen zusätzlich zur Partikelfilterlage mit all ihren Leistungseigenschaften eine Aktivkohleschicht auf. Durch diese integrierte Aktivkohleschicht filtert der Kombifilter neben Stäuben und Partikeln sogar Gerüche und schädliche Gase wie Benzol oder Ozon. Die offenporige Oberfläche der speziellen Aktivkohle nimmt dabei Geruchs- und Gasmoleküle wie ein Schwamm aus der Luft auf und speichert diese Moleküle in labyrinthartigen Kanälen. Auch wenn ein Teelöffel Aktivkohle eine Oberfläche von der Größe eines Fußballfelds bietet, ist auch diese Kapazität irgendwann erschöpft. Für eine optimale Leistung sollte der Filter daher im empfohlenen Turnus gewechselt werden.
Beleuchtung
Tagfahrlicht
Tagfahrleuchten bieten überzeugende Vorteile: Sie verbessern entscheidend die Sicherheit am Tage und sie vermeiden die Verbrauchsnachteile des Abblendlichts durch ihren wesentlich geringeren Strombedarf. Tagfahrleuchten gibt es in verschiedenen Ausführungen: LED-Varianten sind zweifellos die modernsten und schicksten Varianten; herkömmliche Glühlampenversionen sind dagegen kostengünstiger beim Kauf (aber nicht so energiesparend wie LEDs).
Mit Tagfahrlicht wird Ihr Fahrzeug früher und besser erkannt, was anderen Verkehrsteilnehmern das oftmals entscheidende Plus an Reaktionszeit gewährt. Während Abblendlicht als aktive Sehhilfe bei Nachtfahrten ausgelegt ist, dient das Tagfahrlicht als passives Signallicht. Mittels Relais schaltet sich das Tagfahrlicht automatisch bei Zündung ein. Schaltet der Fahrer von Hand das normale Fahrlicht ein, schaltet sich das Tagfahrlicht automatisch wieder aus. Nachrüstbare Tagfahrleuchten von Hella können beliebig montiert werden, stehend oder hängend. Mittels Verschraubung, Rastung, Montageplatte oder aber auch mit dem beigefügten Universalhalter.
Öl und Filter
Kraftstofffilter
Grundvoraussetzung für eine reibungslose Fahrt ist ein sauberer Kraftstoff. Er gelangt über die Kraftstoffpumpe direkt in die Einspritzanlage beziehungsweise in den Vergaser. Besonders bei den modernen Einspritzanlagen können die Schmutzpartikel, die im Kraftstoff vorhandenen sind, zu erhöhtem Verschleiß führen. Außerdem kann das Wasser, das im Kraftstoff gebunden ist, zu zusätzlichen Schäden durch Korrosion führen. Im schlimmsten Fall bedeutet das einen Totalausfall der Kraftstoffeinspritzung und somit Stillstand des Fahrzeugs.
Kraftstofffilter eliminieren unerwünschte, Verschleiß verursachende Schmutzpartikel. Dazu zählen unter anderem Staub oder Rost aus dem Kraftstoff. Die Filter schützen die äußerst empfindlichen Einspritzaggregate und Vergaser und dienen damit der Betriebssicherheit von Motoren. Mit zunehmender Leistungsfähigkeit der Einspritzsysteme wachsen auch die Anforderungen an die Kraftstofffiltration. So brauchen die modernen, besonders empfindlichen Einspritzanlagen wie Common Rail oder Pumpe-Düse innovative Lösungen, die der neuen Bauweise angepasst sind.
Kraftstofffilter gibt es in verschiedenen Bauformen:
Kraftstofffilter-Elemente:
Sie sind auswechselbar und befinden sich in einem eigenen Gehäuse, das im Motor integriert ist.
Kraftstoffwechselfilter:
Sie bilden eine Einheit aus Gehäuse und Filterelement und werden bei der Wartung als Ganzes ausgetauscht. Je nach Einsatzfall enthalten diese Bauformen noch Zusatzfunktionen wie eine Wasserablassschraube sowie Anschlussstutzen für die Heizung und den Wasserstandsanzeiger.
Kraftstoffleitungsfilter (Inline):
Diese Filter werden in die Kraftstoffleitung montiert. Dabei bilden Gehäuse und Filterelement eine Einheit, die bei der Wartung ausgetauscht wird. Es gibt sie in Stahl, Aluminium und in Kunststoffausführung.
Öl und Filter
Motoröl
Moderne Motorenöle basieren je nach ihrer Art und Leistungsfähigkeit auf unterschiedlichen Basisölen oder auf den sich daraus ergebenden Basisölmischungen. Zusätzlich werden Additive eingesetzt, die unterschiedliche Aufgaben wahrnehmen. Nur eine ausgewogene Formulierung (Basisöl und Additivkomponenten) ergibt ein leistungsstarkes Motorenöl.
Aufbau eines typischen Mehrbereichs-Motorenöles.
Ein typisches Motorenöl besteht zu:
– 78% aus Basisöl,
– 10% Viskositätsindex-Verbesserern,
– 3% Detergenten,
– 5% Dispersanten,
– 1% Verschleißschutz und
– 3% sonstigen Bestandteilen
Viskositäten
Die Viskosität bildete 1911 die Grundlage des ersten Motorenöl-Klassifikations-Systems und wurde in dem SAE-Klassifikationssystem (Society of Automotive Engineers) festgelegt. Auch heute ist die Viskosität immer noch eine der wichtigsten Eigenschaften eines Öles. Die Entwicklung von Prüfverfahren, mit deren Hilfe das motorische Verhalten besser vorhergesagt werden kann, führte zur Viskositätsmessung (DIN 51511) bei unterschiedlichen Temperaturen und Geschwindigkeitsgefällen. Unter Viskosität versteht man eine Flüssigkeitseigenschaft, die auf innerer Reibung basiert und Geschwindigkeitsdifferenzen benachbarter Flüssigkeitsteilchen entgegenwirkt. Man kann sie sich als Fließwiderstand vorstellen. Bewegen sich zwei durch eine Flüssigkeitsschicht bestimmter Dicke getrennte Flächen mit unterschiedlicher Geschwindigkeit, d.h. Relativgeschwindigkeit, zueinander, so kann man folgende physikalische Größen definieren:
– Schubspannung [Tau] = Scherkraft je Flächeninhalt horizontal zur y-Koordinate (Pa)
– Geschwindigkeitsgefälle [D] = Geschwindigkeitsdifferenz pro Einheit der Filmdicke (s-1)
Bei der Viskositätsbetrachtung unterscheidet man zwei Meßgrößen:
Dynamische Viskosität
Bei Newtonschen Flüssigkeiten ist die Schubspannung proportional zu dem Geschwindigkeitsgefälle. Den Proportionalitätsfaktor nennt man "Dynamische Viskosität". Maßeinheit: Milli Pascal Sekunde [mPas], früher centi Poise [cP].
– Schubspannung = dyn. Viskosität x Geschwindigkeitsgefälle
Meßmethode:
Der Cold-Cranking-Simulator (Rotationsviskosimeter) ist ein speziell zur Messung von Ölviskositäten bei tiefenTemperaturen entwickeltes Viskosimeter. Ein Elektromotor mit konstantem Drehmoment treibt einen Rotor, dessen Drehzahl sich entsprechend den viskosimetrischen Eigenschaften der zu messenden Flüssigkeit einstellt. Mit Hilfe einer Eichkurve (die unter Verwendung von Eichölen aufgestellt wurde) wird die dynamische Viskosität in mPas ermittelt. Hier erfolgt die Einteilung in die Winter-Viskositätsklassen 0W, 5W, 10W, 15W, 20W, 25W. Je kleiner die Zahl vor dem W, umso "dünnflüssiger" das Öl in der Kälte. Die Kälteviskosität hat u.a. Einfluß auf die Anlasserdrehzahl.
Kinematische Viskosität
Das Verhältnis der dynamischen Viskosität zur Dichte bei einer bestimmten Temperatur. Maßeinheit: [mm²/s], früher centi Stoke [cSt].
– Kinematische Viskosität = Dynamische Viskosität / Dichte
Meßmethode:
Bei der Bestimmung der kinematischen Viskosität werden Kapillarviskosimeter verwendet. Der Aufbau der genannten Viskosimeter kann sich unterscheiden, das Meßprinzip ist aber bei allen identisch. Eine bestimmte Ölmenge durchläuft, bedingt durch seine Schwerkraft, bei einer festgelegten Prüftemperatur eine definierte Strecke der Kapillare. Über die Auslaufzeit wird die kinematische Viskosität in Millimeterquadrat pro Sekunde bestimmt. Hier erfolgt bei einer Prüftemperatur von 100°C die Einteilung der SAE-Sommer-Viskositätsklassen 20, 30, 40, 50, 60. Je größer die Zahl hinter dem W, umso "dickflüssiger" das Öl bei 100 Grad Celsius.
HTHS
Neben den beschriebenen Viskositätsklassen (Winter, Sommer) gibt es noch die sogenannte HTHS-Viskosität. HTHS steht für "High Temperature High Shear" und beschreibt die dynamische Viskosität gemessen bei 150°C und einem Schergefälle von 10 pro Sekunde. Durch die Festlegung von Grenzwerten der HTHS soll erreicht werden, dass Motorenöle auch im Lagerbereich (hohe Schergefälle, hohe Öltemperaturen) die nötige Schmiersicherheit besitzen. Der Grenzwert bei Motorenölen mit der Spezifikation ACEA A2/A3 und ACEA B2/B3 liegt bei m 3,5 mPas. Motorenölqualitäten der Kategorie ACEA A1/B1 haben eine abgesenkte HTHS bis 2,9 mPas. Grund der Absenkung ist eine zu erwartende Kraftstoffeinsparung. Zurzeit laufen Untersuchungen, wieweit die dynamische Viskosität abgesenkt werden kann, ohne daß erhöhter Verschleiß erzeugt wird.
SAE Viskositätsklassen, SAE J300 - Motorenöle
Einbereichsmotorenöle erfüllen nur eine SAE-Klasse und werden heute üblicherweise nur bei 100°C abgeprüft. Mehrbereichsmotorenöle hingegen müssen mindestens zwei SAE-Klassen erfüllen, sowohl in der Kälte als auch im Hochtemperaturbereich bei 100°C. Die Grenzpumpentemperatur ist ein weiteres Prüfkriterium des SAE- Klassifikationssystems. Das Motorenöl muss je nach Viskositätsklasse bestimmte Grenzpumpentemperaturen erreichen, bei denen das Öl der Ölpumpe noch von selbst zuläuft. Werden diese Vorgaben nicht erfüllt, kann es zu Lufteinschlüssen und damit zur Mangelschmierung kommen. Kapitale Motorschäden wären die Folge.
SAE-Klassen für Kfz-Getriebeöle nach DIN 51512
Die Bezugstemperaturen im kalten Zustand liegen, abhängig von der SAE-Klasse, zwischen -12°C und -55°C. Hierbei darf die dynamische Viskosität von 150.000 mPas noch nicht erreicht sein. Gemessen wird die Kälteviskosität im Brookfield-Rotations-Viskosimeter. Die SAE-Klassen mit definiertem Kälteverhalten tragen, wie auch bei den Motorenölen, den Zusatz "W". Als Mindestviskosität bei höheren Temperaturen bestehen weiterhin die Grenzwerte bei 100°C.
ISO - VG Klassen - Hydrauliköle
Die "International Organisation for Standardization" - ISO - erarbeitete eine Viskositätsklassen-Einteilung (Viscosity-Grades - VG), die 18 Viskositätsklassen im Bereich von 2mm²/s bis 1500 mm²/s bei 40°C umfaßt. Im Gegensatz zu Automobilschmierstoffen sind hier die Viskositätsbereiche enger begrenzt. Es wird nur eine Viskosität bei einer Bezugstemperatur von 40°C vorgegeben, mit dem Toleranzfeld von +/- 10%. Ein Viskositätsindex wird nicht angegeben. In der gleichen ISO-VG sind damit bei verschiedenen Ölen auch Viskositätsunterschiede bei hohen oder tiefen Temperaturen möglich. In der Praxis ist ein derartiger Unterschied von untergeordneter Bedeutung und wird u.U. durch die Toleranz von +/- 10% kompensiert.
Der Viskositäts-Index (VI)
Auf der Basis zweier Grundölschnitte aus der Mineralölverarbeitung haben Dean und Davis schon 1929 den Viskositäts-Index als handliche Maßzahl entwickelt. Die Änderung der Viskosität durch Temperaturänderung kann von Öl zu Öl unterschiedlich sein. Deshalb wird der VI auch heute noch gern zur Charakterisierung des VT-Verhaltens (Viskosität-Temperatur-Verhalten) von Schmierstoffen in einem bestimmten Temperaturbereich benutzt. Der dimensionslose VI wird aus der kinematischen Viskosität bei 40°C und 100°C berechnet. Ein hoher Viskositätsindex kennzeichnet eine relativ geringe Änderung der Viskosität mit zunehmender Temperatur und umgekehrt. Üblicherweise wird das VT-Verhalten von Schmierstoffen in einem Ubbelohdediagramm dargestellt. Synthetische Produkte dünnen mit zunehmender Temperatur nicht so stark aus wie mineralische Produkte.
Mischbarkeit von Motorenölen
Generell gilt, dass Motorenöle untereinander mischbar sein müssen, unabhängig davon, ob es sich um synthetische oder mineralölbasische Produkte handelt. Diese Forderung wird auch von den Automobilfirmen erhoben. Vermischungen von Motorenölen verschiedener Marken oder Zusammensetzungen sollten allerdings nur dann vorgenommen werden, wenn der Nachfüllbedarf nicht anders gedeckt werden kann. So ist es nicht empfehlenswert, synthetische bzw. teilsynthetische Motorenöle mit mineralölbasischen Motorenölen zu mischen, da hierdurch der höhere Qualitätsstandard der synthetischen Öle herabgesetzt wird. Die sich einstellende Qualität ist nur so gut, wie das schwächste Glied in der Kette.
Abgassystem
Befestigungstechnik
Zu modernen und maßgeschneiderten Abgasanlagen die im heutigen Automobil Anwendung finden gehört eine hochwertige Montagetechnik. Die Anforderung an diese Montagetechnik reicht von langer Lebensdauer, hoher Dichtigkeit bis hin zum optimierten Schwingungsverhalten.
Rohrverbinder und Schellen
Rohrverbinder und Schellen übernehmen hierbei die wesentliche Aufgabe der Abdichtung von Abgasanlagen. Der Fachmann unterscheidet hierbei zwischen den Einfachschellen und den Doppelschellen (Rohrverbindern). Die Einfachschelle findet Ihr Einsatzgebiet mit dem Schwerpunkt der Endschalldämpfermontage. Hierbei wird im Regelfall ein ausgeweitetes Endrohr des Schalldämpfers über das vorgeschaltete Zwischenrohr aufgeschoben und mit der Einfachschelle formschlüssig verschraubt.
Die Doppelschelle (Rohrverbinder) findet Ihr Einsatzgebiet bei der Verbindung zweier, gleichstarker Rohrdurchmesser. Hierbei findet über die Abdichtung hinaus noch ein Ausgleich von Längendifferenzen von bis zu 125mm statt. Die Dichtigkeit dieser Bauteile, welche aufgrund Ihrer Beaufschlagung von aggressiven Kondensaten aus feritischem Stahl 1.4509 (Edelstahl) bestehen sollte, liegen bei einer Leckagerate von 20ltr./min. Temperaturfenster von -40°C bis zu 450°C sind abzudecken.
Kompensationselemente
Mit zunehmenden Ansprüchen an Lebensdauer und Komfort insbesondere bei den heutigen Motormassen werden bei quer verbauten Motorvarianten so genannte Kompensations-Schwingungselemente eingesetzt. Diese Entkoppel-Elemente eliminieren auftretende Schwingungen ungünstiger Massenverteilungen, ermöglichen Montagetoleranzen und gleichen Wärmedehnungen entsprechend aus.
Aufbau
Das Schlauchgelenk (Flexteil) besteht aus dem so genannten äußeren Wellrohr der die Dichtheit wie auch Beweglichkeit des Bauteils sichergestellt. Es werden sowohl ein- wie auch mehrlagige Bauformen eingesetzt. Die Außenform des Bauteils bildet ein Außengeflecht aus austenitischen Stählen wie 1.4541. Das Außengeflecht übernimmt sowohl den Schutz des inneren Wellrohr (Bellow) wie auch die Eingrenzung der Zugkräfte.
Im inneren besteht das Schlauchgelenk aus einem gasdichten Flexrohr (Agraffschlauch) deren Hauptaufgabe die Strömungsführung des Abgases ist. Dieses in Fachkreisen mit dem Begriff Innliner beschriebene Bauteil hat durch seine Auslegung erhebliche Anteile an der Dämpfungswirkung von Abgasanlagen. Aufwendige Testreihen ermöglichen eine Sicherstellung der erforderlichen Dauerhaltbarkeit.
Klima und Kühlung
Klima (Fahrzeugklimatisierung)
Thermo Management umfasst die optimale Motortemperatur in allen Betriebszuständen sowie das Heizen und Kühlen des Fahrzeuginnenraumes. Ein modernes Thermo Management System besteht demzufolge aus Bauteilen der Motorkühlung und der Klimaanlage. Komponenten dieser beiden Baugruppen, die sich gegenseitig beeinflussen, bilden oftmals eine Einheit. Die Klimaanlage des Fahrzeugs ist ein Verbund aus Wagenheizung und Kältemittelkreislauf. Dies ermöglicht die Erzeugung der gewünschten Klimakonditionen, völlig unabhängig von den äußeren Bedingungen. Damit ist die Klimaanlage ein wesentlicher Faktor für Sicherheit und Fahrkomfort. Die einzelnen Komponenten des Kältemittelkreislaufs sind durch Schlauchleitungen verbunden und bilden so ein geschlossenes System. In dem System zirkuliert, angetrieben von dem Kompressor, das Kältemittel.
Der Kreislauf wird in zwei Seiten aufgeteilt:
- Der Teil zwischen Kompressor und Expansionsventil wird Hochdruckseite genannt.
- Zwischen Expansionsventil und Kompressor sprechen wir von der Niederdruckseite
Im Kompressor wird das gasförmige Kältemittel verdichtet und dadurch stark erhitzt. Es wird unter Hochdruck durch den Kondensator gepresst. Dabei wird dem stark erhitzten Kältemittel Wärme entzogen, was dazu führt, dass es kondensiert, also seinen Zustand von gasförmig auf flüssig ändert. Der Trockner, die nächste Station, scheidet Verunreinigungen und Lufteinschlüsse vom nun flüssigen Kältemittel ab. Hierdurch werden die Effektivität des Systems sichergestellt und die Komponenten vor Beschädigung durch Verunreinigungen geschützt.
Weiter geht es nun vom Trockner zum Expansionsventil. Dieses Ventil ist ähnlich zu sehen wie ein Stauwehr. Vor dem Wehr sorgt es für die Aufrechterhaltung des gleichmäßigen Drucks, wogegen sich nach dem Wehr, durch Volumenvergrößerung, dieser Druck entspannen kann. Da das Expansionsventil direkt vor dem Verdampfer sitzt, passiert die Entspannung des Kältemittels in den Verdampfer hinein. Beim Verdampfen, also bei der Änderung des Aggregatzustands von flüssig auf gasförmig, wird Verdunstungskälte frei.
Der Verdampfer ist ähnlich wie der Kondensator ein Wärmetauscher. Er hat eine enorm große Oberfläche, über die er die Verdunstungskälte an die Umgebung abgibt. Diese abgegebene Kälte wird nun vom Ventilationssystem in den Fahrzeuginnenraum geblasen, wo sie für das Wohlbehagen der Passagiere verantwortlich ist. Auf der Niederdruckseite geht die Reise des nun wieder gasförmigen Kältemittels zurück zum Kompressor, wo der Kreislauf von vorne beginnt.
Abgassystem
Diesel-Partikelfilter
Diesel-Partikelfilter sorgen für saubere Luft. Sie halten in ihrem Inneren die Rußteilchen effektiv zurück. Je nach Anwendung und Einsatzbedingung kommen unterschiedliche Systeme zum Einsatz. Für die Erstausrüstung bei Pkw oder die Nachrüstung bei schweren Nutzfahrzeugen kommen sog. „geschlossene“ Partikelfiltersysteme zum Einsatz. Für die Nachrüstung von Pkw, Transportern oder Wohnmobilen sind es meist sog. „offene“ Partikelfiltersysteme. Sie „reinigen“ sich vom abgelagerten Ruß kontinuierlich selbst, sind oft wartungsfrei und halten ein Fahrzeugleben lang.
Rußpartikel
Feststoffe wie Rußpartikel (PM – Particulate Matter oder auch Black Carbon) werden vorwiegend durch Diesel-Motoren emittiert. Bei unvollständiger Verbrennung entstehen diese Feststoffe. Rußpartikel-Emissionen haben nachweislich eine karzinogene Wirkung, denn je kleiner die Rußpartikel sind, umso einfacher gelangen diese über die Lunge in die Blutbahn und damit auch in andere Organe des Menschen. Mittlerweile ist es zudem wissenschaftlich belegt, dass Russpartikel-Emissionen Mitverursacher der atmosphärischen Erwärmung (Stichwort "Klimawandel") sind, denn Ruß absorbiert wegen seiner dunklen/schwarzen Farbigkeit das Sonnenlicht, gibt dieses als Wärme wieder ab und erhöht somit die Temperatur der unmittelbaren Atmosphäre.
Insbesondere in der Arktis kann Ruß als zweitgrößter Klimatreiber bezeichnet werden. Russpartikel tragen damit erheblich zur beschleunigten Eis- und Gletscherschmelze aber auch in den kontinentalen Hochgebirgen und Gletschermassiven bei. Nachrüstfilter für Pkw, Transporter und Wohnmobile sind meist wartungsfrei und für ein gesamtes Fahrzeugleben ausgelegt. Nachrüstsysteme benötigt weder eine Unterstützung des Motorenmanagements, Sensorik, Elektronik noch die Zugabe von Additiven um den Ruß effektiv zu mindern und kontinuierlich abzubauen. Je nach Hersteller besteht der Filter aus unterschiedlichen Materialien: Codierite, Siliciumcarbit, Aluminiumtitanat oder Sintermetall. Die heißen Motorenabgase mit den Rußpartikeln werden in das Filtergehäuse auf die jeweiligen Filtermaterialien geleitet. Die gasförmigen Bestandteile der Abgase strömen durch die mikroskopisch feinen Poren der Filtertaschen. Sie halten die Rußteilchen inklusive der Feinpartikel auf ihrer Oberfläche zurück. Die Partikel lagern sich auf den einzelnen Filtertaschen ab.
Filterregeneration
Bei einer Abgastemperatur von etwa 200°C startet die Regeneration (Reinigung) des Filters. Das mit Hilfe des Oxidationskatalysators gebildete Stickstoffdioxid (NO2) trifft auf den abgelagerten Ruß an den Filtertaschen. Dabei werden die Rußpartikel oxidiert und abgebaut; das vorher gebildete NO2 wird wieder zu Stickstoffmonoxid (NO) reduziert. Durch diesen sich ständig wiederholenden chemischen Prozess reinigt sich der Partikelfilter kontinuierlich selbst und benötigt keine zusätzlichen Regenerationshilfen, wie zum Beispiel eine Unterstützung des Motormanagements.
Kombisystem
Kombinationssysteme verfügen über einen integrierten bzw. vorgeschalteten Oxidationskatalysator oder eine leistungsfähige katalytische Beschichtung. Das sorgt für eine optimale Regeneration bei entsprechend hoher Abgastemperatur.
Klima und Kühlung
Kühlung (Motorkühlung)
Das Motor-Kühlsystem hat die Aufgabe den Motor zu kühlen, indem Wärme an die Außenluft abgegeben wird. Gleichzeitig entsteht durch den Betrieb des Motors Wärme, die für die Aufheizung des Fahrzeuginnenraums genutzt werden kann. Motor-Kühlsystem und Klimaanlage sind zwei voneinander getrennte Systeme, die sich jedoch gegenseitig beeinflussen.Die einzelnen Komponenten des Kühlkreislaufs sind durch Schlauchleitungen miteinander verbunden und bilden so ein geschlossenes System. In dem System zirkuliert das Kühlmittel, angetrieben durch eine mechanische oder elektrische Pumpe. Die bei der Verbrennung des Kraftstoffs entstehende Wärme, die auf die Bauteile des Motors übergeht, wird an das Kühlmittel abgegeben.
Durch die Zirkulation wird Wärme an die Außenluft abgeführt und damit das Kühlmittel abgekühlt. Ein oder mehrere Lüfter (mechanisch oder elektrisch angetrieben), die vor oder hinter dem Kühler angebracht sein können, unterstützen den Abkühlungsprozess. Insbesondere geschieht dies bei langsamer Fahrt oder Stillstand des Fahrzeugs.
Um die Temperatur des Kühlmittels bzw. des Motors relativ konstant zu halten, wird der Kühlmittelfluss durch ein Thermostat gesteuert.
Klima und Kühlung
Thermo-Management
Das Motorkühlungssystem
Wie alle wissen, ist der Motorraum deutlich enger geworden, hierdurch baut sich eine enorme Hitze auf, die abgeleitet werden muss. Um den Motorraum abzukühlen, werden an moderne Kühlungssysteme hohe Ansprüche gestellt, dadurch hat es in letzter Zeit große Fortschritte im Bereich Kühlung gegeben.
Die Anforderung an das Kühlsystem sind:
– Verkürzte Warmlaufphase
– Schnelle Innenraumaufheizung
– Geringer Kraftstoffverbrauch
– Längere Lebensdauer der Komponenten
Die Basis aller Motorkühlunssysteme besteht aus den folgenden Komponenten:
– Kühlmittelkühler
– Thermostat
– Kühlmittelpumpe (mechanisch oder elektrisch)
– Ausgleichsbehälter (Ausdehnungsbehälter)
– Leitungen
– Motorlüfter (Keilriemen angetrieben oder Visco®)
– Temperatursensor (Motorsteuerung / Anzeige
Kühlmittel-Kühler
Kühlmittel-Kühler werden im Luftstrom der Fahrzeugfront verbaut. Sie haben die Aufgabe, die durch die Verbrennung im Motor erzeugte Wärme, die durch das Kühlmittel aufgenommen wird, an die Außenluft abzugeben.
Kühlmittel Pumpe
Die Kühlmittel Pumpe wird mechanisch oder elektrisch angetrieben und befördert das Kühlmittel durch den Kühlmittel-Kreislauf.
Kühlerlüfter
Ein oder mehrere mechanisch oder elektrisch angetriebene Kühlerlüfter unterstützen den Abkühlungsprozess des Kühlmittels. Die Lüfter sind vor oder hinter dem Kühler angebracht und können elektronisch geregelt sein.
Thermostat
Das mechanische oder elektronisch geregelte Kühlmittelthermostat befindet sich im Kühlmittel-Kreislauf und regelt die Kühlmitteltemperatur.
Wärmetauscher
Das mechanisch, pneumatisch, oder elektrisch angesteuerte Heizungsventil öffnet und schließt den Kühlkreislauf zum Wärmetauscher.
Wärmetauscherventil (optional)
Die vom Innenraumlüfter angesaugte Luft wird durch den Wärmetauscher geleitet und dabei erwärmt.
Funktion:
Luft- oder wassergekühlte LLK haben die Aufgabe, die vom Turbolader Verdichtete Luft herunterzukühlen um somit einen besseren Leistungsgrad des Motors zu erzielen. LLK müssen nach einem mechanischen Defekt des Turboladers erneuert werden.
Die Fahrzeugklimatisierung
Kompressor
Der Kompressor wird vom Fahrzeugmotor über einen Keilriemen angetrieben und verdichtet das angesaugte gasförmige Kältemittel, um es anschließend an den Kondensator weiterzuleiten.
Kondensator
Der Kondensator befindet sich vor dem Motorkühler und kühlt das vom Kompressor kommende Kältemittel ab, so dass dieses im flüssigen Zustand den Kondensator wieder verlässt.
Filtertrockner
Der Filtertrockner hat die Aufgabe dem flüssigen Kältemittel Fremdkörper und Feuchtigkeit zu entziehen. Darüber hinaus dient er als Kältemittelspeicher. Im Inneren des Gehäuses befindet sich ein Filterkissen aus Granulat, welches nur eine bestimmte Menge an Feuchtigkeit aufnehmen kann.
Expansionsventil
Das Expansionsventil ist der Trennpunkt zwischen Hoch- und Niederdruckbereich. Es regelt temperaturabhängig den Kältemittelfluss, indem es mal mehr und mal weniger flüssiges Kältemittel in den Verdampfer einspritzt. Gleichzeitig leitet es das gasförmige Kältemittel aus dem Verdampfer an den Kompressor weiter.
Abgassystem
Lambdasonde
Die Lambdasonde ist ein Instrument zur Abgasregelung für Benzin, Diesel und Gas. Es handelt sich hierbei um einen Sauerstoffkonzentrations-Sensor, der den Restsauerstoffgehalt des Abgases misst und über diesen Wert das Kraftstoff-Zumesssystem regelt. Anhand der Lambdasondenspannung erkennt das Steuergerät die Gemischzusammensetzung (mager oder fett). Bei zu fettem Gemisch muss die Kraftstoffmenge im Mischungsverhältnis reduziert werden und bei zu magerem Gemisch die Kraftstoffmenge erhöht werden. Durch den Messwert der Lambdasonde regelt das Steuergerät die Einspritzmenge so, dass eine optimale Gemischzusammensetzung gewährleistet ist, um ideale Voraussetzungen für die Abgasbehandlung im Katalysator zu schaffen. Hierbei wird die Motorlast mit berücksichtigt.
Eine mögliche zweite Lambdasonde, die Diagnosesonde (nach dem Katalysator), erkennt ob die Regelsonde (vor dem Katalysator) noch optimal arbeitet. Das Steuergerät kann diese Abweichung dann rechnerisch kompensieren.
Anordnung im Einspritzsystem
Bei neueren Motoren befindet sich je eine Lambdasonde im Abgassystem vor und eine nach dem Katalysator. Eine Elektrodenseite des Sensorelements wird vom Abgas umspült und die andere steht mit der Außenluft in Verbindung. Die Außenluft dient dabei als Referenzluft für die Restsauerstoffmessung. Die aktuellste Generation der Lambdasonden vereinfacht das System dadurch, dass Sie den, anhand der Aussenluft gemessenen Referenzwert durch eine Referenzspannung ersetzt.
Arten von Lambdasonden
Heute gibt es grundsätzlich zwei verschiedene Sondenarten, die Sprung- und die Breitbandsonden. Die Sprungsonde erzeugt im betriebswarmen Zustand (ab 350 °C) eine elektrische Spannungsänderung entsprechend dem Sauerstoffgehalt im Abgas. Sie vergleicht den Restsauerstoffgehalt im Abgas mit dem Sauerstoffgehalt der Umgebungsluft und erkennt den Übergang vom fetten Gemisch (Luftmangel) zum mageren Gemisch (Luftüberschuss) und umgekehrt. Die Breitbandsonde misst sowohl im fetten als auch im mageren Bereich äußerst genau. Sie hat einen größeren Messbereich und ist auch geeignet für den Einsatz in Diesel- und Gasmotoren.
Damit Lambdasonden schneller auf Betriebstemperatur kommen, somit schneller in die Abgasregelung eingreifen können und nicht mehr unbedingt in Motornähe eingebaut werden müssen, werden heutzutage beheizte Lambdasonden eingesetzt.
Aufbau der Lambdasonde
Fingersonde
Die Fingersonde enthält als Kernstück eine fingerförmige Sensorkeramik. Sie wird von einem in der Sonde integrierten Heizelement erwärmt, da ein Regelbetrieb erst ab einer Temperatur von 350 °C möglich ist. Eine Elektrodenseite des Sensorelements wird vom Abgas umspült und die andere steht mit der Außenluft in Verbindung. Die Außenluft dient dabei als Referenzluft für die Restsauerstoffmessung. Um das Sensorelement vor Verbrennungsrückständen und Kondenswasser im Abgas zu schützen, ist am Sondengehäuse abgasseitig ein Schutzrohr angebracht.
Planarsonde
Die planare Lambdasonde ist eine in Dickschicht-Technologie hergestellte Sonde. Das Sensorelement hat die Form eines lang gestreckten Plättchens. In diesem Plättchen ist außer der Messzelle auch der Heizer integriert. Damit kann eine schnellere Betriebsbereitschaft erreicht werden. Auch hier wird das Sondenelement durch geeignete Schutzrohre vor Verbrennungsrückständen und Kondenswasser im Abgas geschützt.
Klima und Kühlung
Wasserpumpe
Die Wasserpumpe trägt innerhalb des Heiz- und Kühlsystems dazu bei, dass die optimale Betriebstemperatur des Motors schnell erreicht, zuverlässig eingehalten und ein Überhitzen vermieden wird.
Fahrzeugelektrik
Lichtmaschinenregler
Für die störungsfreie Funktion eines Fahrzeuges ist eine optimale geladene Autobatterie die Grundvoraussetzung. Den Ladevorgang der Batterie überwacht und steuert der Generatorregler, der üblicherweise eine Komponente des Generators ist. Aufgrund unterschiedlicher Leistung der Generatoren und den vielen Herstellern von Generatoren gibt es inzwischen mehrere hundert verschiedene Regler –Typen. Der Generatorregler überwacht ständig die Batteriespannung und sorgt dafür, dass die Batterie immer optimal geladen wird und außerdem alle Stromverbraucher im Fahrzeug genügend Energie für ihre Funktion erhalten. Für die Regelung der vom Generator erzeugten Leistung ist der Strom durch die rotierende Magnetspule (Rotor) maßgeblich. Mit diesem Strom wird das Magnetfeld verändert. Dieser Strom wird in Abhängigkeit der zuvor gemessenen Batteriespannung vom Generatorregler gesteuert. Dieser Vorgang wiederholt sich bis zu mehrere hundert Mal in einer Sekunde, sodass ein Lastwechsel an der Batterie sehr schnell ausgeglichen werden kann. Dabei muss die vom Generator erzeugte Spannung höher sein als die Batteriespannung. Der Generator hat je nach Vorgaben der Fahrzeughersteller eine Regelspannung zwischen 14 und 15 Volt (bei PKW‘s) und 28 und 29 Volt (bei LKW‘s).
Der Regler verändert den Strom im Rotor jedoch nicht analog, sondern durch ein- und ausschalten für unterschiedliche lange Zeiten (Tastverhältnis). Wird also innerhalb einer Regelperiode der Strom für lange Zeit eingeschaltet und nur für kurze Zeit ausgeschaltet, liefert der Generator eine hohe Leistung. Umgekehrt liefert der Generator eine kleine Leistung wenn der Regler den Strom nur kurz einschaltet und für lange Zeit ausgeschaltet lässt. Außerdem passen die Generatorregler die Batterieladung automatisch der Umgebungstemperatur an. Dies ist notwendig, weil die Autobatterie bei zum Beispiel -20 ° C ein anderes Ladeverhalten hat als bei +30 ° C. Diese erforderliche Anpassung übernimmt der Regler automatisch mit einer Ladekurve die in den Datenblättern als TK (Temperaturkoeffizient) angegeben wird.
Seit ca. 15 Jahren werden den Reglern innerhalb des Generators weitere Funktionen zugeordnet, die mir der Ladung der Batterie direkt nichts zu tun haben. So bleibt zum Beispiel beim Starten / Anlassen des Fahrzeuges der Generator zunächst ausgeschaltet und erst nachdem der Motor läuft wird die Leistung des Generators mit einer langsam ansteigenden Ladekurve (2-10 sec.) gesteigert. Dies erleichtert den Starvorgang (wichtig bei kalten ‚Temperaturen oder schon schwacher Batterie). Außerdem sorgt der Regler dafür, dass der mechanische Stress, der bei Lastwechsel (Ein- und Ausschalten von Verbrauchern im Fahrzeug z. B.: Fernlicht, Sitzheizung usw.) auf den Antriebsriemen, Lager, Spannrolle usw. des Generators wirkt, minimiert wird. Bei jedem Lastwechsel regelt der Generatorregler die Generatorleistung auch wieder mit einer langsam ansteigenden, bzw. abfallenden Ladekurve auf den Sollwert (ohne diese Funktion würde die gesamte erforderliche Leistung innerhalb von einer zehntel Sekunde verändert). Bei vielen Fahrzeugen wird neuerdings die Spannungsüberwachung der Batterie nicht mehr vom Generatorregler selbst durchgeführt, sondern durch das Motorsteuergerät übernommen. Dieses ist mit dem Generatorregler entweder durch eine separate Leitung oder über das Bussystem verbunden und steuert den Regler von extern. Der Regler hat in diesem Fall also nur noch die Funktion eines einfachen Ein/Ausschalters.
Fahrzeugelektrik
Anlasser
Leicht, klein, kraftvoll und ökonomisch. Das sind die wesentlichen Grundanforderungen an einen Pkw-Starter. Moderne Modelle überzeugen mit leichter, kompakter Bauweise, denn reduziertes Gewicht verringert den Kraftstoffverbrauch und die Emissionen. Überdies sorgen kleine Starter für zusätzliche Konstruktionsfreiheiten bei der Fahrzeugentwicklung.
Das Ziel der Entwicklungsarbeit wird auch in Zukunft die Reduzierung von Baugröße und Gewicht bei gleich bleibender oder gesteigerter Leistung sein.
Aufbau des Startsystems
Kraftfahrzeug-Verbrennungsmotoren benötigen zum selbsttätigen Laufen eine Startunterstützung. Neben entsprechenden Schalt- und Steuergeräten, der Verkabelung, und der Starterbatterie zählt der Starter zu den wichtigsten Komponenten der Startanlage. Um die zum Selbstlauf des Motors benötigten Drehzahlen mit einem kleinen Startermotor erreichen zu können, wird die deutlich höhere Drehzahl des Starters durch eine geeignete Übersetzung zwischen Starterritzel und Motorzahnkranz an die Motordrehzahl angepasst.
Aufbau des Starters
Ein Starter besteht aus folgenden Baugruppen:
– Elektromotor
– Einspursystem
– Freilauf
– Ritzel und eventuell Vorgelegegetriebe.
Verbrennungsmotoren müssen mit fremder Energie gestartet werden. Dies wird durch den Anlasser gewährleistet. Der über den Zündanlassschalter aktivierte Starter bringt den Motor auf die sogenannte Startdrehzahl.
Beim Startvorgang wird das Starterritzel mithilfe des Einrückrelais in den Zahnkranz eingespurt. Der Startmotor ist entweder direkt oder über ein Vorgelegegetriebe, das die Drehzahl des Gleichstrommotors untersetzt, mit dem Starterritzel gekoppelt. Das Starterritzel treibt über den Motorzahnkranz den Verbrennungsmotor bis zum Selbstlauf an. Nach dem Anspringen kann der Verbrennungsmotor schnell auf hohe Drehzahlen beschleunigen. Bereits nach wenigen Zündungen beschleunigt er so stark, dass der Startermotor nicht mehr folgen kann. Der Verbrennungsmotor überholt den Startermotor und würde dann den Anker auf sehr hohe Drehzahlen beschleunigen, wenn nicht der Freilauf den Kraftschluss zwischen Ritzel und Anker aufheben würde. Mit dem Loslassen des Zündschlüssels fällt das Starterrelais ab, und die Ausspurfeder spurt das Ritzel aus dem Zahnkranz aus.
Start-Sopp-Starter
Neben konventionellen Startern bieten diverse Hersteller auch Starter für den Einsatz in sparsamen Start/Stopp-Systemen an. Mit diesen Start/Stopp-Startern lässt sich der CO2 -Ausstoß wie auch der Kraftstoffverbrauch im Stadtverkehr um bis zu 8 % reduzieren (Messzyklus ECE15). Im realen Stadtverkehr können die Einsparungen auch noch wesentlich höher sein. Der Fahrer spart, die Stadt atmet auf.
Das Funktionsprinzip des Start/Stopp-Systems ist so einfach wie effizient: Bei Fahrzeugstillstand und entsprechendem Ladezustand der Batterie wird der Verbrennungsmotor abgeschaltet. Soll die Fahrt fortgesetzt werden, genügt die Betätigung eines Fahrpedals, um den Motor neu zu starten. So wird bei Stillstandsphasen im Verkehr, zum Beispiel im Stau oder an roten Ampeln, weder Kraftstoff verbraucht noch CO2 ausgestoßen. Und die Geräuschemissionen sinken auf Null.
Abgassystem
Katalysator
Ein Katalysator besteht aus einem Edelstahlgehäuse, in dem ein metallischer (Metalith) oder keramischer (Monolith) Träger gelagert ist. Dieser Träger ist in Längsrichtung von einer Vielzahl feiner Kanäle durchzogen. Ziel ist es eine möglichst große Oberfläche zu schaffen, damit der Katalysator eine optimale Wirkung hat. Die Trägeroberfläche wird mit einer hochporösen Schicht (Wash-Coat) versehen, in die Edelmetalle (Platin, Paladium und/oder Rhodium) eingelagert sind. Diese Edelmetalle sind der eigentliche Katalysator, an dem die chemischen Reaktionen zur Abgasreinigung ablaufen.
Drei-Wege-Katalysator
Um seine volle Wirkung entfalten zu können, benötigt ein Drei-Wege-Katalysator eine bestimmte Abgaszusammensetzung. Es muss dabei genau so viel Sauerstoff freigesetzt werden, wie zur Oxidation der Kohlenwasserstoffe und des Kohlenmonoxids benötigt wird. Dies ist dann der Fall, wenn 1 Teil Kraftstoff mit 14,7 Teilen Luft vermischt und im Motor verbrannt wird. Man spricht hier von einem stöchiometrischen Gemisch (Lambda = 1). Um dieses Gemisch zu erreichen misst die zwischen dem Motor und des Katalysators platzierte Lambda-Sonde den Restsauerstoffgehalt im Abgas. Die Motorsteuerung verarbeitet das Messergebnis und gibt die Steuerimpulse für eine optimale Gemischbildung. Im Katalysator für Ottomotoren laufen alle drei genannten Vorgänge gleichzeitig ab. Er wird daher auch als Drei-Wege-Katalysator bezeichnet.
EOBD
Austausch-Katalysatoren mit einer Elektronischen On-Board-Diagnose (EOBD) für Euro 3- und Euro 4- Fahrzeuge werden als EOBD-fähige Katalysatoren bezeichnet. Vor allem neuere Fahrzeugmodelle verfügen über eine EOBD. Auch die neuen Generationen der Austausch-Katalysatoren im Dieselbereich besitzen in der Regel eine EOBD Funktion. Diese überwacht während der Fahrt alle abgasrelevanten Bauteile und Sensoren. Dabei hält sie Fehlfunktionen fest und zeigt diese bspw. durch eine Warnlampe (MIL) dem Fahrer an.
Oxidationskatalysator
Dieselmotoren arbeiten grundsätzlich mit einem hohen Luftüberschuss und haben daher einen hohen Anteil an Sauerstoff im Abgas. Der Katalysator für Dieselmotoren oxidiert Kohlenmonoxid (CO) zu Kohlendioxid (CO2) sowie Kohlenwasserstoffe (HC) zu Kohlendioxid (CO2) und Wasserdampf (H2O).
Fahrzeugelektrik
Generatoren
Der Motor eines Fahrzeuges, genauso wie die Batterie und zahlreiche elektrische Komponenten müssen während des Fahrbetriebs und unter allen Betriebsbedingungen mit Spannung versorgt werden. Diese Aufgabe übernimmt der vom Motor angetriebene Generator.
Fahrzeugelektrik
Batterie
Die Batterie eines modernen Fahrzeuges dient heute nicht nur dem Start des Fahrzeuges, sondern muss auch eine Vielzahl von elektrischen Verbrauchern versorgen. Insbesondere Komfortelemente, wie die Klimaanlage und Sitzheizungen als auch Sicherheitssysteme wie zum Beispiel ABS und ESP benötigen zusätzliche Energie, die nicht über die reine Leistung der Lichtmaschine abgedeckt ist. Insbesondere vor dem Hintergrund, dass es zunehmend zu stockendem Verkehr im innerstädtischen Bereich kommt und so die Leistung der Lichtmaschine zusätzlich reduziert wird. Neue Antriebssysteme wie StartStopp und Hybridfahrzeuge stellen zudem neue Anforderungen an die Leistungsfähigkeit und Zuverlässigkeit einer modernen Starterbatterie. Auch LKW-Batterien stellen spezielle Anforderungen an eine Starterbatterie, sie benötigen eine besonders hohe Rüttel- und Zyklenfestigkeit.
Vor diesem Hintergrund bietet sich eine moderne AGM (Absorbent Glass Mat) Batterie an. Der Elektrolyt wird hier in einem absorptionsfähigen Glasfließ fest gebunden. Diese Technologie lässt keine Säureschichtung zu und sichert eine sehr hohe Rüttel- und Zyklenfestigkeit bei maximaler Leistung.
Aufbau und Technik
Damit eine Blei-Säure-Batterie Strom abgeben kann, müssen positive Masse (Bleidioxid) und negative Masse (Blei) in unmittelbarer Berührung mit verdünnter Schwefelsäure stehen. Die kleinste Einheit der Batterie ist die Zelle. Sie enthält positive und negative Platten, die durch sogenannte Separatoren (Isolatoren) voneinander getrennt sind. Je mehr Plattenvolumen die Zelle enthält, desto größer ist ihre Kapazität, d.h. desto größer ist die Elektrizitätsmenge, die sie abgeben kann. Ferner enthält die Zelle verdünnte Schwefelsäure. Diese dringt in die Platten und Separatoren ein und füllt die Hohlräume, so dass die Bleidioxid- bzw. Bleiteilchen ständig mit Säure in unmittelbarer Berührung stehen. Die in die Zelle eingefüllte Säure befindet sich also teils in den Platten und Separatoren, teils außerhalb der Platten. Die außerhalb der Platten befindliche Säure dient als Säurevorrat und natürlich auch der Stromleitung innerhalb der Zelle.
Die Batterie im Einsatz
Wird die Batterie mit einem Verbraucher gekoppelt, fließt ein Strom, der die Batterie entlädt. Die Elektronen bewegen sich von der negativen zur positiven Platte. Zum Ausgleich wandern Sulfat-Ionen aus dem Elektrolyt zur negativen Platte und werden dort zusammen mit dem Blei zu Bleisulfat. Aus dem Bleidioxid an der positiven Platte entsteht – unter Bildung von Wasser – bei Verbrauch von Sulfat-Ionen und Wasserstoffionen ebenfalls Bleisulfat. Bei der Aufladung wird die Batterie an eine Gleichspannungsquelle gekoppelt. Der Elektronenfluss geht von der positiven zur negativen Platte. Der Elektronenfluss bewirkt an der negativen Platte eine Reduktion des Bleisulfates, während an der positiven Platte das Bleisulfat unter Elektronenabgabe und Aufnahme von Sauerstoffatomen zu Bleidioxid wird. In der Flüssigkeit entsteht Schwefelsäure und die Wassermenge verringert sich.
Fahrzeugelektronik
Aktuatoren
Die Produkte Sensoren und Aktuatoren lassen sich aufgrund der Universalität überall dort einsetzen wo gesteuert, gemessen, geregelt und überwacht werden soll. Egal, ob es sich dabei um eine Anwendung in Fahrzeugen (wie z.B. Bussen, Traktoren, Baumaschinen etc.) oder um eine industrielle Anwendung handelt.
Hohes Umweltbewusstsein und steigende Kraftstoffpreise erhöhen die Erwartungen an minimalen Kraftstoffverbrauch und Schadstoffemission – allerdings bei maximaler Leistung und bestem Fahrkomfort. Hohe Ansprüche an Laufkultur und Abgasverhalten eines Fahrzeuges bedingen deshalb hohe Anforderungen an die Gemischzusammensetzung jedes Arbeitstaktes im Ottomotor. Aktuatoren ermöglichen eine optimale, verbrauchsoptimale Einspritzung der Kraftstoffmasse.
Typische Anwendungsgebiete für Aktuatoren:
– Ver-/ Entriegelung
– Fernbetätigung von Tankdeckeln
– Heckklappen, Motorhauben
– Ablagefächern
Leerlaufsteller
Der Leerlaufsteller regelt die Leerlaufdrehzahl des Motors. Der Schrittmotor ist direkt an das Ansaugsystem angebaut. Er öffnet und schließt mit Hilfe einer konischen Regelstange einen Bypass zur Drosselklappe. Dadurch wird die Leerlaufdrehzahl, je nach Belastung des Motors zum Beispiel bei Zu- oder Abschalten eines Verbrauchers, auf einem konstantem Wert gehalten.
Fahrzeugelektronik
Sensoren
Die Produkte Sensoren und Aktuatoren lassen sich aufgrund der Universalität überall dort einsetzen wo gesteuert, gemessen, geregelt und überwacht werden soll. Egal, ob es sich dabei um eine Anwendung in Fahrzeugen (wie z.B. Bussen, Traktoren, Baumaschinen etc.) oder um eine industrielle Anwendung handelt.
Sensoren sind in der heutigen Zeit aus unseren Autos gar nicht mehr wegzudenken. Sie übernehmen unzählige Aufgaben im Steuerungs- und Regelungskreis und sorgen darüber hinaus für Sicherheit und Komfort, indem sie physikalische Größen wie z. B. Bewegung, Temperatur, Druck und Durchfluss erfassen.
– Sensoren für Antriebsstrangregelung:
Impulsgeber, Kurbelwelle
Der Kurbelwellensensor dient zur Erfassung der Motordrehzahl und der Position der Kurbelwelle. Aus diesen Werten errechnet das Steuergerät den Einspritz- und den Zündimpuls.
Nockenwellenposition
Der Nockenwellensensor befindet sich am Zylinderkopf und tastet einen Zahnkranz an der Nockenwelle ab. Diese Information wird benötigt für z. B. den Einspritzbeginn bei der sequentiellen Einspritzung, für das Ansteuerungssignal des Magnetventils bei dem Pumpe-Düse-Einspritzsystem und für die zylinderselektive Klopfregelung.
Luftmassenmesser
Der Luftmassenmesser wird zwischen dem Luftfiltergehäuse und dem Ansaugkrümmer montiert. Er misst den vom Motor angesaugten Luftmassenstrom. Dies ist die Grundlage für die Bestimmung der Kraftstoffmenge, die dem Motor zugeführt werden muss.
Ansauglufttemperatur/Außentemperatur/Innenraumtemperatur
Lufttemperatursensoren erfassen die Temperatur der Umgebungsluft. Die gemessenen Werte dienen zur Steuerung verschiedener Systeme z.B. Klimaanlage oder als Korrekturwert für das Einspritzsystem. Der Einbauort richtet sich nach der zu messenden Lufttemperatur z.B. befindet sich der Ansauglufttemperatursensor in der Luftführung der Ansaugluft.
Kühlmitteltemperatur
Der Kühlwassertemperatursensor wird in das Kühlsystem eingeschraubt. Die Messspitze ragt in das Kühlwasser und erfasst die Temperatur. Dieser Wert dient dem Steuergerät zur Anpassung der einzuspritzenden Kraftstoffmenge an die Motortemperatur.
Drosselklappenstellung
Drosselklappensensoren sind an der Drosselklappenachse befestigt und überwachen den Öffnungswinkel der Drosselklappe. Aus den Werten errechnet die Motorelektronik die Kraftstoffmenge, die in Abhängigkeit weiterer Faktoren eingespritzt wird.
Klopfsensoren
Klopfen ist eine unkontrollierte Form der ottomotorischen Verbrennung. Da Klopfen dauerhaft zu Schäden am Motor führen kann, muss es kontrolliert und geregelt werden. Das Motorsteuergerät wertet die vom Klopfsensor eingehenden Spannungssignale aus und regelt den Zündzeitpunkt in einem Bereich kurz unterhalb der sogenannten Klopfgrenze. Klopfsensoren werden durch das Steuergerät permanent überwacht.
Saugrohr-Druck
Der Saugrohr-Drucksensor misst den Saugrohrunterdruck nach der Drosselklappe und gibt diesen Wert als elektrisches Signal an das Motorsteuergerät weiter. Zusammen mit dem Wert des Lufttemperatursensors wird daraus die angesaugte Luftmasse berechnet.
Lambdasonden
Die Lambdasonde misst den Restsauerstoffgehalt im Abgas, um immer ein optimales Gemisch zur Verbrennung zu gewährleisten. Je nach Sondentyp wird durch ein chemisches Element (Titandioxid/Zirkondioxid) und Restsauerstoffgehalt des Abgases eine Spannung beeinflusst, die dem Steuergerät als Messgröße dient.
– Sensoren für Karosserie-Elektronik:
Raddrehzahl
Die Raddrehzahl dient Hilfssystemen wie ABS und ASR als Drehzahlwert sowie GPS-Systemen zur Errechnung zurückgelegter Strecken. Ein Defekt bewirkt den Ausfall dieser Systeme. Dadurch wird die Sicherheit erheblich beeinträchtigt.
Geschwindigkeit, Getriebe
Der Getriebesensor erfasst die Getriebedrehzahl. Das Drehzahlsignal dient dem Steuergerät zur genauen Regelung des Schaltdruckes bei den Schaltübergängen und zur Entscheidung, welcher Gang zu welchem Zeitpunkt geschaltet werden muss.
Geschwindigkeit, Wegstrecken
Wegstreckensensoren dienen zur Erfassung der Fahrgeschwindigkeit. Sie werden am Getriebe oder an der Hinterachse montiert. Die gewonnenen Informationen werden benötigt für die Geschwindigkeitsanzeige, Geschwindigkeitsregelanlage und die Wandlerschlupfanlage.
Motorölstand/Kühlmittelstand
Aus Gründen der Betriebssicherheit und zur Steigerung des Komforts werden Füllstände wie z. B. Motoröl, Kühlwasser und Waschwasser mit Niveausensoren überwacht. Diese senden ein Signal an das Motorsteuergerät, welches eine Kontrolllampe aktiviert.
Bremsbelagverschleiß
Die Bremsverschleißsensoren befinden sich an den Bremsbelägen und unterliegen der gleichen Abnutzung. Bei Erreichen der Verschleißgrenze wird diese dem Fahrer durch ein optisches Signal angezeigt.
Fahrzeugelektronik
Drosselklappensensor
Drosselklappensensoren sind an der Drosselklappenachse befestigt und überwachen den Öffnungswinkel der Drosselklappe. Aus den gewonnenen Informationen errechnet die Motorelektronik die Kraftstoffmenge, die in Abhängigkeit weiterer Faktoren (z.B. Motortemperatur, Luftdruck, Drehzahl) eingespritzt wird.
Drosselklappensensoren gibt es in verschiedenen Bauformen:
Drosselklappenschalter:
Im Drosselklappenschalter befinden sich zwei Schalter, die über eine Schaltkulisse betätigt werden. Über die beiden Schalter erkennt die Motorelektronik die beiden Zustände Leerlauf und Volllast. (Leerlauf bei geschlossener Drosselklappe, Volllast bei einem festgelegten Öffnungswinkel). Bei geschlossenem Volllastschalter wird die Einspritzmenge des Kraftstoffes erhöht.
Drosselklappenpotentiometer:
Beim Drosselklappenpotentiometer wird der Öffnungswinkel der Drosselklappe durch einen regelbaren Widerstand erfasst. Da Öffnungswinkel und Widerstandswert in einem festen Verhältnis zueinander stehen, kann die Motorelektronik jederzeit den Winkel der Drosselklappe erkennen. Außerdem wird die Winkelgeschwindigkeit (Zeit in der die Änderungen des Drosselklappenwinkels stattfinden) mit erfasst. Bei schneller Veränderung, z. B. wenn das Gaspedal schnell durchgetreten wird, spritzt die Motorelektronik mehr Kraftstoff ein.
Mögliche Fehlfunktionen:
Der Drosselklappensensor reagiert auf jede Veränderung des Gaspedales und unterliegen damit einem mechanischen Verschleiß. Außerdem sind sie extrem empfindlich gegen Verschmutzung durch Ölfilme, Staub und Feuchtigkeit. Gummidichtungen sollen dies zwar verhindern, doch durch die Einflüsse im Motorraum (Extreme Temperaturveränderungen, Vibrationen, Öle, Reinigungsmittel usw.) können Dichtungen spröde werden. Dadurch können Drosselklappensensoren folgende Fehlfunktionen erzeugen:– Startschwierigkeiten des Motors.– Veränderungen der Drehzahl, obwohl die Stellung des Gaspedales nicht verändert wird.– Erhöhter Kraftstoffverbrauch.–Stottern, Bocken des Motors bei Veränderung der Gaspedalstellung.
Motor
Glühkerzen
Dieselmotoren sind Selbstzünder, das heißt: Der eingespritzte Kraftstoff entzündet sich, ohne dass ein Zündfunke notwendig ist. Die Auslösung des Arbeitstaktes erfolgt in drei Schritten:
1. Zunächst wird reine Luft angesaugt.
2. Diese Luft wird auf 30–55 bar verdichtet – dabei erhitzt sie sich auf 700–900 °C.
3. Dieselkraftstoff wird in die Brennkammer eingespritzt. Durch die hohe Temperatur der komprimierten Luft wird die Selbstzündung ausgelöst, der Innendruck steigt stark an und der Motor leistet seine Arbeit.
Im Vergleich zu Ottomotoren erfordern Selbstzünder aufwendigere Einspritzsysteme und Motorbau-formen. Die ersten Dieselmotoren waren keine besonders komfortablen und drehfreudigen Antriebsaggregate. Durch den harten Verbrennungsablauf waren sie in kaltem Zustand sehr laut. Sie waren gekennzeichnet durch ein höheres Leistungsgewicht, eine geringe Leistung pro Liter Hubraum sowie ein schlechteres Beschleunigungsverhalten. Durch stetige Weiterentwicklung der Einspritz-technik und der Glühkerzen konnten all diese Nachteile beseitigt werden. Heute gilt der Diesel als gleich- oder gar höherwertige Antriebsquelle. Glühkerzen müssen in einer möglichst kurzen Zeit eine hohe Temperatur zur Zündunterstützung bereitstellen – und diese Temperatur unabhängig von den Randbedingungen halten oder sogar in Abhängigkeit von diesen anpassen.
Beim Vorglühen fließt anfangs starker Strom über den Anschlussbolzen und die Regelwendel zur Heizwendel. Diese erhitzt sich schnell und bringt die Heizzone zum Glühen. Das Glühen breitet sich rasch aus – und nach 2–5 Sekunden glüht der Heizstab bis nahe an den Kerzenkörper. Dadurch wird die Temperatur der durch den Strom schon erhitzten Regelwendel zusätzlich erhöht. In der Folge steigt ihr elektrischer Widerstand, und der Strom wird so weit reduziert, dass der Glühstab nicht beschädigt werden kann. Ein Überhitzen der Glühkerze ist somit nicht möglich. Erfolgt kein Start, wird die Glühkerze nach einer gewissen Bereitschaftszeit durch das Glühzeitsteuergerät abgeschaltet.
Fahrzeuge älterer Bauart sind zumeist mit Glühkerzen bestückt, die lediglich vor und während der Startphase glühen. Moderne Diesel-Pkw laufen in der Regel mit nachglühfähigen Glühkerzen vom Band.
Das heißt, sie glühen
- vor dem Start,
- während der Startphase,
- nach dem Start und
- während dem Motorbetrieb (im Schubbetrieb).
Das elektronisch gesteuerte Vorglühen beginnt mit der Betätigung des Zündschloss-Anlassschalters und dauert bei normalen Außentemperaturen bis zur Startbereitschaft etwa 2–5 Sekunden. Die Nachglühzeit beträgt bis zu 3 Minuten nach dem Start des Motors, um die Schadstoff- und Geräuschemissionen zu minimieren. Der Motorbetriebszustand wird z. B. über die Messung der Kühlwassertemperatur erfasst. Der Nachglühvorgang dauert so lange, bis die Kühlwassertemperatur 70 °C erreicht, oder er wird nach einer im Kennfeld abgelegten Zeit abgestellt. Liegt die Kühlwassertemperatur schon vor dem Start über 70 °C, wird in den meisten Fällen nicht nachgeglüht.
Schutz vor Überhitzng
Selbstregelnde Stabglühkerzen schützen sich vor Überhitzung, indem sie den Strom von der Batterie zur Kerze mit steigender Temperatur begrenzen. Bei laufendem Motor erhöht sich die Spannung jedoch so weit, dass Glühkerzen, die nicht für die neueste Technik konzipiert sind, durchbrennen. Dazu kommt, dass die bestromten Kerzen nach dem Start hohen Verbrennungstemperaturen ausgesetzt sind und somit von innen und außen aufgeheizt werden. Die nachglühfähigen Stabglühkerzen sind bei voller Generatorspannung funktionsfähig. Ihre Temperatur steigt zwar schnell an, wird dann aber durch die neue Regelwendel auf eine Beharrungstemperatur abgeregelt, die unter derjenigen der nicht nachglühfähigen Kerzen liegt.
Schnellstart in 2 Sekunden
Bei der nachglühfähigen Glühkerze ist es gelungen, die Glühzeit auf 2–5 Sekunden zu verkürzen. Um das zu erreichen, haben die Konstrukteure den Durchmesser des Heizstabes an seinem vorderen Ende reduziert. Dadurch beginnt der Heizstab in dieser Zone sehr schnell zu glühen. Bei einer Temperatur von 0 °C dauert es gerade mal 2 Sekunden bis zum Start. Bei tieferen Temperaturen passt sich das System durch die Glühzeitregelung an die Erfordernisse an und erhöht die Glühzeit entsprechend: bei –5 °C etwa 5 und bei –10 °C rund 7 Sekunden.
Bremse
Bremsflüssigkeit
Die Bremsflüssigkeit hat die Aufgabe, die vom Autofahrer erzeugte Pedalkraft auf die Radbremsen zu übertragen. Sobald der Autofahrer das Bremspedal tritt, wirkt seine Fußkraft über das Bremspedal auf den Bremskraftverstärker. Der Hauptzylinder wandelt die verstärkte Fußkraft in hydraulischen Druck um. Dieser wird schließlich über Bremsleitungen und Bremsschläuche zu den Radbremsen übertragen. Die Bremsflüssigkeit dient hierbei als Übertragungsmedium. An die Bremsflüssigkeit werden hohe Anforderungen gestellt. Unter anderem darf sie Gummidichtungen nicht angreifen, muss die Komponenten des Bremssystems vor Korrosion und Verschleiß schützen und vor allem temperaturbeständig sein. Denn die beim Bremsen erzeugte Wärme geht zum Teil auf die Bremsflüssigkeit über. Dabei entstehen hohe Temperaturen, was im Extremfall zum Sieden der Bremsflüssigkeit führen kann. Doch wenn die Bremsflüssigkeit kocht, gibt das Bremspedal nach und die Bremsleistung nimmt stark ab. Denn beim Sieden der Bremsflüssigkeit entstehen Dampfblasen, die sich zusammendrücken lassen. Bremsimpulse kommen an den Radbremsen nicht mehr an, das Bremspedal fällt bis zum Bodenblech und man spricht vom gefürchteten „Tritt ins Leere“.
Aus diesem Grund ist der Siedepunkt einer Bremsflüssigkeit besonders wichtig. Hierbei spricht man vom Trocken- und vom Nasssiedepunkt. Der Trockensiedepunkt beschreibt die Eigenschaft einer neuen, noch versiegelten Bremsflüssigkeit. Er liegt in der Regel zwischen 240°C und 280°C
Bremsflüssigkeit hat aufgrund ihrer Zusammensetzung hygroskopische Eigenschaften. Das heißt, sie nimmt aus ihrer Umgebung – vor allem durch die Bremsschläuche – Feuchtigkeit auf. Das hat zur Folge, dass der Wassergehalt der Bremsflüssigkeit mit der Zeit steigt und der Siedepunkt sinkt. Bei einem Wassergehalt von 3,5 Prozent ist der sogenannte Nasssiedepunkt erreicht. Ab diesem Zeitpunkt muss die Bremsflüssigkeit gewechselt werden.
Der tatsächliche Siedepunkt der Bremsflüssigkeit kann in einer Fachwerkstatt mit Hilfe eines Testgerätes ermittelt werden. Dies sollte jährlich durchgeführt werden. Damit die Funktion der Bremsanlage sichergestellt ist, muss die Qualität der Bremsflüssigkeit den Vorgaben des Fahrzeugherstellers entsprechen. Darüber hinaus müssen die vorgeschriebenen Wechselintervalle eingehalten werden.
Sehr wichtig ist des Weiteren die Viskosität, also die Zähflüssigkeit der Bremsflüssigkeit. Die Viskosität sichert die Funktion verschiedener Bremssysteme. Bei modernen Regelsystemen, wie z.B. ABS oder ESP® ist eine besonders niedrige Viskosität Voraussetzung für absolut zuverlässige Regelvorgänge in Bruchteilen von Sekunden. Die Hydraulikaggregate dieser Systeme haben eine Vielzahl von kleinen Bohrungen und Kanälen, die zum Teil kleiner sind als der Durchmesser eines menschlichen Haares. Die Auswahl einer Bremsflüssigkeit mit falscher Viskosität kann fatale Folgen für die Funktion moderner Bremssysteme haben.
Die Minimalanforderungen an Bremsflüssigkeiten wurden vom United States Department of Transportation (DOT) anhand der Norm FMVSS (Federal Motor Vehicle Safety Standard) 116 definiert. Die dort enthaltenen Klassen unterscheiden sich nach ihrem Trocken- und Nasssiedepunkt, sowie der Viskosität.
Siedepunkte nach DOT-Standard:
Typ: | Trockensiedepunkt | Nasssiedepunkt | Viskosität |
|---|---|---|---|
in °C | in °C | in mm²/sec | |
DOT 3 | 205 | 140 | 1.500 |
DOT 4 | 230 | 155 | 1.800 |
DOT 5.1 | 260 | 180 | 900 |
Folgende Bremsflüssigkeiten sind am Markt üblich:
DOT 3-Bremsflüssigkeiten sind oft in älteren Fahrzeugen zu finden. Das Mischen von DOT3-Flüssigkeiten mit anderen Bremsflüssigkeiten ist nicht zu empfehlen.
DOT 4-Bremsflüssigkeiten haben einen höheren Siedepunkt und werden zumeist in aktuellen Fahrzeugmodellen eingesetzt. Für Fahrzeuge mit elektronisch geregelten Bremssystemen wie ABS oder ESP® bieten einige Hersteller Bremsflüssigkeiten auf DOT4-Basis an, die aber eine geringere Viskosität aufweisen. Sie sind z.B. unter Namen wie „DOT4 Plus“, „DOT4 Pro“ oder „DOT4 HP“ erhältlich.
DOT 5-Bremsflüssigkeit ist eine Flüssigkeit auf Silikonbasis und typisch für den amerikanischen Markt. Sie darf nicht mit der DOT 5.1 verwechselt werden, die auf mineralischer Basis (Glykolbasis) hergestellt wird.
Die DOT 5.1-Bremsflüssigkeit ist kompatibel mit den DOT 3- und DOT 4-Varianten. Durch das hervorragende Wasserbindungsvermögen ist der Abfall des Siedpunktes minimal. Diese Flüssigkeit ist ideal für extreme Einsatzbedingungen und rennsportbegeisterte Fahrer.
Die von einigen Fahrzeugherstellern (z.B. Citroen) verwendeten Hydraulikflüssigkeiten auf Mineralölbasis werden üblicherweise nicht als Bremsflüssigkeiten bezeichnet. Sie dürfen nicht mit DOT-Bremsflüssigkeiten gemischt werden. Erkennen kann man letztere an ihrer fluoreszierten grün-gelben Farbe.
Spezialwerkzeug
Spezialwerkzeug
Qualifizierte Kfz-Werkstätten wissen genau, dass ihre Mechaniker nur mit Qualitätswerkzeugen sicher, schnell und präzise arbeiten können. Dadurch lässt sich eine professionelle Reparatur vom Fachmann in kurzer Zeit erledigen und der Autofahrer spart Geld und kann sich auf die Reparaturqualität verlassen. Ohne gute und auf den entsprechenden Anwendungsfall exakt abgestimmte Spezialwerkzeuge ist eine fach- und sachgerechte Arbeit in der Fachwerkstatt nahezu unmöglich. Fachwerkstätten arbeiten nicht nur hochprofessionell, sondern bedienen sich zur Abrundung ihres handwerklichen Könnens auch einer Vielfalt von Qualitätshandwerkzeugen, Werkstattwagen und –einrichtungen. Qualitätsarbeit setzt natürlich, neben der Montage von Qualitäts-Ersatzteilen, den Einsatz von absolut hochwertigem und stets zuverlässigem Werkzeug voraus. Die seit Jahren immer technisch ausgereifter und anspruchsvoller werdenden Fahrzeuge erfordern den Einsatz von zahlreichen Spezialwerkzeugen als die „richtigen Problemlöser“ für den jeweiligen geforderten Einsatzzweck. Mit Ihnen gelingt es dem Kfz-Handwerker problemlos und schnell selbst an die verwinkeltsten Einbauorte zu gelangen, um die Schraubverbindung und das Bauteil korrekt zu lösen und wieder zu montieren. Spezialwerkzeuge sparen somit wertvolle Zeit und damit dem Werkstattkunden auch direkt Geld für seine beauftragten Reparatur- oder Inspektionsarbeiten. 80% aller Schraubverbindungen in einem Kfz verfügen heutzutage über exakt vorgeschriebene Drehmomentvorgaben. Demzufolge sind Drehmomentgenauigkeiten von höherer Bedeutung denn je. Mit einem klassischen Hammer, Zange oder sog. „Knochen“ kommt die Profi-Werkstatt heute nicht mehr weit. Im Zeitalter von zertifizierten DIN/ISO-Werkstätten gelten Drehmomentschlüssel als hochpräzise Messinstrumente. Deren regelmäßige Kalibrierung gibt dem Anwender die Sicherheit in der Schraubverbindung an die Hand, die letztendlich dem Autofahrer im Straßenverkehr allzeit eine „gute und sichere Fahrt“ aus technischer Sicht gewährleistet. Seitens der Automobilindustrie werden führende Werkzeugentwickler und -hersteller, oftmals bereits in der Fahrzeugentwicklung mit eingebunden, um schon in einem sehr frühen Stadium zu sehen, wo später bei eventuellen Reparaturen am Fahrzeug Spezialwerkzeuge zum Einsatz kommen. Auch die Teilehersteller wissen um die hohe Bedeutung von Qualitätswerkzeugen und arbeiten besonders im Bereich anspruchsvoller Reparaturen mit Spezialwerkzeugen sehr eng mit den Werkzeugherstellern zusammen.
Fazit:
Stetige hohe Investitionen der Fachwerkstätten in professionelle Qualitätswerkzeuge und regelmäßige Fortbildung Ihrer Mechaniker auf den verschiedensten Gebieten der Autoreparatur und Instandhaltung sowie bei der Weiterentwicklung modernster Reparaturmethoden lassen den modernen Mechatroniker so zu einem „Chirurgen Ihres Fahrzeugs“ werden, bei dem Ihr Auto jederzeit sicher und zuverlässig „in den besten Händen“ ist.
Öl und Filter
Additive
Was verbirgt sich hinter dem Begriff Additive und was machen sie?
Additive sind Zusätze und jeder nutzt sie. Sie werden dem Kraftstoff, dem Motoröl, dem Getriebeöl und dem Kühlerschutzmittel hinzugefügt, um deren Eigenschaften zu verbessern. Jeder Liter Kraftstoff aus der Zapfsäule und jeder Liter Öl aus dem Kanister ist schon von Haus aus additiviert. Ohne Additive könnten weder Treibstoff noch Öl die geforderte Leistung erbringen. Moderne Fahrzeuge würden mit Kraftstoff ohne Additive kaum von der Stelle kommen. Öl ohne Additive könnte den Belastungen in modernen Motoren kaum standhalten und würde sie zerstören. Additive sind also nicht nur gut verträglich – sie sind sogar lebenswichtig für das Auto. Und jeder Autofahrer nutzt sie ständig.
Viele Aufgaben:
Die Aufgaben der Additive sind Reinigung, Pflege, Verschleißminderung, Qualitätsverbesserung, Korrosionsschutz, Schaumminderung und Leistungssteigerung. Es gibt Additive für alle gängigen Motorentechnologien.
Super-E10-Kraftstoff
Seit Anfang 2011 wird an Tankstellen E10-Kraftstoff angeboten. Dieses spezielle Super-Benzin enthält nun 10% Ethanol. Das handelsübliche Benzin mit 5% Ethanol wird vorerst weiter angeboten. Aus technischen Gründen können nicht alle Fahrzeuge mit E10-Kraftstoffe betrieben werden. Beim Einsatz von E 10 kann es zu unterschiedlichen Problemen kommen:
– Korrosion an Leichtmetall Bauteilen wie Aluminium:
Der im Kraftstoff enthaltene Alkohol wird mit der Zeit sauer, dies führt zu Korrosion an Aluminium und Magnesium. Bezinstabilisatoren können dem entgegenwirken bzw. die Korrosion verhindern.
– Unverträglichkeit mit einigen Dichtungen:
Bei älteren Fahrzeugen sind beim Betrieb mit E-10-Kraftstoff Unverträglichkeiten mit altem Dichtungsmaterial möglich. Dagegen gibt es aktuell keinen Zusatz, weshalb Fahrzeuge, die E-10 nicht vertragen, nicht für den neuen Kraftstoff tauglich gemacht werden können.
– Erhöhte Ablagerungen an Einlassventilen, Einspritzdüsen und im Brennraum:
Der höhere Alkoholanteil im Kraftstoff führt zu vermehrten Ablagerungen an Einlassventilen, Einspritzdüsen und im Brennraum. Spezielle Reinigungsadditive lösen bereits vorhandene Ablagerungen. Wer von Beginn an prophylaktisch auf die passenden Additive setzt, vermeidet Rückstände und Ablagerungen. Dies sichert die Laufleistung und Beständigkeit des Motors.
Sicherheitszubehör
Schließanlage
Das Schließsystem eines Fahrzeugs ermöglicht die Ent- oder Verriegelung der Fahrzeugöffnungen, vor allem der Türen, per Schlüssel oder Fernbedienung, sowie den Start des Fahrzeugs. Ursprünglich wurden für Zentralverriegelungen pneumatische Antriebe eingesetzt, die per Unterdruck-Speicher die Verriegelungen aller Türen ausgelöst haben, wenn der Schlüssel in einem Schloss betätigt wurde. Heute gebräuchliche Schließsysteme sind elektrisch betätigt, meist kombiniert mit einer Infrarot- oder Funk-Fernsteuerung am Schlüssel. Dadurch ist eine Auslösung auch aus der Ferne, also ohne Kontakt zwischen Schlüssel und Fahrzeug möglich. Die meisten Fahrzeughersteller verbauen heute nur noch in einer Tür ein per Schlüssel zu betätigendes Schloss.
Modernere Systeme ermöglichen eine komplett schlüssellose Fahrzeugentriegelung. Hierbei genügt es, den Sender z.B. in einer Tasche zu tragen. Die Türen entriegeln dann per Berührung eines Türgriffs mit integriertem Kontaktpunkt.
Start- und Stoppsysteme
War traditionell der Schlüssel zur Entriegelung des Lenkschlosses und Starten des Fahrzeugs nötig, später ergänzt um eine Transponder-basierte Entriegelung der Wegfahrsperre, sind heutige immer häufiger schlüssellose Systeme im Einsatz. Dabei wird entweder ein Sender – der in der Regel zugleich die Steuerung der Zentralverriegelung enthält – in ein Lesegerät im Fahrzeug gesteckt und dann der Motor per Knopfdruck gestartet. Oder es finden neuere Systeme Verwendung, die ohne jeden Kontakt funktionieren: Hier genügt das reine „Mitführen“ des Senders z.B. in der Hosentasche und die Betätigung der Pedale, um das Fahrzeug auf Knopfdruck zu starten.
Lenkschlösser
Lenkschlösser sind seit 1969 von Versicherungsunternehmen vorgeschrieben und ermöglichen die Entriegelung der Lenksäule und den Start des Fahrzeugs – entweder elektrisch oder klassisch mechanisch.
Schließzylindereinheiten
Der Schließzylinder ist ein Bauteil, das durch einen Schlüssel oder eine Schlüsselkarte betätigt wird, wie bei Türen, Klappen, Halterungen usw. Schließzylinder zählen somit zu den elementaren Sicherheitsbausteinen eines Fahrzeugs.
Schlüssel
Die Grundfunktion von Schlüsseln und Fernbedienungen ist die Ver- und Entriegelung von Türen, Kofferraum, Tankdeckel usw. Sie werden ferner eingesetzt für die Steuerung von Innenbeleuchtung und Wegfahrsperre, Alarmanlage und Fensterheber. Die Schlüssel bestehen aus 2 Einheiten: Dem gefrästen, gezahnten Schlüsselblatt und dem –Kopf, der zunehmend elektronische Funktionen beinhaltet, z.B. die Fernsteuerung der Zentralverriegelung oder der Kofferraum-Klappe.
Fernbedienung
Fernbedienungen werden immer häufiger auch in Kleinwagen eingesetzt und ersetzen im weitesten Sinne die Funktionen eines klassischen Schlüssels. Hierbei sendet ein Signalgeber ein Signal bzw. eine kodierte Auftragsanweisung an einen Empfänger im Fahrzeug, der i.d.R. mehrere Funktionen kontrolliert. Infrarot-Fernbedienungen, heute technisch überholt, überbrücken Distanzen von bis zu 15 Metern und sind auf einen direkten „Sicht“-Kontakt zwischen Sender und Empfänger angewiesen. Funkfernbedienungen senden auf Radiofrequenzen und überbrücken rund 100 Meter.
Transponder
Ein Transponder ist typischer Weise im Schlüsselkopf integriert und dient der Identifikation des passenden und korrekten Schlüssels durch die Wegfahrsperre. Der Code des Transponders wird ausgelesen bei Annäherung des Schlüssels an das Zündschloss.
Türgriffe / Griffleisten
Klassisch öffnet und schließt der Türgriff das Fahrzeug von innen oder außen. Die äußere Griffleiste beinhaltet dabei meist das Türschloss. Heute werden Griffleisten zunehmend als Design-Elemente eingesetzt, können verchromt oder in Wagenfarbe verbaut werden.
Türverriegelung / Stellelement
Der Riegelmechanismus eines Fahrzeugs wird direkt in den Türen verbaut und beinhaltet einen Riegel sowie einen elektrischen Motor, der die Zentralverriegelung kontrolliert (Stellelement). Der Riegel öffnet oder verschließt die Türen, wohingegen das Türschloss das Fahrzeug ver- oder entriegelt. Heute sind alle Türriegel elektrisch betrieben.
Tankdeckel
Verschließbare Tankdeckel werden in Fahrzeugen verwendet, die eine oder keine verschließbare Tankklappe haben. Nicht verschließbare Tankdeckel werden dagegen hinter verschließbaren Tankklappen eingesetzt.
Motor
Schwingungsdämpfer
Der Torsionsschwingungsdämpfer, oder auch Drehschwingungsdämpfer genannt, wird zur Reduzierung von Radialschwingungen an Kraftfahrzeugen eingesetzt. An ihm wird gleichzeitig die erzeugte Drehkraft (Drehmoment) des Motors von der Kurbelwelle abgenommen und über die an ihm verbaute Keilrippenriemenscheibe den Nebenaggregaten (Generator, Hydraulikpumpe der Servolenkung, Klimakompressor, Lüfter, Wasserpumpe) über den Keilrippenriemen zur Verfügung gestellt. Bei Viertakt-Hubkolbenmotoren entstehen durch die einzelnen Takte (Ansaugen, Verdichten, Arbeiten, Ausstoßen) im Zusammenhang mit der Zündfolge der einzelnen Zylinder Drehungleichförmigkeiten und Schwingungen an der Kurbelwelle. Diese werden durch den speziellen Aufbau des Drehschwingungsdämpfers (Massenträgheitsring, Gleitlager, Gummilager) stark vermindert und auf ein optimales Maß für das gesamte Riementriebsystem zurückgeführt.
Komfortsysteme
Fensterheber
Heute sind neben manuellen vor allem elektrische Fensterheber am Markt weit verbreitet. Sie werden über Taster in den Türverkleidungen gesteuert, in der Regel sitzen in der Fahrertür Taster für die zentrale Steuerung aller Fensterheber im Fahrzeug. Gelegentlich sind die Bedienelemente auch in der Mittelkonsole platziert.
Elektrische Fensterheber arbeiten nach 4 Funktionsprinzipien:
1. Seilfensterheber:
– Bei dieser am weitesten verbreiteten Technologie wird über einen Elektromotor mit Schnecken-/Stirnradgetriebe eine Seiltrommel bewegt. An dieser Trommel sind zwei Enden eines Stahlseils so angeschlagen, dass bei Drehung das eine Ende auf- und das andere Ende abgewickelt wird. Das Zugseil zieht über einen Bowdenzug sowie Umlenkrollen die Fensterbefestigung, die auf einer Führungsschiene läuft. Das Seilende ohne Zug wird parallel wieder auf die Trommel aufgewickelt.
2. Doppelt geführte Seilfensterheber:
– Die Funktionsweise entspricht der des Seilfensterhebers, jedoch ist dieses System mit einer zweiten Führungsschiene ausgestattet. Der doppelt geführte Seilfensterheber ist die neueste und innovativste Technologie.
3. Scherensystem:
– Bei diesem Prinzip wird die Scheibe durch zwei scherenförmig angeordnete Hebe-Arme bewegt, die durch Stellmotoren angetrieben werden. Bei „geschlossener“ Position der Scherenarme wird die Scheibe in die höchste Position gedrückt. Öffnet sich die „Schere“, gleitet die Scheibe nach unten.
4. Kabelsystem:
– Dieses System wird überwiegend für industrielle Fahrzeuge und rückwärtige Scheiben eingesetzt. Hierbei übernimmt ein einzelnes Kabel, das über einen zentralen Motor bewegt wird, die Einstellung der Scheibenposition.
Elektrische Fensterheber sind jedoch bei neueren Fahrzeugen mit so genannten „Komfortfunktionen“ ausgestattet.
Hierzu zählen:
– Automatisches vollständiges Auf- und Abfahren des Fensterhebers durch einmaliges Aktivieren des Schalters
– Kopplung der Fensterheber-Funktion an die Zentralverriegelung: Wird das Auto abgeschlossen, schließen automatisch alle zuvor geöffneten Fenster.
– Sicherheitsfunktionen (siehe „Einklemmschutz“)
Fahrwerk und Lenkung
Federbeinlager
Federbeinlager (auch Domlager genannt) sind ein Teil des Federdämpfungssystems und bilden die Schnittstelle zwischen Federbein und Karosserie. Als wichtiges Konstruktionselement der Achsaufhängung tragen sie zum optimalen Kontakt zwischen Reifen und Straßenoberfläche bei und steigern den Komfort, indem sie Abroll- und Straßengeräusche von der Karosserie isolieren. Zudem haben sie die Aufgabe, den Federbeinen der Vorderachse präzise und reibungsarme Drehbewegungen um die Längsachse zu ermöglichen. Damit wird ein exaktes und leichtgängiges Lenken beziehungsweise Rückstellen der Räder ermöglicht.
Mit Blick auf ihr Einsatzgebiet unterscheidet man Federbeinlager in solche für die Vorderachse und für die Hinterachse. Aufgrund der ungleichen Anforderungen dieser Einsatzgebiete sind die Federbeinlager der Vorder- und Hinterachse unterschiedlich konstruiert.
Federbeinstützlager Vorderachse
Bei modernen Automobilen kommen überwiegend McPherson-Federbeine zum Einsatz. Um diese an der Karosserie abzustützen, werden Federbeinlager eingesetzt, die ein Kugellager beinhalten. Es ist in der Lage, hohe Kräfte aufzunehmen und lässt dennoch leichtgängige Drehbewegungen des Federbeins zu. Das Federbeinlager wurde im Laufe der Zeit konstruktiv den Anforderungen des Marktes angepasst.
Federbeinstützlager Hinterachse
Federbeinlager für die Hinterachse beinhalten kein Kugellager, da die Federbeine der Hinterachse meist starr montiert sind. In den häufigsten Fällen besteht es aus einer Gummi-Metall-Konstruktion. Für dessen Austausch werden in de Regel keine Sonderwerkzeuge benötigt.
Diagnose
Diagnose
Steuergerätediagnose wozu?
Das Innenleben moderner Kraftfahrzeuge besteht zu einem Großteil aus rechnergestützter Elektronik. Nicht selten ist in einem Fahrzeug eine zweistellige Anzahl von Steuergeräten verbaut, die über einen Datenbus vernetzt sind und miteinander kommunizieren. Nahezu alle mechanischen Regelkomponenten wurden durch entsprechende Schaltungen ersetzt. Der Einsatz von Steuergeräten und deren elektronische Performance haben auch in Bezug auf Sicherheit und Komfort ganz neue Möglichkeiten eröffnet. So können komplexe Systeme wie zum Beispiel ABS, ESP, Parkpiloten und ACC mit relativ wenig Aufwand realisiert werden. Für den Werkstatt-Profi hat sich durch diese Entwicklung auch die Arbeits- und Vorgehensweise komplett geändert. Vorbei sind die Zeiten, in denen mit Fachwissen, einem Gabelschlüssel und einem Schraubendreher Fehler gesucht und beseitigt werden konnten. Genaue Systemkenntnis, aktuelle Werkstattsoftware und ein leistungsfähiger Steuergerätediagnosetester sind die Grundlagen für die Reparatur moderner Fahrzeuge.
Möglichkeiten der Steuergerätediagnose
Der Werkstatt-Profi hat mit dem Steuergerätediagnosetester die Möglichkeit, zunächst den Fehlerspeicher des Fahrzeuges auszulesen, den oder die gesetzten Fehlercodes zu interpretieren und eine fahrzeugspezifische, geführte Fehlersuche durchzuführen. Er arbeitet vorkonfigurierte Prüfschritte ab und wird dabei durch Abbildungen und der Angabe von Sollwerten unterstützt. Für die Prüfung einzelner Bauteile können diese mit einem im Steuergerätediagnosetester integrierten Signalgenerator mit einem entsprechenden Signal beaufschlagt werden. Die Signale am Ausgang können dann mit integrierten konventionellen Messmitteln wie einem Multimeter und einem Oszilloskop erfasst werden. Nach erfolgreicher Reparatur kann der Fehlerspeicher mit dem Diagnosetester gelöscht werden. Auch für Standardarbeiten wie das Zurückstellen von Service-Intervallen, Bremsenreparaturen und Öl- und Batteriewechsel ist bei vielen Fahrzeugen mittlerweile ein Streuergerätediagnosetester unverzichtbar.
Aufbau
Die Palette der Steuergerätediagnosetester ist umfangreich. Sie reicht von Diagnosemodulen, die an einen PC angeschlossen werden können über integrierte Touchscreen- und Handheld-Geräte bis hin zu Tablet-PCs. Viele Geräte sind zur drahtlosen Übertragung von Daten mit einer Bluetooth-Schnittstelle ausgestattet.
Komplettiert wird der Steuergerätediagnosetester durch ein leistungsfähiges Werkstattsoftware-Paket mit Steuergeräte-Diagnosesoftware, Service Informationen, Fehlersuchanleitungen, Solldaten, Arbeitswerten, technische Fahrzeugdaten für Benzin- und Dieselfahrzeuge, Schaltplänen für alle wichtigen Bereiche der Komfortelektronik und entsprechenden Adaptersteckern. Steuergerätediagnosetester der neuesten Generation verfügen über eine integrierte Kamera, um zum Beispiel Auffälligkeiten am Fahrzeug oder erforderliche Ersatzteile zu fotografiert.
Steuergeräte Reprogrammierung nach Euro 5
Die technischen Anforderungen für die Typgenehmigung gelten künftig für die gesamte EU einheitlich. Danach sind die Automobilhersteller verpflichtet, technische Reparaturinformationen in ihren Online-Portalen der freien Werkstatt auch verfügbar zu machen und die Reprogrammierung von Steuergeräten zu ermöglichen. Dafür können nur Tester eingesetzt werden, die bereits Euro 5 fähig sind. Das sind Geräte, in denen bereits ein „Pass-Thru Interface“ integriert ist. Hierbei handelt es sich um einen Kommunikationstreiber, der bei der Reprogrammierung von Steuergeräten zum Einsatz kommt. Diese Steuergerätediagnosetester können, falls erforderlich, die aktuellste Software-Version vom Online-Portal des Herstellers in das Steuergerät des Fahrzeuges installieren.
Abgassystem
Abgasanlage
Ursache des „Auspuffgeräusches“ ist der pulsierende Gasausstoß aus den Zylindern. Dieses Geräusch zu reduzieren erfordert seine Schallenergie zu reduzieren. Dafür gibt es prinzipiell zwei Möglichkeiten: Absorption und Reflexion des Schalles im Schalldämpfer. Meistens sind beide Prinzipien in einem Dämpfer realisiert. Weitere schalldämmende und -modifizierende Elemente, mit denen besonders störende Frequenzanteile im Mündungsgeräusch beseitigt werden können, sind Resonatoren und in Einzelfällen Abgasklappen. Daneben haben auch Katalysatoren eine schalldämpfende Wirkung. Da die Abgasanlage selbst ein schwingungsfähiges System ist, das durch Eigenfrequenzen Geräusche erzeugt oder sogar seine Schwingungen in die Karosserie einleitet, muss eine sorgfältige Abstimmung des gesamten Systems erfolgen. Dazu gehört die Auslegung und Positionierung der einzelnen Elemente der Abgasanlage und der elastischen Aufhängungen.
Die Abgasanlage, die aus einem oder zwei Strängen bestehen kann, fasst die aus den Zylindern strömenden Abgase zusammen, reinigt sie von Schadstoffen, reduziert die Abgasgeräusche und leitet die gereinigten Abgase an einer für Fahrzeug und Insassen günstigen Stelle ab. Dabei soll die Leistung des Motors durch den Strömungswiderstand in der Anlage, dem Abgasgegendruck, möglichst wenig beeinträchtigt werden. Um dieses Zielbündel optimal umzusetzen, ist das Abgassystem möglichst als Ganzes zu betrachten und zu entwickeln, d.h. seine Komponenten Motor- und fahrzeugspezifisch aufeinander abzustimmen. Die Komplexität dieser Aufgabe liegt in den extremen Belastungen denen die Anlage ausgesetzt ist. Das Kraftstoff-Luftgemisch wird in den Zylindern schlagartig auf bis zu 2400 Grad Celsius erhitzt. Dabei dehnt es sich um ein Vielfaches aus, um danach mit Überschallgeschwindigkeit in die Abgasanlage zu schießen. Die dabei entstehenden explosionsähnlichen Knallgeräusche müssen vom Motor-Auslassventil bis zum Ende der Abgasanlage um rund 50 dB(A) reduziert werden, das heißt wegen der logarithmischen Geräuschskala auf rund 3 Prozent des Ausgangsgeräusches. Zu Temperatur- und Druckbelastungen kommen noch Vibrationen von Motor und Karosserie sowie die von der Straße ausgehenden Schwingungen und Stöße, die eine Abgasanlage extrem belasten. Zu diesen ohnehin schon schwierigen Einsatzbedingungen kommen innere Korrosionsangriffe durch Heißgas und Säuren, die durch Kondensation entstehen, sowie durch Feuchtigkeit, Spritz- und Salzwasser von außen. Eine weitere Gefahr droht durch Vergiftung des Katalysators durch Schwefel oder Blei im Kraftstoff.
Aufbau der Abgasanlage
Eine moderne Abgasanlage, die mit dem schlichten Auspuff von früher kaum noch etwas gemein hat, besteht beim Pkw prinzipiell aus einer sog. vorderen Anlage mit Abgaskrümmer, dem Reinigungssystem sowie den verbindenden Rohren und der hinteren Anlage, dem Schalldämpfersystem mit Rohren. Die gesamte Anlage ist durch elastische Aufhängungselemente mit dem Fahrzeugboden verbunden. Die Anzahl der Katalysatoren und Schalldämpfer richtet sich nach Art und Leistung des Motors und den angestrebten Emissionswerten. Bei V-Motoren hat jede der beiden Zylinderreihen einen eigenen Abgasstrang, die entweder bis zu den Endrohren separat bleiben oder vorher zusammen geführt werden, z.B. in einen gemeinsamen Endschalldämpfer. Die Bewegungen einer starren, nicht entkoppelten Abgasanlage können bei quer liegendem oder frontgetriebenem Motor den Endtopf heftig in Schwingung bringen – mit entsprechender Bruchgefahr. Schwingungstilger und Entkoppel-Elemente verhindern große Ausschläge eines Abgassystems und die kleineren Vibrationen, die vom Motor in die Abgasanlage eingeleitet würden und im Innenraum als Schallimpulse ankämen. Sie erhöhen damit den Fahrkomfort und die Lebensdauer der Anlage.
Beleuchtung
Scheinwerfer
Scheinwerfer an Kraftfahrzeugen haben primär die Aufgabe, die Fahrbahn optimal auszuleuchten, um so eine ermüdungsfreie und sichere Fahrt zu ermöglichen. Scheinwerfer einschließlich ihrer Lichtquellen sind damit sicherheitsrelevante Fahrzeugteile, die einer behördlichen Zustimmung bedürfen und an denen nicht manipuliert werden darf.
Durch die Gesetzgebung sind Art und Anbauort der Lichtfunktionen am Fahrzeug sowie deren Aufbau, Lichtquellen, Farben und die lichttechnischen Werte reglementiert.Halogen-Glühlampen – also H3, HB3 und H9 – sind der Klassiker bei der Fahrzeugbeleuchtung. Denn auch heute noch erfreuen sich Halogenscheinwerfer großer Beliebtheit. Aufgrund der ausgereiften Halogen-Technologie ist das Preis-/ Leistungsverhältnis mit Halogenscheinwerfer als Erstausstattung sehr gut.
Xenon-Licht hat gegenüber dem Licht herkömmlicher Halogen-Glühlampen zwei entscheidende Vorteile: Einerseits liefert eine Xenon-Lampe mehr als doppelt soviel Licht wie eine moderne H7-Lampe, benötigt dafür aber nur etwa 2/3 der elektrischen Leistung. Zum anderen verfügt das Xenon-Licht über eine dem Tageslicht ähnliche Lichtfarbe. Durch das Mehr an Licht wird die Straße heller und breiter ausgeleuchtet. Besonders Gefahren an den Fahrbahnrändern, aber auch auf der Straße, werden früher erkannt. Die bessere Straßenausleuchtung und die Tageslichtqualität des Xenon-Lichts kommen dabei den natürlichen Sehgewohnheiten des Menschen entgegen – er ermüdet langsamer und fährt entspannter. Bei der Xenon-Technologie erzeugt – an stelle einer Glühwendel der herkömmlichen Glühlampe – ein intensiver Lichtbogen das Licht in der Xenon-Lampe. Die zur Zündung der Xenon-Lampe notwendige Hochspannung von 20.000 V liefert ein elektronisches Vorschaltgerät.
LEDs, also Licht emittierende Dioden, setzen sich aufgrund ihrer Energieeffizienz und Wirtschaftlichkeit in allen Bereichen der Fahrzeugindustrie durch. Dem Licht-Pionier Hella ist es gelungen, für Fahrzeuge aller Art das Spektrum der Anwendungsmöglichkeiten rasant zu erweitern. Zuverlässigkeit, Wirtschaftlichkeit und Designvielfalt sind die überzeugenden Argumente im Alltagsbetrieb.
Klima und Kühlung
Thermostat
Aufgabe
Durch den Einsatz eines Thermostats bei der Flüssigkeitskühlung, soll der Verbrennungsmotor möglichst schnell seine optimale Betriebstemperatur erreichen und diese anschließend unter allen Betriebsbedingungen gehalten werden.
Dadurch soll der Verbrennungsmotor immer in einem optimalen Betriebszustand gehalten werden.
Ausführungen
Je nach Einsatzart und Technologie eines Verbrennungsmotors sind Thermostate mit unterschiedlichen Funktionscharakteristiken bzw. Funktionsweisen erfoderlich.
Folgende Thermostate werden hierfür in einem Verbrennungsmotor verbaut:
– Einsatzthermostate (Wachsthermostate)
Einsatzthermostate regeln exakt die Kühlmitteltemperatur, sind robust, wartungsfrei und bewähren sich seit Jahrzehnten.
– Gehäusethermostate (Wachsthermostate)
Gehäusethermostate bestehen aus Einsatz und Gehäuse. Diese Module werden in den Motor voll integriert.
– Elektrisch beheizte Thermostate (Kennfeldthermostate)
Die Kühlleistung in leistungsoptimierten, modernen PKW-Verbrennungsmotoren erfordert Thermostate mit einem breiteren Arbeitsbereich als das herkömmliche Wachsthermostat.
Aufgrund dieser Anforderungen wurde das elektrisch beheizte Thermostat entwickelt.
Elektrisch beheizte Thermostate zeichnen sich durch einen breiteren Arbeitsbereich aus. Aufgrund der zusätzlichen Steuerung über das Motormanagement wird die Temperatur im Motor bedarfsgerecht angepasst. Damit lassen sich umweltgerechtere Verbrauchswerte erzielen.
Funktion
– Einsatzthermostate und Gehäusethermostate (Wachsthermostate)
Das Herzstück des Wachsthermostats ist das Arbeitselement. Hierbei handelt es sich um ein druckfestes Gehäuse, welches mit einem speziellen Wachs gefüllt ist.
Nach dem Anlassen des Motors erwärmt sich die Kühlflüssigkeit und das Wachs verflüssigt sich bei einer vorgegebenen Temperatur. Dabei dehnt es sich aus und wirkt in dem Gehäuse auf einen Stift, der als Arbeitskolben dient. Dieser wird aus dem Gehäuse gepresst und öffnet über ein Tellerventil den Kühlmitteldurchfluss, so dass der Motor im optimalen Temperaturbereich gehalten wird.
Unterschreitet das Kühlmittel die vorgegebene Öffnungstemperatur wieder, drückt eine Feder den Teller und den Stift in die Ausgangslage zurück. Der Kühlkreislauf ist somit unterbrochen.
– Elektrisch beheizte Thermostate (Kennfeldthermostate)
Das elektrisch beheizte Thermostat bietet nach wie vor zum einen die Möglichkeit der Erhitzung des Wachses durch das Kühlmittel, zum anderen zusätzlich durch eine elektrische Beheizung.
Mit dieser Kombination kann der Temperaturdifferenzbereich deutlich größer ausgelegt werden. Das heißt, dass die elektrische Beheizung des Arbeitselementes bei bestimmten Belastungssituationen des Motors ausgelöst wird. Diese sind über Parameter definiert und in einem Kennfeld des elektronischen Motormanagements hinterlegt.
Die elektronische Beheizung bewirkt die frühzeitige Öffnung des Kühlmittelkreislaufs in Situationen stark erhöhter Leistungsanforderung.
Je nach Voreinstellung kann auf diese Weise der Motor beipielsweise im Teillastbereich mit ca. 100°C - 110°C, also heißer als bisher üblich, betrieben werden. Daraus ergibt sich ein Verbrauchsvorteil von 1% - 2%.
Bei Volllast wird die Temperatur auf ca. 80°C abgesenkt, wodurch sich die Leistung, speziell das Drehmoment, messbar um 2% - 3% steigern lässt. Quasi als Nebeneffekt wird durch die Veränderung der Kühlmitteltemperatur auch die Klimaanlage in einem günstigeren Temperaturbereich gefahren und damit die Klimatisierung der Fahrgastzelle verbessert.
Autopflege
Autopflege
Autowäsche
Autopflege erhält den Wert des Autos. Eine gründliche Autowäsche ist die Basis für weitere Pflegearbeiten an Lack- und Kunststoffflächen. Gründlich und schonend gereinigt wird das Auto mit viel Wasser und einem speziellen Autoshampoo. Im Gegensatz zu „scharfen“ Haushaltsreinigern schont ein qualitativ hochwertiges Autoshampoo Lackkonservierungen aus Hartwachs.
Auch moderne und gepflegte Autowaschanlagen bieten eine gründliche und umweltschonende Autowäsche. Waschbürsten aus aufgeschäumtem Waschmaterial und Textilbürsten sind besonders lackschonend.
Baumharz
Baumharz verursacht dunkelbraune und gelbe Flecken und sollte zeitnah entfernt werden, da es sonst den Lack dauerhaft beschädigen kann. Zur Reinigung eignet sich am besten ein weiches Tuch und einem speziellen Reiniger, der schonend Lackflächen, Glasscheiben, Chrom- und Kunststoffflächen reinigt.
Cabrioverdeckpflege
Für die schonende Reinigung von Textil- und Kunststoffverdecken sollte nur ein geeignetes Reinigungsmittel verwendet werden. Zu scharfe Reinigungsmittel können die schützende Lackierung des Verdecks angreifen. Die Gebrauchsanweisung des Herstellers ist unbedingt zu beachten!
Je nach Art der eingesetzten Reinigungsmittel können Cabrios auch problemlos maschinell in Textilbürsten-Autowäschen und SB-Boxen gepflegt werden. Automatische Bürstenanlagen sind nicht geeignet. Bei der Wäsche muss auf Heißwachs verzichtet werden. Die Gebrauchsanweisung des Herstellers ist unbedingt zu beachten!
Felgenreinigung
Moderne Felgenreiniger lösen gründlich und materialschonend hartnäckigsten Straßenschmutz und ölig verklebten Bremstaub. Aggressive Reiniger können Korrosion an den Radbolzen und anderen metallischen Oberflächen verursachen. Deshalb empfiehlt sich der Einsatz eines säurefreien Reinigers.
Nach dem Aufsprühen des Felgenreiniger am besten mit einer weichen Bürste oder einem Schwamm nacharbeiten, um auch fest sitzenden Schmutz zu lösen – im Anschluss sollten die Räder gründlich abgespült werden.
Felgenversiegelung
Eine Versiegelung der Felgenoberflächen ist grundsätzlich von Vorteil – klassisch mit Hartwachs oder mit einer speziellen Felgenversiegelung auf Nano-Basis. Schmutz haftet damit weniger hartnäckig auf den Felgen – die Reinigung wird deutlich erleichtert.
Frostschutz
In der kalten Jahreszeit kann nur ein Winterscheibenreiniger mit Frostschutz Öl, Ruß, Salz und sonstige typische Winterverschmutzungen innerhalb weniger Wischtakte beseitigen. Dabei ist darauf zu achten, dass er Düsenvereisung und das Anfrieren des Wischwassers auf der Scheibe verhindert und für Fächerdüsen geeignet ist.
Wichtig: Minderwertige Produkte können Spannungsrisse im Lack und den Scheinwerferstreuscheiben verursachen.
Geruchsneutralisierung
Unangenehme Gerüche z.B. von Haustieren oder durch Nikotin können durch chemische Substanzen eingekapselt und neutralisiert werden. Dazu empfiehlt sich ein Spray, das die unangenehmen Gerüche nicht nur überdeckt sondern neutralisiert und bei dem eine leichte Parfümierung für eine angenehme, lang anhaltende Frische sorgt.
In Fachbetrieben können Gerüche außerdem durch eine Ozonbehandlung beseitigt werden.
Glasreiniger
Autoscheiben sollten für klare Sicht regelmäßig grundgereinigt werden. Am besten geeignet ist dafür ein Reiniger, der für streifenfreie Sicht sorgt und Scheiben und Scheinwerfer schnell und gründlich von Insekten, Schmutz, Abgasresten und Nikotin befreit.
Auch Schmierfilme und Nikotinrückstände auf der Innenseite der Scheibe und am Spiegel sollten regelmäßig entfernt werden.
Gummipflege
Gummileisten oder Türdichtungen werden durch regelmäßige Pflege davor bewahrt spröde und unansehnlich zu werden. Türgummis frieren im Winter an, wenn sie nicht speziell behandelt werden. Ein guter Gummipfleger reinigt und pflegt alle Gummiteile am Auto, hält sie elastisch, verlängert die Lebensdauer und frischt die Farbe auf.
Auch Reifen und Fußmatten können damit mühelos gereinigt werden und erhalten ein ihr frisches Aussehen zurück.
Hartwachs
Hartwachs bietet die beste Lackkonservierung und bringt Lackoberflächen zum glänzen. Die neueste Produkt-Generation basiert auf einer Rezeptur aus super-feinen Nano-Teilchen. Die feinen Wachsteilchen – etwa 1.000-mal kleiner als ein menschliches Haar – lassen sich besonders leicht in die Lackporen aller Bunt- und Metalliclacke einarbeiten. Aufgrund der feinen Struktur der Wachs-Partikel lässt sich das Wachs auch sehr bequem in die extrem dicht vernetzte Oberfläche kratzbeständiger Lacke auftragen.
Heißwachs
Die Haltbarkeit von Heißwachs, wie es in den meisten Waschanlagen zur Lackkonservierung angeboten wird, ist nur von kurzer Dauer. Besser ist eine Aktivhartwachs-Versiegelung aus der Waschanlage. Sie sorgt für lang anhaltenden Schutz und besondere Glanzwirkung.
Hohlraumversiegelung
Rost von Innen kann durch die Konservierung mit einem Spezialprodukt verhindert werden. Dieses sollte vor allem eine ausgezeichnete Kriechfähigkeit haben, um auch in kleinste Winkel einzudringen, Feuchtigkeit zu verdrängen und so Ritzen, Falze und Schweißnähte optimal zu schützen.
Zu Gunsten der Umwelt sollte man dabei auf Produkte zurückgreifen, die frei von Bitumen sind und zum Beispiel auf Wachsbasis hergestellt wurden.
Insekten
Insektenreste greifen den Lack an. Vor allem unter Sonneneinstrahlung entstehen schwere Lackschäden, wenn die Verschmutzungen nicht innerhalb kurzer Zeit beseitigt werden. Ein entsprechender Insektenentferner befreit Glas, Lack, Chrom und Kunststoff schnell und mühelos von Insekten. Wichtig ist ein gutes Kriechvermögen, damit selbst angetrocknete Verschmutzungen aufgeweicht werden können ohne die Oberflächen anzugreifen. Die Rückstände können so schnell und schonend beseitigt werden.
Korrosionsschutz
Vor allem Unterboden und Hohlräume sollten gut gegen Nässe, Salz und aggressive Einflüsse geschützt werden. Der richtige Unterbodenschutz verhindert Rost und Korrosion auf Dauer an Fahrzeugunterböden, Kotflügelunterseiten, Radkästen, Wagentüren, Kanten und Nahtstellen. Der Schutz sollte elastisch bleiben, kälte-, hitze-, salz- und spritzwasserbeständig sowie abriebfest sein.
Lackpflege
Der Lack ist ständig den zerstörerischen Einflüssen seiner Umgebung ausgesetzt. Sonneneinstrahlung, Abgase, saurer Regen, Streusalz, Pollen und vieles mehr lassen den Lack am Fahrzeug irgendwann „alt“ aussehen. Regelmäßige Pflege und Konservierung des Lacks verlangsamt diesen Alterungsprozess. Das Fahrzeug glänzt länger „wie neu“.
Lackpolitur
Je nach Lackzustand ist die Pflege mit Produkten erforderlich, die Konservieren und Hochglanz durch Hartwax erzeugen oder mit denen die Lackoberfläche zusätzlich durch enthaltene Schleifmittel geglättet werden. Je nach Bedarf gibt es Pflegemittel für neuwertige und grundgereinigte Lacke. Andere lassen leicht ermattete wieder in neuem Glanz erstrahlen. Und für die stark verwitterten Lacke empfiehlt sich ein Pflegemittel, dass Grauschleier und feine Kratzer unsichtbar macht.
Lackkonservierung
Die beste Lackkonservierung bietet Hartwachs. Die neueste Produkt-Generation basiert auf einer Rezeptur aus super-feinen Nano-Teilchen. Die feinen Wachsteilchen – etwa 1.000-mal kleiner als ein menschliches Haar – lassen sich besonders leicht in die Lackporen aller Bunt- und Metalliclacke einarbeiten. Aufgrund der feinen Struktur der Wachs-Partikel lässt sich das Wachs auch sehr bequem in die extrem dicht vernetzte Oberfläche kratzbeständiger Lacke auftragen.
Die Haltbarkeit von Heißwachs, wie es in den meisten Waschanlagen zur Lackkonservierung angeboten wird, ist nur von kurzer Dauer. Wenn schon Wachs aus der Waschanlage, dann besser ist eine Aktivhartwachs-Versiegelung. Sie sorgt für lang anhaltenden Schutz und besondere Glanzwirkung.
Lederpflege
Regelmäßige Pflege und Reinigung aller Lederteile im Wagen verlängern deren Lebensdauer. Vor allem Autositze sind besonderen Belastungen ausgesetzt. Bei ihnen ist es wichtig, dass das Leder nicht nur gereinigt, sondern durch entsprechende Pflegemittel auch geschmeidig gehalten wird. Außerdem empfiehlt sich ein Pflegemittel, das zum Beispiel durch Bienenwachs auch für eine lang anhaltende Konservierung sorgt.
Es sollte darauf geachtet werden, dass der Schaum für Fahrzeuge mit Sitzheizung und für perforierte Lederoberflächen geeignet ist.
Motorreinigung
Öl- und Fettverschmutzungen lassen sich durch Aufsprühen eines Motor- und Kaltreinigers schnell und zuverlässig lösen. Durch die besonders gute Kriechfähigkeit erreicht der Reiniger auch schwer zugängliche Bereiche.
Polster- und Alcantarareinigung
Zur Pflege von Alcantara- und Polsterbezügen im Auto empfiehlt sich ein Reiniger, der nicht nur Flecken schonend entfernt sondern gleichzeitig auch unangenehme Gerüche neutralisiert.
Scheibenreinigung
Autoscheiben sollten für klare Sicht regelmäßig grundgereinigt werden. Am besten geeignet ist dafür ein Reiniger, der für streifenfreie Sicht sorgt und Scheiben und Scheinwerfer schnell und gründlich von Schmutz und Abgasresten reinigt. Je nach Jahreszeit sollte der Reiniger besondere Eigenschaften aufweisen. Von Frühjahr bis Herbst ist es wichtig, dass sich mit dem Reiniger Insekten gut lösen lassen. Im Winter muss er vor allem mit Frostschutz versetzt sein, um auch bei Minusgraden Öl, Ruß, Salz und sonstige typische Winterverschmutzungen innerhalb weniger Wischtakte beseitigen zu können. Dabei ist darauf zu achten, dass er Düsenvereisung und das Anfrieren des Wischwassers auf der Scheibe verhindert und für Fächerdüsen geeignet ist.
Wichtig: Minderwertige Produkte können Spannungsrisse im Lack und den Scheinwerferstreuscheiben verursachen.
Auch Schmierfilme und Nikotinrückstände auf der Innenseite der Scheibe und am Spiegel sollten regelmäßig entfernt werden.
Schnellkonservierung
Bitzschnelle Versiegelung für neue und neuwertige Lacke, die strahlenden Glanz bringt und für viele Wochen schützt. Hochwertiger Carnaubawachs versiegelt den Lack. Besonders angenehm ist die leichte Verarbeitung. Kraftraubendes Polieren ist nicht notwendig. Auch zur Pflege aller Kunststoff- und Gummiteile geeignet.
Steinschlagschäden
Steinschlagschäden beeinträchtigen den Schutz der Karosserie und sind Angriffspunkte für Rostfraß. Mit einem entsprechenden Farbstift, der in vielen Farben verfügbar ist, werden Steinschläge und tiefe Kratzer im Lack durch farbige Wachspigmente überdeckt. Durch eine optimal abgestimmte Wachskombination wird die Karosserie effektiv vor Rost geschützt.
Durch Spotlackierung und eine partielle Lackaufbereitung können Steinschlagschäden beseitigt werden.
Teppichreinigung
Mit einer rauen Bürste festsitzende Verschmutzungen lösen und absaugen. Für die Grundreinigung empfiehlt sich ein Autoinnenreinger, der mit viel Wasser auch tief sitzende Verunreinigungen beseitigt. Anschließend trocken reiben und auslüften lassen, damit keine Feuchtigkeit im Auto bleibt. Ideales Hilfsmittel ist ein Nass-/Trockensauger.
Tiefenpfleger
Mit hochwertigen Pflegeemulsionen können Kunststoff- und Gummiteile im Wagen gereinigt, gepflegt und geschützt werden. Die Pflegeemulsion dringt tief in die Oberfläche ein und wirkt von Innen. Einige Produkte wirken gleichzeitig antistatisch, frischen die Farben auf und sorgen für angenehmen Duft.
Unterbodenschutz
Vor allem Unterboden und Hohlräume sollten gut gegen Nässe, Salz und aggressive Einflüsse geschützt werden. Der richtige Unterbodenschutz verhindert Rost und Korrosion auf Dauer an Fahrzeugunterböden, Kotflügelunterseiten, Radkästen, Wagentüren, Kanten und Nahtstellen. Der Schutz sollte elastisch bleiben, kälte-, hitze-, salz- und spritzwasserbeständig sowie abriebfest sein.
Vogelkot
Vogelkot greift die Lackoberfläche an. Die Oberfläche quillt auf und es kommt zu Rissbildung. Deshalb sollten Verschmutzungen immer zeitnah beseitigt werden. Das geht am besten mit einem weichen Tuch und einem speziellen Reiniger, der schonend Lackflächen, Glascheiben, Chrom- und Kunststoffflächen reinigt.
Wachsreste auf Scheiben
Bei der Heißwachsversiegelung in der Waschanlage können Rückstände zu verschmierten Scheiben führen. Es empfiehlt sich, Scheibe und Wischerblätter mit einem Scheibenreinigungstuch zu säubern.
Winterpflege
Im Winter leidet das Auto am meisten durch die Witterung. Es empfiehlt sich daher, das Auto durch regelmäßige Autowäschen von Salzresten und anderen Verschmutzungen zu befreien. Besonders wichtig ist im Winter die Lackversiegelung, damit Feuchtigkeit und aggressive Substanzen nicht die Karosserie angreifen können. Außerdem ist eine funktionstüchtige Scheibenwaschanlage für klare Sicht unentbehrlich. Darin sollte ein leistungsstarker Winterscheibenreiniger enthalten sein.
Kraftuebertragung
Längswellen
Die Längswelle ist eine wesentliche Komponente für den Hinterrad- und den Vierrad-Antrieb.
Sie muss das Drehmoment von der Motor-/Getriebeeinheit zum Achsdifferential übertragen. Wegen der räumlichen Entfernung von der Motor-/Getriebeeinheit sind Längswellen nicht nur ein-, sondern auch zwei- oder dreiteilig ausgebildet. Grundsätzliche stehen Aluminium, Faserverbundstoffe und Stahl als Werkstoffe zur Verfügung. Längswellen können mit Kreuzgelenken, elastischen Kupplungen oder mit einem der zahlreichen von GKN entwickelten Hochgeschwindigkeits-Gleichlaufgelenken ausgestattet sein und aus Stahl-, Aluminium- oder Verbundrohr bestehen. Kardangelenke sind im strengen Sinne keine Gleichlaufgelenke und müssen daher auf Applikationen mit niedrigen Beugewinkeln eigeschränkt werden.
Es stehen 1-, 2- und 3-teilige Ausführungen mit vielen verschiedenen Optionen hinsichtlich Zwischenlager, Gleitelementen, Aufpralloptimierung, Schwingungsdämpfung und Verschiebekapazität zur Verfügung.
– Die einteilige vordere Längswelle kommt üblicherweise bei Allradfahrzeugen – vor allem in leichten Nutzfahrzeugen und SUVs – zum Einsatz und überträgt das Drehmoment vom Verteilergetriebe auf das Differenzial der Vorderachse.
– Die zweiteilige Längswelle ist die häufigste Konfiguration bei Fahrzeugen mit Heck- oder Allradantrieb. Die Längswelle wird von einem Zwischenlager in der Mitte abgestützt. Die drei in dieser Welle eingesetzten Gelenke sind bezüglich ihrer axialen und Winkelbeweglichkeit sowie ihrer NVH-Eigenschaften speziell auf das Fahrzeug und dessen Crash-Charakteristika abgestimmt.
– Die dreiteilige Längswelle wird zunehmend in hoch entwickelten Fahrzeugen mit Heck- und Allradantrieb eingesetzt, bei denen hervorragende NVH-Eigenschaften erforderlich sind und sich die Längswelle in einen komplexen Fahrzeugunterbau einfügen muss. Die 3-teilige Welle verfügt über zwei Zwischenlager zur Befestigung am Fahrzeugboden und über vier Schnelllaufgelenke.
Motor
Kolben
Die wichtigsten Aufgaben, die der Kolben erfüllen muss, sind:
· Kraftübertragung vom und auf das Arbeitsgas
· Veränderliche Begrenzung des Arbeitsraums (Zylinder)
· Abdichten des Arbeitsraums
· Geradführung des Pleuels (Tauchkolbenmotoren)
· Wärmeabfuhr
· Unterstützung des Ladungswechsels durch Ansaugen und Ausschieben (Viertaktmotor)
· Unterstützung der Gemischbildung (durch geeignete Form der brennraumseitigen Kolbenoberfläche)
· Steuerung des Ladungswechsels (bei Zweitaktmotoren)
· Führung der Dichtelemente (Kolbenringe)
· Führung der Pleuelstange (bei Pleuelstangen-Obenführung)
Die im Kraftstoff gebundene Energie wird im Zylinder des Motors während des Arbeitstakts in sehr kurzer Zeit in Wärme und Druck umgesetzt. Dabei steigen die Wärme- und Druckwerte in sehr kurzer Zeit sehr stark an. Dem Kolben als beweglichem Teil des Brennraums fällt die Aufgabe zu, diese frei werdende Energie in mechanische Arbeit umzuwandeln.
In seiner Grundstruktur ist der Kolben ein einseitig geschlossener Hohlzylinder mit den Bereichen Kolbenboden mit Ringpartie, Kolbennaben und Schaft. Der Kolbenboden überträgt über die Kolbennaben, den Kolbenbolzen und die Pleuelstange die bei der Verbrennung des Kraftstoff-Luft-Gemischs entstehenden Druckkräfte auf die Kurbelwelle.
Der auf den Kolbenboden wirkende Gasdruck und die oszillierende Massenträgheitskraft, in der Folge Massenkraft genannt, von Kolben und Pleuelstange ergeben zusammen die Kolbenkraft. Durch die Umlenkung der Kolbenkraft in Richtung der Pleuelstange tritt – entsprechend dem Kräfteparallelogramm – eine zusätzliche Komponente der Seitenkraft auch Normalkraft genannt, auf. Diese drückt den Kolbenschaft an die Zylinderlaufbahn. Währende eines Arbeitsspiels ändert die Seitenkraft mehrfach ihre Richtung, wobei der Kolben wegen seines Kolbenspiels von der einen an die andere Seite der Zylinderlaufbahn gedrückt wird.
Kolbenringe
Kolbenringe haben in modernen Motoren drei wichtige Aufgaben:
· Sie dichten den Verbrennungsraum gegen das Kurbelgehäuse ab.
· Sie begrenzen und regulieren den Ölverbrauch.
· Abdichten des Arbeitsraums
· Sie leiten die vom Kolben bei der Verbrennung aufgenommene Wärme an die gekühlte Zylinderlaufbahn ab.
Bremse
Bremsscheibe
Aufgabe
Die Bremsscheibe ist eine wichtige Komponente des Bremssystems. Damit dieses das Fahrzeug jederzeit sicher und komfortabel – gegebenenfalls bis zum Stillstand – verzögern kann, muss die Bremsscheibe gemeinsam mit den Bremsbelägen ein Bremsmoment (eine Bremskraft) erzeugen. Dieses wird auf die Radnabe und von dort auf die Felge übertragen. Während des Bremsvorgangs wird die Bewegungsenergie des Fahrzeuges durch Reibung zwischen den Bremsbelägen und der Bremsscheibe in Wärmeenergie umgewandelt und somit eine Geschwindigkeitsverringerung erzielt.
Die Scheibenbremse wurde ursprünglich für den Motorsport entwickelt. Nachdem sie dort beachtliche Erfolge feierte, setzte sie sich in den 1960er Jahren auch im Pkw an den Vorderrädern rasch durch. Die bis dahin eingesetzte Trommelbremse hatte bauartbedingt zahlreiche Schwächen wie Temperaturprobleme, Verzug und Fading, Reibwertschwankungen, schlechte Dosierbarkeit, hoher Verschleiß und Geräuschbildung (Quietschen). An den thermisch weniger belasteten Hinterrädern blieb die Scheibenbremse noch für viele Jahre eine Ausnahme.
Funktion
Die beim Bremsvorgang erzeugte Wärme dringt zu 90 Prozent zunächst in die Bremsscheibe ein und wird dort zwischengespeichert. Anschließend wird sie an die Umgebungsluft weitergegeben. Die Bremsscheibe wirkt also wie ein Wärmetauscher. Die Fähigkeit der Bremsscheibe Wärme aufzunehmen ist jedoch begrenzt. Deshalb muss die Wärme möglichst schnell an die Umgebungsluft abgegeben werden, um Überhitzungsschäden zu vermeiden.
Bei Bergabfahrten kann der Reibring Temperaturen von bis zu 700°C (Rotglut) erreichen. Aus diesem Grund werden zur besseren Kühlung – vor allem an der Vorderachse – sehr häufig belüftete Bremsscheiben eingesetzt. Sie weisen eine wesentlich größere, zum Wärmeaustausch besser geeignete Oberfläche auf. Im Gegensatz zu den belüfteten können massive Bremsscheiben die Wärme nur langsamer an die Umgebung abgeben.
Die Reibringe der belüfteten Bremsscheibe sind über Stege, die als Rippen oder Dome ausgebildet sind, miteinander verbunden. Durch die Rotation der Bremsscheibe entwickelt sich ein Luftsog, der Luft vom Inneren der Bremsscheibe durch den Lüftungskanal nach außen saugt. Die auf diese Weise mit der Bremsscheibenoberfläche in Berührung kommenden Luftteilchen nehmen die Wärmeenergie auf und transportieren sie nach außen.
Eine noch bessere Kühlwirkung lässt sich mit gelochten oder genuteten Bremsscheiben erreichen. Sie haben zudem den Vorteil, dass sie weniger empfindlich auf Nässe reagieren. Allerdings sind diese Scheibenbremsenbauarten teurer und sie können unter Umständen stärkere Geräusche beim Bremsvorgang erzeugen.
Generell neigt der Reibring der Bremsscheibe beim Erwärmen dazu, sich zu verformen. Das kann zu einer unangenehmen Geräuschentwicklung und zu Vibrationen beim Bremsen (Bremsenrubbeln) führen. Deshalb verfolgen namhafte Bremsscheibenhersteller das Ziel, durch konstruktive Maßnahmen eine Verformung der Bremsscheibe zu verhindern.
Dennoch lässt sich in einigen Fällen Bremsenrubbeln nicht vermeiden. Denn es kann durch Erschütterungen oder Spiel in Radlager passieren, dass die Bremsbeläge auch ohne aktive Bremsung während der Fahrt immer wieder mit der Bremsscheibe in Berührung kommen. Dadurch entstehen Auswaschungen auf der Bremsscheibe, die nach einer gewissen Dauer zu einer pulsierenden Bremswirkung führen, welche der Fahrer dann als Rubbeln wahrnimmt.
Bremsscheibenmaterial
An das Bremsscheibenmaterial werden hohe Anforderungen gestellt. Es muss den mechanischen Belastungen durch Druck- und Zugkräfte beim Bremsen, den Fliehkräften bei hohen Raddrehzahlen sowie thermischen Belastungen standhalten.
Üblicherweise sind Bremsscheiben aus einem speziellen Grauguss (perlitischem Grauguss) gefertigt. Legierungen mit Chrom und Molybdän erhöhen die Verschleißfestigkeit und verbessern das Wärmerissverhalten des Werkstoffes. Ein hoher Kohlenstoff-Gehalt steigert zudem die Wärmeaufnahmegeschwindigkeit.
Zunehmend werden auch Bremsscheiben aus keramischen Werkstoffen (Kohlenstofffaser-Keramik bzw. Carbon-Keramik) hergestellt. Die Vorteile dieser Bremsscheiben sind hohe Formstabilität in allen Temperaturbereichen, geringes Eigengewicht, gutes Ansprechverhalten der Bremse, extrem hohe Lebensdauer sowie sehr gutes Fadingverhalten. Als Nachteile sind die schlechte Wärmeleitfähigkeit, welche spezielle Bremsbelagmaterialien erfordert, und der sehr hohe Preis zu nennen. Letzteres ist sicherlich der Grund dafür, dass Keramik-Bremsscheiben aktuell ausschließlich als Sonderausstattung bei hochmotorisierten Fahrzeugen der gehoben Klassen eingesetzt werden.
Komfortsysteme
Gasdruckfedern und Dämpfer
Gasdruckfedern ermöglichen das mühelose sowie komfortable Öffnen und Schließen der Kofferraum- bzw. Heckklappe sowie Motorhaube.
Zur Bedienung der Heckklappe und Motorhaube mit Gasfederunterstützung genügt eine Hand. Wird die Öffnung betätigt, hält die Gasdruckfeder die Klappe sicher und zuverlässig in ihrer Position. Beim Schließen dämpft die Gasdruckfeder die Bewegung sanft ab, die Klappe fällt leise ins Schloss.
Ihr Vorteil
- kompakte Bauform
- einfache Montage
- definierbare Geschwindigkeit
- komfortable Kraftunterstützung zum leichten Öffnen
- gleichmäßiger, sanfter Funktionsablauf
- definierbare Federcharakteristik
- Dämpfung der Bewegung
Weitere Anwendungen im Automobilbereich sind:
- Lenkungsdämpfer
- Motordämpfer
Bremse
Antiblockiersystem (ABS)
Wenn die Räder bei einer Vollbremsung blockieren, ist die Lenkfähigkeit nicht mehr gegeben und das Fahrzeug kann in einen unkontrollierbaren Zustand geraten. Das Antiblockiersystem (ABS) hat die Aufgabe das dauerhafte Blockieren der Räder wirksam zu verhindern und somit den Bremsvorgang zu stabilisieren. Dies wird durch wiederholtes und intelligentes Absenken und Anheben des Bremsdrucks erreicht. Dieser Vorgang wird auch Druckmodulation genannt.
In der StVZO wird das ABS auch als Automatischer Blockierverhinderer (ABV) bezeichnet.
Schlupf-Regelung
Tritt der Fahrer kräftig auf das Bremspedal, kommt der Reifen aus der normalen Abrollbewegung zunächst in den so genannten Bremsschlupfbereich. Hierbei ist der Abrollumfang des Rades geringer, als die Strecke, die das Fahrzeug zurücklegt. Wird das Bremspedal noch kräftiger durchgetreten, blockiert das Rad. Dann spricht man von einem 100-prozentigen Bremsschlupf.
Die optimale Bremsverzögerung wird mit modernen Reifen und auf "Standardfahrbahnbelägen" bei einem Bremsschlupf von etwa 8 bis 25 Prozent erreicht. Selbst ein geübter Fahrer kann diesen engen, optimalen Bereich nur schwer erreichen – und schon gar nicht, wenn eine Extremsituation vorliegt. Das intelligente ABS-System regelt die Bremskraft so ein, dass der Schlupf an jedem Rad innerhalb des optimalen Bereiches bleibt und gleichzeitig einzelne Räder nicht blockieren.
Systemvarianten
In der Vergangenheit kamen meistens Drei-Kanal ABS-Systeme zum Einsatz. Hierbei werden die Vorderräder individuell angesteuert, die Hinterräder hingegen gemeinsam. In aktuellen Fahrzeugen kommen meistens nur noch Vier-Kanal ABS-Systeme zum Einsatz. Sie ermöglichen es, dass der Bremsdruck an jedem Rad individuell angesteuert werden kann.
Bei Fahrzeugen mit ABS System verfügt jedes Rad über einen Raddrehzahlsensor. Dadurch kennt das elektronische Steuergerät jederzeit die aktuelle Drehzahl aller Räder. Wird beim Bremsen ein einzelnes Rad stärker verzögert, überschreitet es den Zielschlupfbereich und der Bremsdruck dieses Rades wird gehalten oder abgesenkt. Dies gilt oberhalb einer Mindestgeschwindigkeit von 6 km/h. Solange der Fahrer auf dem Bremspedal bleibt, erfolgt ein permanenter Abgleich zwischen der Geschwindigkeit des Fahrzeugs und der individuellen Radgeschwindigkeit. Das führt dazu, dass auch der Bremsdruck kontinuierlich moduliert wird.
Das ABS-System besteht aus folgenden Komponenten:
- Raddrehzahlsensoren. Sie haben die Aufgabe, die aktuelle Raddrehzahl zu ermitteln und in Form eines elektrischen Signals an das elektronische Steuergerät zu melden.
- Regeleinheit "HECU". Sie hat die Aufgabe die Signale zu verwerten. Und besteht aus der Hydraulikeinheit (Hydraulikblock mit Ventilen, integrierter Pumpe mit Elektromotor und Niederdruckspeicher) und der Elektronikeinheit (Spulenträger mit elektronischem Steuergerät).
- Radbremse. Die Radbremse setzt die Bremswirkung an den einzeln angesteuerten Rädern um.
Bremse
Radsensor
Der Radsensor hat die Aufgabe, die Drehzahl der Räder zu erfassen und diese Information in Form eines elektrischen Signals an Fahrsicherheitssysteme weiterzuleiten. Alle modernen Fahrzeuge sind mit Radsensoren ausgestattet. Denn das Anti-Blockier-System (ABS) ist heute bei allen in Europa neu zugelassenen Fahrzeugen Standard. Die elektronisch gesteuerte Stabilitätskontrolle (ESP®) ist inzwischen auf gutem Weg dorthin. Das schnelle und exakte Erfassen von Drehzahlen, Bewegungen und physikalischen Kräften, die auf das Fahrzeug wirken, ist für die Funktion elektronischer Fahrsicherheitssysteme von elementarer Bedeutung.
In der Anfangszeit der ABS-Systeme kamen sogenannte passive Raddrehzahlsensoren zum Einsatz. Sie arbeiten nach dem Induktionsprinzip und liefern ein analoges Ausgangssignal in Form einer Wechselspannung. Das Signal des passiven Sensors kann erst ab einer Geschwindigkeit von etwa 7 km/h vom Steuergerät sinnvoll verwertet werden. Charakteristisch für den passiven Raddrehzahlsensor ist, dass dieser sein Signal von einen Sensor-Zahnrad abgreift. Dieses ist meistens auf der Bremsscheibe oder Bremstrommel, der Achse oder der Radnabe aufgepresst.
Aufgrund der Erweiterung des ABS mit Funktionen wie ESP® oder die Anti-Schlupf-Regelung (ASR) ist es heute nötig, Radsensoren zu verwenden, welche bereits ab dem Stillstand ein verwertbares Signal abgeben. Hier kommen aktive Radsensoren zum Einsatz. Sie arbeiten nach dem Magnetoresistiv-Prinzip, werden mit Spannung versorgt und greifen ihr Signal von einem sogenannten Encoder-Rad ab. Bei letzterem handelt es sich um einen magnetischen Ring mit einer exakt definierten Anzahl an Nord- und Südpolen. Die aktiven Raddrehzahlsensoren können zudem die Drehrichtung des Rades erkennen und sie sind mechanisch deutlich unempfindlicher als passive Radsensoren. So sind sie korrosionsresistenter und ein wechselnder Abstand zwischen Sensor und Encoder-Rad (z.B. bedingt durch eine „kippende“ Bremsscheibe) hat keinen Einfluss auf das Sensorsignal. Sie funktionieren also auch bei größerem Luftspalt zwischen Sensor und Encoder und auch in einem weiten Temperaturbereich zwischen -40 bis +150°C.
Ein weiterer Vorteil aktiver Radsensoren liegt darin, dass sie ein digitales Ausgangssignal liefern. Dadurch kann es ohne Umwandlung direkt vom Steuergerät verwendet werden. Aktive Radsensoren liefern außerdem präzisere Geschwindigkeitsinformationen, so dass diese auch für andere Bordnetzsysteme, wie zum Beispiel Navigationsgeräte, nutzbar sind.
Fahrzeugelektronik
Radsensoren
Das Anti-Blockier-System (ABS) ist heute bei allen in Europa neu zugelassenen Fahrzeugen Standard, das elektronisch gesteuerte Fahrassitenzsystem (ESP®) ist inzwischen auf gutem Weg dorthin. Aufgrund des wachsenden Trends für mehr Komfort und Sicherheit, ist die schnelle, exakte Erfassung von Drehzahlen, Bewegungen und physikalischen Kräften, die auf das Fahrzeug wirken, für die Funktion elektronischer Fahrzeugregelungen von elementarer Bedeutung.
Bedingt durch ihren Einsatzort sind Raddrehzahlsensoren die mechanisch am höchsten beanspruchten Komponenten innerhalb des elektronischen Bremsregelsystems. Die von diesen Sensoren an das Steuergerät übermittelten Signale sorgen letztendlich für eine stabile Straßenlage des Fahrzeugs.
In der Anfangszeit der ABS-Systeme genügte es, wenn der Radsensor ein verwertbares Sensor-Signal bei circa sieben km/h lieferte. Dieses Signal kann von sogenannten passiven Sensoren übertragen werden. Sie arbeiten nach dem Induktionsprinzip und liefern ein analoges Ausgangssignal in Form einer Wechselspannung. Charakteristisch für den passiven Sensor ist, dass dieser sein Signal von einen Sensor-Zahnrad abgreift, welches i.d.R. auf der Bremsscheibe oder –trommel , der Achse oder der Radnabe aufgepresst ist.
Aufgrund der Erweiterung des ABS auf Funktionen wie ESP® oder die Anti-Schlupf-Regelung (ASR) ist es heute nötig, Sensorsysteme zu verwenden, welche bei sehr geringen Geschwindigkeiten > 0 km/h ein verwertbares Signal abgeben. Hier kommen aktive Sensoren zu Einsatz. Sie arbeiten nach dem Magnetoresistiv-Prinzip, werden mit Spannung versorgt und greifen ihr Signal von dem sogenannten Encoder-Rad ab. Diese aktiven Sensoren erfüllen nicht nur die Funktion der Messung von Drehgeschwindigkeit bis zum Fahrzeugstillstand. Sie sind auch mechanisch deutlich unempfindlicher als passive Sensoren. Dies zeigt sich beispielsweise in ihrer Korrosionsumempfindlichkeit oder auch darin, dass sie sich unempflindlicher gegenüber veränderlichen oder variablen Sensorabständen (z.B. bedingt durch eine „kippende“ Bremsscheibe) verhalten. Sie funktionieren also auch bei größerem Luftspalt zwischen Sensor und Encoder oder auch in einem Temperaturbereich zwischen -40 bis +150°C. Ein weiterer Vorteil liegt darin, dass sie ein digitales Ausgangssignal liefern, welches keine Umwandlung mehr von analog in digital erfordert und somit direkt vom Steuergerät verwertbar ist. Aktive Sensoren liefern wesentlich präzisere Geschwindigkeitsinformationen als passive, was dazu führt, dass diese dadurch besser für weitere externe Geräte wie beispielsweise Navigationsgeräte nutzbar sind.
Bremse
Bremskraftregler
Beim Abbremsen eines Fahrzeugs verlagert sich das Fahrzeuggewicht von der Hinterachse auf die Vorderachse. Hierbei spricht man von einer dynamischen Achslastverlagerung. Dies führt dazu, dass die Hinterräder entlastet werden und deren Bodenhaftung abnimmt. Ein zu hoher Bremsdruck an der Hinterachse kann zum Blockieren der Hinterräder führen. Damit verlieren sie ihre Seitenführungskraft und es kann zu einem Schleudern des gesamten Fahrzeugs kommen.
Deshalb werden in Bremssystemen Bremskraftregler eingesetzt, die den Bremsdruck an der Hinterachse reduzieren. Dabei kommen unterschiedliche Arten von Bremskraftreglern zum Einsatz:
- Bremskraftbegrenzer lassen nur einen bestimmten, fest eingestellten Bremsdruck auf die Hinterräder zu. Sie werden in der Regel direkt am Hauptbremszylinder montiert.
- In Fahrzeugen, bei denen sich die Gewichtsverteilung durch die Anzahl der Fahrgäste oder die Zuladung stark ändert, werden lastabhängige Bremskraftregler eingesetzt. Sie steuern je nach Zuladung den Bremsdruck an die Hinterräder. So wird das Blockieren der Hinterräder verhindert und damit die Schleudergefahr reduziert.
Bei Fahrzeugen mit diagonaler Bremskreisaufteilung sind entweder zwei einzelne Bremskraftregler oder ein Regler mit zwei Regeleinheiten für die Hinterradbremsen notwendig. Lastabhängige Twin-Regler beinhalten in einem Gehäuse zwei gleiche und unabhängig voneinander parallel arbeitende Regeleinheiten.
Beim Ausfall eines Kreises kann der verbleibende intakte Bremskreis unbeeinflusst weiter arbeiten.
Bei elektronischen Bremssystemen ist die Elektronische Bremskraftverteilung (EBV) bereits integriert. Der Bremsdruck auf die Hinterräder wird begrenzt, sobald ein festgelegter Druck überschritten wird. Hier werden keine zusätzlichen Bauteile im Bremskreis benötigt.
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Herzlich willkommen bei „mein-autolexikon.de“, der großen Informations-
plattform für interessierte Autofahrer/-innen rund um die Teile eines modernen Fahrzeug.
Das Auto von heute bietet Ihnen ein Maximum an Fahrfreude und Fahrsicherheit. Es besteht aus zahlreichen Teilen und Komponenten, die in perfekter Abstimmung zuverlässig und dauerhaft funktionieren. Ihr Interesse auf diese einzelnen Teile und Komponenten zu legen und Ihnen informativ und kurzweilig einen tieferen Einblick in die Technik des modernen Kraftfahrzeugs zu geben, ist Ziel dieses Internetportals. Strukturiert nach den Aspekten Funktion, Sicherheit, Werterhalt und Umweltschutz erfahren Sie in unserem Autolexikon viel Wissenswertes und Neues rund um die Teile eines Automobils.
Wir wünschen Ihnen viel Spaß mit „mein-autolexikon.de“ und freuen uns auf Ihre Meinungen, Anregungen und Vorschläge.

Sicherheit
Der Individualverkehr mit dem Auto nimmt von Jahr zu Jahr zu. Gleichzeitig sinkt von Jahr zu Jahr die Zahl der Unfälle mit Verletzten und Toten. Das ist Verdienst von deutlich verbesserter, passiver Sicherheit der Fahrzeuge.

Umweltschutz
Der Schutz der Umwelt und der Schonung der natürlichen Ressourcen ist ein ganz wesentlicher Faktor zum Erhalt unsere Natur. Treibstoffeinsparung, CO2-Reduktion, alternative Antriebe und neue Kraftstoffe sind in aller Munde.
Diese Marken engagieren sich für Sie!






























































Werterhalt
Das Auto ist für viele Menschen neben dem Wohneigentum die größte Anschaffung. Demzufolge haben Sie auch ein berechtigtes Interesse dieses hochwertige Gebrauchsgut immer in einem guten Zustand zu erhalten. Schlimm genug, dass Fahrzeuge mit Ausnahme einiger seltener Exoten oder Oldtimern mit der Zeit an Wert verlieren. „mein-autolexikon.de“ zeigt Ihnen zu den verschiedenen Teilen und Komponenten Wege auf den Wert Ihres Fahrzeugs so lange und gut wie möglich zu erhalten.
