Sicherheitsrisiko vermindern

Ab in den Urlaub – nach dem Stoßdämpfer-Check!

Stoßdämpfer Endlich ist der Frühling da und die ersten Sonnenstrahlen machen Lust auf Urlaub. So werden sich in den nächsten Wochen wieder zahlreiche Urlauber im voll beladenen Auto auf den Weg ans Meer oder in die Berge machen. Doch bevor die Reise losgeht, sollten Fahrzeughalter auf Nummer sicher gehen und ihren Pkw vom Fachmann genau unter die Lupe nehmen lassen. Besonders Stoßdämpfer müssen bei langen Fahrten mit schwerer Ladung viel aushalten und sollten deshalb einwandfrei funktionieren, damit Urlauber sicher ans Ziel kommen.

Stoßdämpferhersteller Monroe beliefert als Erstausrüster alle großen Autohersteller wie BMW, Daimler, VW, Toyota sowie Ford und bietet Werkstätten seine Produkte auch als Ersatzteil an. Aufgrund langjähriger Erfahrung weiß Monroe, dass viele Autos in Europa mit verschlissenen Dämpfern unterwegs sind. Autofahrer setzen damit ihre eigene Sicherheit und die der anderen Verkehrsteilnehmer aufs Spiel. Denn die unter der Karosserie versteckten Fahrwerksteile haben die wichtige Aufgabe, das Fahrzeug in Kontakt mit der Fahrbahn zu halten – auch wenn es mal brenzlig wird. Häufig merkt der Fahrer erst in Gefahrensituationen, dass er keine richtige Kontrolle mehr über sein Fahrzeug hat.

Wer sich mit verschlissenen oder sogar defekten Dämpfern auf die Reise macht, geht ein unnötiges Sicherheitsrisiko ein: Bereits bei einer Geschwindigkeit von 50 km/h verlängert sich der Bremsweg um zwei bis drei Meter. Auch ein Kontrollverlust in Kurven wird wahrscheinlicher. Sogar die Wirkung von Sicherheitssystemen wie ABS/ESP kann durch defekte Stoßdämpfer beeinträchtigt werden.

Laut Dekra sind beschädigte Fahrwerke die dritthäufigste Ursache für Unfälle, die auf technisches Versagen zurückzuführen sind. Darum unterstreicht Monroe immer wieder, wie wichtig regelmäßige Fahrwerkchecks für die Sicherheit aller Fahrzeuginsassen sind – vor allem vor einer langen Autofahrt in den Urlaub, wo schweres Gepäck die Stoßdämpfer zusätzlich belastet.

Es ist kein Geheimnis, dass sich Autofahrer in der Regel keine Gedanken über ihre Stoßdämpfer machen. Vor allem, weil sie unter der Karosserie gut versteckt sind. Aber Stoßdämpfer zählen zu den am höchsten beanspruchten Fahrwerkkomponenten. Auf  Auf langen Strecken mit voller Beladung langen Strecken mit voller Beladung oder kurvigen Küstenstraßen ist die Belastung besonders stark. Bei der Fahrt in den Urlaub werden Stoßdämpfer durch schweres Gepäck zusätzlich belastet.Genauso wie Matratzen, Batterien oder Zahnbürsten altern Stoßdämpfer mit der Zeit und müssen regelmäßig erneuert werden. Weil sie für die Sicherheit enorm wichtig sind, sollten Pkw-Besitzer ihr Auto vor einer langen Urlaubsfahrt in die Werkstatt fahren und insbesondere die Stoßdämpfer überprüfen lassen. Generell empfehlen wir einen umfassenden Fahrwerkscheck nach 20.000 Kilometern Laufleistung. Erfahrungsgemäß müssen die Dämpfer nach 80.000 Kilometern paarweise ausgetauscht werden. Das hängt aber natürlich vom Fahrzeug, von der Fahrweise und den Straßenbedingungen ab

Marketing Manager bei Monroe Jörn Lorenz

Zahlen & Fakten zu defekten Stoßdämpfern

In Zusammenarbeit mit Forschungsinstituten wie beispielsweise dem TÜV Rheinland hat Monroe die Auswirkungen von verschlissenen und defekten Stoßdämpfern auf das Fahrverhalten untersucht und ist zu folgenden Ergebnissen gekommen:

  • Längerer Bremsweg: Der Bremsweg verlängert sich bei einer Geschwindigkeit von 50 km/h um etwa zwei bis drei Meter. 
  • Früheres Aquaplaning: Mit zu 50 Prozent verschlissenen Stoßdämpfern beginnt Aquaplaning bereits bei 109 km/h – bei voller Leistungsfähigkeit erst bei 125 km/h. 
  • Erhöhter Reifenverschleiß: Bei einer Laufzeit von 9.000 km hat ein Auto mit zu 65 Prozent abgenutzten Stoßdämpfern einen um zehn Prozent höheren Reifenverschleiß als ein Auto mit voll funktionstüchtigen Stoßdämpfern. 
  • Versagen von ABS/ESP: Die Wirkung von Antiblockiersystem (ABS) oder der elektronischen Stabilitätskontrolle (ESP) wird stark beeinträchtigt: Stoppt ein Auto mit ABS und wirksamen Stoßdämpfern auf Schnee und Eis bei Tempo 50 nach genau 28,8 Metern, gelingt dies einem Auto mit verschlissenen Stoß-dämpfern erst nach 35,4 Metern.

Auch in Untersuchungen zu sicherheitsrelevanten Fahrzeugmängeln und Unfallursachen von GTÜ und Dekra rangieren Stoßdämpfer und Fahrwerk häufig auf den ersten Plätzen.

GTÜ-Mangelreport 2012

  • Bei den von der GTÜ im Rahmen der Hauptuntersuchung geprüften rund vier Millionen Pkw im Jahr 2012 stellten die Prüfingenieure an 46,2 Prozent der Auto Mängel fest. 
  • Die Zahl der erheblichen Mängel ist von 19,5 Prozent im Jahr 2011 auf 21,5 Prozent im Jahr 2012 gestiegen. 
  • Auf Platz 4 hinter Beleuchtung/Elektrik (22,8 Prozent), Umweltbelastungen (18,7 Prozent) und Bremsanlage (13,7 Prozent) lagen Mängel an Achsen/Räder/Reifen/Aufhängungen (13,2 Prozent).

DEKRA Gutachten zu fahrzeugtechnischen Ursachen von Unfällen

  • Über 200.000 Unfallfahrzeuge wurden bislang untersucht, dabei wiesen 36 Prozent gravierende technische Mängel auf. 
  • Besonders häufig sind dabei Mängel an älteren Fahrzeugen, deren Halter notwendige Wartungen und Reparaturarbeiten vernachlässigen. 
  • Als unfallursächliche Mängel liegt nach Reifen (ca. 30 Prozent) und Bremsanlage (ca. 30 Prozent) Fahrwerk (ca. 20 Prozent) auf Platz 3.
Artikel vom 15.05.2013 aus der Kategorie: Autofahrer Quelle: Monroe